Tierkörperverwertung
Luftbild der TKV-Regau, 2010
Abfallkategorien
Kategorie 1 - Risikomaterial |
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Kategorie 2 - gefallene Tiere |
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Kategorie 3 - Schlachtabfälle |
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Weiteres werden angenommen:
- Fettabscheiderinhalte aus Schlachtbetrieben
- Blut (2011 waren es 19.300 t/a)
- Überlagerte Lebensmittel (wenn vorhanden, dann Probelieferung)
- Flotatschlämme (nach Rücksprache)
- Abwasser (nach Rücksprache)
Die Endprodukte (Ausbeute 2010/2011):
25 % Tiermehl, 12,5% Blutmehl und 11% Fett.
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Gesetze
| Die AVE Tierkörperverwertungs GmbH ist ein wichtiger
Partner des Landes Oberösterreich in Bezug auf
Seuchenhygiene und Seuchenprophylaxe.
Die Parameter der Verarbeitung sind europaweit in der Verordnung (EG) 1069/2009 und der zugehörigen Durchführungsverordnung VO (EU) Nr. 142/2011 geregelt. Auf nationaler Ebene ist die Tiermaterialien-Verordnung (BGBl. II Nr. 484/2008) einzuhalten. Auf Landesebene sind z.B. die Gebühren, die Organisation der Gemeindesammelstellen und der Transport sind in der OÖ. Tiermaterialienverordnung (LGBl. Nr. 43/2004) festgelegt. Die Einhaltung aller relevanten Bescheide wird durch die in der Gewerbeordnung (§ 82b) geforderte regelmäßige Überprüfung sichergestellt. Der Standort ist nach ISO 9001:2008, ISO 14001:2009 und BS OHSAS 18001:2007 durch den TÜV Süd zertifiziert. |
Der Arbeitsbblauf der Tierkörperverwertung
Meldungswesen
Verendete Tiere müssen laut Gesetz innerhalb von 36 Stunden
nach der Meldung (ausgenommen Sonn- und Feiertage) von unseren
Meldungsfahrzeugen abgeholt werden.
Kleinere verendete Tiere (wenn keine Übernahmebestätigung
erforderlich ist) sowie sonstige tierische Abfälle können von
Privatpersonen in eine der 141 in ganz Oberösterreich
aufgestellten, gekühlten Sammelstellen eingebracht werden. Die
Sammelstellen werden regelmäßig entleert und gereinigt.
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Einwurfgewicht max. 35kg! |
Die Amtstierärzte führen in den Räumlichkeiten der AVE Regau
täglich Sektionen im Auftrag des Tiergesundheitsdienstes
durch.
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Zwischenlagerung
In Rohwarenmulden
Zerkleinerung
in Brechern auf max. 50mm Korngröße
Sterilisation
bei 3 bar und 133 Grad Celsius über einen Zeitraum von mind. 20
Min. Haltezeit
Trocknung
in Scheibentrocknern
Trennung
von Feststoff (= Mehl) und Fett in Pressen
Fettreinigung
Das Fett wird bis auf einen Restschnutzgehalt von weniger als
0,15% gereinigt.
Mahllagerung in Silos
Fettlagerung in Tanks
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Verwertung
Fett wird in den eigenen Kesselanlagen zur Dampferzeugung
verwendet oder in externen Verbrennungsanlagen thermisch
genutzt.
Mehl wird in externen Verbrennungsanlagen zur Energiegewinnung
verwertet.
Produkte
Die aus der verarbeiteten Rohware der Kategorie 1 entstehenden
Produkte Tiermehl und Tierfett können seit 01.12.2011 nicht nur
als Abfall, sondern auch als Ersatzbrennstoffe in der
Verbrennung eingesetzt werden.
Das Tierfett der Kategorie 1 wird auch zur Erzeugung von
Biodiesel verwendet.
Blut der Kategorie 3 wird in einer eigenen, getrennten Anlage
zu Blutmehl verarbeitet. Dieses Blutmehl der Kategorie 3 wird
auch zur Fütterung von Pelztieren eingesetzt.
Umweltschutz
Beim Betrieb einer Tierkörperverwertung sind die Emissionen in
die Luft und in Gewässer von besonderer Bedeutung.
Emissionen in die Luft:
- Die Kesselanlage die den für die Produktion notwendigen Sattdampf liefert ist mit einem Elektrofilter, welcher den Staub im Verbrennungsabgas zurückhält, ausgestattet. Eine kontinuierlich messende Rauchgasüberwachung stellt die Einhaltung der Grenzwerte für Staub, TOC und CO sicher. Die am höchsten geruchsbelastete Abluft wird in der Kesselanlage als Verbrennungsluft eingesetzt wobei die Geruchsstoffe oxydiert und damit geruchsfrei gemacht werden.
- In zwei Biofilteranlage mit einer Luftleistung von insgesamt 310.000 m³/h wird die Abluft aus den Betriebsgebäuden geruchsfrei gemacht.
Circa 10 Anrainer unterstützen uns, indem sie wahrgenommene
Geruchsbelastungen in eine normierte Liste eintragen und uns
diese monatlich übermitteln und uns damit bei der Erkennung von
Störungen und Fehlverhalten helfen.
Emissionen in Gewässer:
- Kühlwasser aus dem eigenen Brunnen wird über Wärmetauscher geführt und gelangt somit mit Sicherheit ohne jegliche Verschmutzung in den Vorfluter.
- Das Abwasser wird nach Vorreinigung in der betriebseigenen Kläranlage in den Kanal des Abwasserverbandes Ager-West eingeleitet, wobei 95 % der Schmutzfracht schon in der eigenen Kläranlage abgebaut werden.
Entwicklung der Rohwarenmenge in der TKV-Regau:
- 1946: 65 t
- 1963: 5.000 t
- 1973: 20.000 t
- 1990: 64.000 t
- 1993: 80.000 t
- 2005: 85.000 t
- 2011: 108.000 t
Investitionen in der TKV seit der Übernahme der AVE im
Jahr 2005 am Standort Regau:
- laufende Fuhrparkerneuerung/-erweiterung
- Ausbau der Kläranlage
- Bau einer Umladestation
- Aufbau einer eigenen Blutlinie der Kategorie 3
- Elektrosanierung und Umstellung auf ein Leitsystem