Offensive der Energie AG für erneuerbare Energien: Spatenstich für Österreichs größtes Sonnenkraftwerk
Nur wenige Wochen nach dem Grundsatzbeschluss zum Bau von Österreichs größtem Sonnenkraftwerk fand heute in Eberstalzell der Spatenstich für die 1 MW-Photovoltaikanlage statt. Die Vorbereitungen der Energie AG sind bereits abgeschlossen, die Ausschreibungen laufen. Mit dem neuen Kraftwerk wird in Oberösterreich die Nutzung alternativer Energien weiter ausgebaut.
Die Energie AG baut Österreichs größtes Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von einem Megawatt direkt neben der Westautobahn bei Eberstalzell. Es wird jährlich rund 1000 Megawattstunden Strom erzeugen. Die Anlagengröße macht das Kraftwerk zusätzlich auch zur idealen Forschungsanlage für den Einsatz neuer Technologien: Auf dem mehr als sechs Hektar großen Gelände können unter vergleichbaren Rahmenbedingungen verschiedene Paneeltechniken (Dünnschichtmodelle und kristalline Modelle) sowie innovative Wechselrichterkonzepte parallel betrieben und neue Lösungsansätze auf Praxistauglichkeit hin untersucht werden.
Darüber hinaus kommen im Solarpark sogenannte "mover" zum Einsatz, mit denen die Solarpaneele immer im bestmöglichen Winkel zur Sonne positioniert werden können. Geplant ist, dass in der Anwendungsforschung gezielt auch die Analyse der äußeren Witterungseinflüsse wie Sonnenstrahlung, Temperatur, Wind und Schnee vorangetrieben wird. Die Solarexperten der Energie AG erwarten sich durch den Dauerbetrieb des Kraftwerkes auch exakte Aufschlüsse zur Komponentenalterung, der Lebensdauer sowie der Leistungsänderung durch die natürliche Verschmutzung der Kollektorflächen.
"Die Anwendung, Nutzung und Erforschung alternativer Energien hat in der Energie AG eine lange Tradition. Mit dem Sonnenkraftwerk setzen wir diesen Weg mit Blick in die Energiezukunft konsequent fort", sagt Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner.
Am Tag des Spatenstichs ist das Projekt bereits voll auf Schiene: Die notwendigen Genehmigungsverfahren sind ebenso abgeschlossen wie die Detailplanungen für das neue Kraftwerk. Die gesamten Investitionskosten für Österreichs größtes Sonnenkraftwerk belaufen sich auf rund 6 Mio. Euro. Abhängig von der Witterung wird das neue Kraftwerk spätestens im Frühjahr 2010 in Betrieb gehen.
Energie AG ist seit Jahrzehnten Solarstrom-Pionier
"Alternativenergien wie die Sonnenkraft werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen", sagt Landeshauptmann Josef Pühringer stolz, "Oberösterreich hat hier wieder einmal eine Vorreiterrolle in Österreich inne!" Pühringer freut besonders, dass sich die Energie AG als Landesunternehmen seit Jahren als Energieversorgungsunternehmen führend im Bereich der erneuerbaren Energien positioniert: Seit den 1980er-Jahren hat die Energie AG mehrere Photovoltaik-Forschungsprojekte in kleinerem Umfang, sowie eine Versuchsanlage an der A1 bei Seewalchen umgesetzt. Das Sonnenkraftwerk am Loser im Ausseerland ging vor genau 20 Jahren in Betrieb und ist noch heute eine der größten Photovoltaik-Anlage in den Alpen. Mit Österreichs größtem fassadenintegrierten Sonnenkraftwerk am Power Tower, der neuen Konzernzentrale der Energie AG, hat das Unternehmen im Vorjahr einen weiteren Photovoltaik-Meilenstein gesetzt.
"Mit einer Leistung von einem Megawatt wird die Photovoltaik-Anlage die größte in Österreich errichtete Anlage sein", so Landesrat Rudi Anschober, "die Kollektorfläche wird rund 10.000 Quadratmeter betragen, was einer Größe von rund 1,5 Fußballfeldern entspricht". Als Partner für das Sonnenkraftwerk konnte die Energie AG das Land Oberösterreich gewinnen.
Kraftwerk wird Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien
Am Standort des Kraftwerkes ist auch der Bau eines Betriebsgebäudes für die technische Ausstattung des Kraftwerkes notwendig. Die Energie AG wird diese Gelegenheit nutzen und das Betriebsgebäude zum offenen Kompetenzzentrum für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Innovationen erweitern. Damit ist das Kompetenzzentrum die ideale Präsentationsplattform für alle Energiethemen aus dem Konzern der Energie AG, die gemeinsam mit externen Partnern genutzt werden kann.
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