02.12.2009: Start frei für modernstes Gesundheitsnetz Europas
Am 1. Dezember 2009 startete das Gesundheitsnetzwerk "HEALIX" den Vollbetrieb. Krankenanstalten, Ärzte und Ambulatorien können über HEALIX in Zukunft das hochsichere und Leistungsfähige Netzwerk für die verschiedensten Gesundheitsanwendungen wie zum Beispiel die elektronische Gesundheitsakte nutzen. Geburtsland von HEALIX ist Oberösterreich, wo gespag und Energie AG das Projekt initiiert und umgesetzt haben. Das Vorzeigeprojekt wurde jetzt gemeinsam mit Tele2, der Vinzenzgruppe und den Projektpartnern aus Wien und Niederösterreich erfolgreich erweitert.
Der Austausch von Befunden, Röntgen-Bildern und Krankengeschichten zwischen den Gesundheitseinrichtungen war bislang zeit- und kostenintensiv - und auch oft für die Patienten mühsam. Eine bessere Vernetzung und IT-Infrastruktur der Gesundheitseinrichtungen und Anwendungen wie die elektronische Gesundheitsakte werden in Zukunft das Leben der Patienten erleichtern, Bürokratie abbauen und gleichzeitig unnötige Kosten für Doppelbehandlungen vermeiden. Experten gehen davon aus, dass durch den Einsatz von moderner IT-Infrastruktur und einer besseren Vernetzung der österreichischen Gesundheitseinrichtungen - bei gleichzeitiger Verbesserung des Patientenservice - jährlich Einsparungen in Millionenhöhe möglich sind.
Für die Übermittlung von sensiblen Gesundheitsinformationen ist eine absolut krisen- und ausfallsichere, leistungsfähige und schnelle Datenverbindung notwendig, die von den Elektrizitätsversorgungsunternehmen betrieben werden. Aufbauend auf diese moderne Infrastruktur wurde nun das Gesundheitsnetzwerk HEALIX geschaffen, das nach der erfolgreichen, mehrmonatigen Pilotphase in Oberösterreich am 1. Dezember den Vollbetrieb aufnimmt. Neben Oberösterreich sind Niederösterreich und Wien vom Start weg im modernsten und leistungsfähigsten Gesundheitsnetzwerk Europas dabei, die Verhandlungen mit der Steiermark und Salzburg stehen kurz vor einem Abschluss.
Perfekte Netzwerkinfrastruktur für schnellen und sicheren Datentransfer
Johannes Bretbacher, Sprecher des HEALIX-Konsortiums und Leiter des Geschäftsbereichs GesundheitsInformatik bei der gespag: "Mit HEALIX steht uns jetzt jene ausfallssichere Netzwerkinfrastruktur zur Verfügung, die wir für eine schnelle und sichere Datenübermittlung zwischen den Krankenanstalten, Ambulatorien und Ärzten in Oberösterreich und über die Landesgrenzen hinaus brauchen." In Oberösterreich sind alle Krankenhäuser an das HEALIX-Netzwerk, das auf das Hochleistungsglasfasernetzwerk der Energie AG aufsetzt, angeschlossen.
Werner Steinecker, technischer Vorstand der Energie AG Oberösterreich, sieht HEALIX als ein Paradebeispiel für die neuen Möglichkeiten, die sich durch das Nutzen moderner Informationstechnologie ergeben: "Die Energie AG erfüllt mit ihrem Datennetz, an das alle 444 Gemeinden angeschlossen sind, die Grundvoraussetzungen für das Gesundheitsnetzwerk - höchste Ausfallsicherheit, höchste Sicherheit für den Datentransfer und höchste Wirtschaftlichkeit durch attraktive Kostenmodelle."
Die Energie AG, die in den letzten Jahren federführend beim Aufbau des Glasfasernetzwerks tätig war, betreibt jetzt für das Gesundheitsnetzwerk die regionalen Knotenpunkte und die Betriebsführung des Netzes. Die technische Anbindung weiterer Gesundheitsdienste erledigt der Landesenergieversorger in Zusammenarbeit mit dem Telekommunikationsunternehmen Tele2.
In Oberösterreich sind bereits die wichtigsten Gesundheitseinrichtungen an die HEALIX-Infrastruktur zur Kommunikation und sicheren Datenübermittlung angeschlossen: alle Landeskrankenhäuser der gespag, die Krankenhäuser der Vinzenzgruppe, das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, das Unfallkrankenhaus Linz sowie das Krankenhaus der Elisabethinen.
Bessere Vernetzung bringt viele Vorteile für Patienten
Das Röntgen/CT/MRT-Institut am Schillerpark von Dr. Anna Scheurecker ist ebenfalls bereits seit einem halben Jahr Partner im HEALIX-Netzwerk. Die Radiologie-Expertin ist von den neuen Möglichkeiten begeistert: "Wir können jetzt die Aufnahmen unserer Patienten sofort und ohne Zeitverlust elektronisch an die behandelnden Ärzte und Krankenhäuser übermitteln. Auch die großen Datenmengen machen jetzt keinerlei Probleme mehr." Für notwendige Behandlungen gäbe es daher keine Zeitverzögerungen mehr, Wartezeiten für Patienten und Ärzte werden minimiert. Durch die Vernetzung entfallen auch die aufwändige Aufbewahrung, der Transport und die Übermittlung von Befunden und Röntgenbildern. Durch diese Verbesserungen können konkret auch Kosten eingespart und Doppeluntersuchungen vermieden werden.
"Seine volle Leistungsfähigkeit stellt HEALIX vor allem im Akutfall unter Beweis - hier kann HEALIX Leben retten! Untersuchungsergebnisse können binnen weniger Sekunden an den behandelnden Arzt im Krankenhaus übermittelt werden, der damit die richtige Behandlung wie zum Beispiel einen raschen Transport in eine Spezialklinik veranlassen kann", nennt Scheurecker den größten Nutzen für die Patienten.
HEALIX mit "Innovationspreis 2009" der BBG ausgezeichnet
Die Bedeutung von HEALIX für das gesamte österreichischen Gesundheitssystem und die innovative Herangehensweise der Projektpartner betonte zuletzt auch die Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG): Sie zeichnete HEALIX bereits während des Testbetriebes im Oktober 2009 mit ihrem renommierten Innovationspreis aus, der jährlich für IKT-Projekte vergeben wird, die für die öffentlichen Bereich von besonderer Relevanz sind.
Auch für das Bundesministerium für Gesundheit ist HEALIX ein wesentlicher Meilenstein zur Verbesserung der IT-Infrastruktur der österreichischen Gesundheitseinrichtungen.
Wolfgang Denk
Konzernkommunikation
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