Thermische Behandlung in der WAV
WAV I - Seit 1995 am Standort Wels
Seit 1995 werden in der WAV jährlich mehr als 75.000 Tonnen Abfälle thermisch verwertet. Die hohe Temperatur von mind. 850 °C und die optimalen Verbrennungsbedingungen in Verbindung mit modernster Rauchgasreinigung minimieren die Emissionen. Die nachsorgefreie Abfallbehandlung vermeidet Deponiegase und verwirklicht schon heute die Deponieverordnung 2004. Die breite Akzeptanz in der Bevölkerung und der zuverlässige Betrieb der Rostfeuerung bekräftigen diesen zukunftsorientierten und umweltschonenden Weg.
WAV II - Herzstück der oö. Abfalllösung
Die Energie AG erweitert die bestehende thermische Verwertungsanlage (WAV) in Wels um eine zweite Verbrennungslinie: die WAV II. Die Kapazität wird insgesamt bei ca. 300.000 Jahrestonnen liegen. Bis zu 60.000 Haushalte können so mit dem aus der thermischen Verwertung entstehenden Strom versorgt werden. Auch nutzbare Fernwärme ist ein Produkt der WAV II.
Investitionsvolumen von 100 Millionen Euro
Die Energie AG investiert knapp 100 Mio. EUR in den Ausbau der WAV. Damit wird eine nachhaltige, ökologische und oberösterreichische Entsorgungslösung gesichert. Nach dem einstimmigen Beschluss für die WAV II haben die Arbeiten an diesem umwelt- und wirtschaftspolitischen Meilenstein bereits begonnen. Die thermische Verwertung aller oberösterreichischen Restabfälle ist damit bis weit in die Zukunft gesichert.
Kenndaten der Anlage
Von der WAV I zur WAV II |
||
|
WAV I
|
WAV I + II
|
|
| Brennstoffwärmeleistung | 28,7 MW
|
108,7 MW
|
| Jahreskapazität | 75.000 T
|
300.000 T
|
|
Stromproduktion
|
50 Mio. kWh/a
= rd. 15.000 Haushalte |
bis zu 175 Mio. kWh/a
= bis zu 60.000 Haushalte |
|
Fernwärme
|
bis zu 15 MW
|
bis zu 45 MW
|
Schon bei der Errichtung der WAV I wurde ein offener Dialog mit den Anrainern. Dabei setzt die Energie AG in der Kommunikation mit allen Beteiligten auf Transparenz und konstruktive Auseinandersetzung mit allen aufgeworfenen Fragen. Die starke Einbindung der Bürger in die Projektierung war schließlich auch maßgeblich für den raschen Baufortschritt bei der WAV II.
Vorbildliches Bürgerbeteiligungsmodell
Entscheidend für den Bau der Linie 2 der Welser
Abfallverwertung war die starke Einbindung der Bürger in die
Projektplanung. Mit einem einzigartigen Bürgerbeteiligungsmodell,
der so genannten Umweltkommission ist es gelungen, sozialen
Ausgleich und breite Akzeptanz für sämtliche für die Erweiterung
relevanten Entscheidungen bei den Bewohnern der Anrainergemeinden
zu erreichen. So gab es bei der Umweltverträglichkeitsprüfung
keinen Einspruch.
Die Kommission, die sich aus per Zufallsprinzip
ausgewählten Vertretern der Anrainergemeinden, direkt betroffenen
Anrainervertretern, Vertretern der Bürgerinitiative, Experten und
politischen Entscheidungsträgern zusammensetzt, wurde schon vor
dem Bau der WAV I eingerichtet und begleitet schon seit 1995 die
Entwicklung der Müllverbrennungsanlage in Wels.
Anrainergemeinden: Wels, Schleißheim, Weißkirchen, Thalheim
bei Wels, Marchtrenk
(~ 82.000 Einwohner)
Folder: Aus Abfall
wird Energie - Thermische Verwertung in der WAV