13.10.2009: Rekordsommer für die Wasserkraft: Nach schwachem Winter holen Laufkraftwerke Erzeugungsminus wieder auf
Dem wirtschaftsbedingt stark rückläufigen Stromabsatz an
die Industrie- und Gewerbekunden steht eine in den
Sommermonaten überdurchschnittliche Erzeugungsleistung der
Wasserkraftwerke gegenüber. War die Stromerzeugungsbilanz aus
den Wasserkraftwerken im Winterhalbjahr deutlich unter den
Durchschnittswerten zurück gelegen, so konnte diese
Mindererzeugung im Sommerhalbjahr zwischen April und September
mehr als wettgemacht werden.
Wegen der angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation ist der Stromabsatz in den vergangenen Monaten bei den Gewerbe- und Industriekunden der Energie AG deutlich zurückgegangen. Zugleich blieb im Winterhalbjahr 2009 (von Oktober 2008 bis März 2009) die Stromerzeugung aus Wasserkraft aufgrund der niedrigen Wasserführung deutlich unter den langjährigen Jahresmittels zurück.
Im Sommerhalbjahr (Mai bis September) konnte diese
Erzeugungslücke allerdings wieder gefüllt werden - der Sommer
2009 sollte sich als ausgezeichneter Sommer für die Wasserkraft
erweisen. Verantwortlich dafür ist vor allem der späte
Schneefall im April, der die Wasserreserven in den Bergen noch
einmal hat anwachsen lassen. Obwohl die Regenfälle in den
Sommermonaten nicht wesentlich vom langjährigen Durchschnitt
abwichen und es vor allem in den Ferien viele heiße Badetagen
gegeben hat, gab es bei der Stromerzeugung in den
Wasserkraftwerken keinerlei Probleme und Einschränkungen.
Das Erzeugungsminus aus dem Winterhalbjahr konnte durch die
natürliche Stromerzeugung (ohne Pumpspeicherung) deutlich ins
Plus gedreht werden: Mit rund 1.683 GWh Ökostrom aus
erneuerbarer, sauberer Wasserkraft lag die Erzeugungsquote um
rund 22 Prozent über dem langjährigen Mittel. Der Anteil der
Wasserkraft beläuft sich bei einem Gesamtstromaufkommen von
3.260 GWh (ohne Stromhandel) auf rund 52 Prozent. Die
verbleibenden 48 Prozent des Strombedarfs wurden in den
Wärmekraftwerken der Energie AG erzeugt, mussten teilweise aber
auch am Strommarkt zugekauft werden.
Wolfgang Denk
Konzernkommunikation
Tel. +43 (0)5 9000-3569
Fax +43 (0)5 90005-3569
Mobil +43 (0)664 60165-3569


