18.12.2009: Energie AG erreicht in der Wirtschaftskrise solides Betriebsergebnis
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Konzernumsatz wurde durch weiteres Wachstum nachhaltig um fast 19 % auf 1,8 Milliarden Euro gesteigert
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Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise drücken das EBIT auf 105,5 Millionen Euro
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Breite Aufstellung in unterschiedlichen Geschäftsbereichen hilft die Krisenauswirkungen abzufedern
Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Umsatz des Gesamtkonzerns um fast 19 Prozent auf 1,806 Milliarden Euro erneut gesteigert werden (2007/08: EUR 1.520,1 Mio; EUR +285,9 Mio). Dieses neuerliche Umsatzplus ist unter anderem auf die im Vorjahr übernommene Anteilsmehrheit an der OÖ. Ferngas AG und CMOÖ GmbH, die Akquisition der südböhmischen Wassergesellschaft 1. JVS a.s. und die Ausweitung des Stromeigenhandels zurückzuführen.
Das Krisenjahr 2009 ging auch an der Energie AG Oberösterreich nicht spurlos vorüber: Bedingt durch die Wirtschaftslage musste beim EBIT ein Rückgang von 35,6 Prozent (EUR -58,2 Mio) auf EUR 105,5 Mio hingenommen werden. Zwei Gründe sind dafür hauptverantwortlich: Die deutliche Reduktion der Stromnachfrage im Industriekundensegment machte die Vermarktung von langfristig im Voraus eingekauften Strommengen zu ungünstigen Bedingungen auf den Termin- und Spotmärkten notwendig. Darüber hinaus führte der teils dramatische Preisverfall am Entsorgungsmarkt im Bereich der Wertstoffe wie Altpapier und Altmetall zu historischen Tiefstständen. Im Bereich Wärme, Wasser und Erdgas konnten Umsatz und Ergebnis sogar über dem eingeplanten Niveau gehalten werden.
Der durchschnittliche Personalstand im Konzern hat sich auf
6.881 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2008/09 erhöht. Der Anstieg
um 1.128 Mitarbeiter oder 19,6 % gegenüber dem Vorjahr (5.753)
resultiert aus dem weiteren Wachstum der Segmente Entsorgung,
Wasser und dem neuen Geschäftsbereich Gas. Mit Ende des
Geschäftsjahres 2008/09 (Stichtag 30. September) waren im
Konzern 7.303 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.
194 Millionen Euro für Investitionen in
Versorgungssicherheit
Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde in Sachanlagen und
immaterielles Vermögen EUR 194,1 Mio. investiert, was einen
Anstieg um EUR 12,6 Mio. oder 6,9 % gegenüber dem Vorjahr (EUR
181,5 Mio.) bedeutet. Während das Investitionsvolumen in den
Segmenten Entsorgung und Wasser annähernd konstant blieb, ist
es im Segment Energie unter anderem durch die nunmehrige
Vollkonsolidierung der OÖ. Ferngas AG gestiegen.
Segment Energie: Weniger Stromverbrauch in der
Wirtschaftskrise
In Folge des Konjunkturabschwunges kam es seit Dezember 2008
zu einer deutlichen Reduktion der Stromnachfrage im
Industriekundensegment. Die Strommengen, die auf Basis von
Lieferverträgen noch vor Ausbruch der Wirtschaftskrise im
Rahmen der langfristigen Beschaffungsstrategie eingekauft
wurden, mussten zum Teil zu sehr ungünstigen Bedingungen wieder
abgegeben werden, was zu deutlichen Verlusten führte.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 sank der Stromabsatz
aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an
Industriekunden im Vergleich zum Vorjahr um rund 17 Prozent.
Durch den hohen Anteil an Industriekunden im
Stromabgabeportfolio sind die Auswirkungen der gesunkenen
Nachfrage auf das Ergebnis der Energie AG vergleichsweise groß.
Im Vergleich zum Vorjahr ging die gesamte Stromabgabe an Kunden
um 9,9 % zurück. Der Gesamtumsatz des Segments Energie beläuft
sich auf EUR 1.379,0 Mio (2007/08: EUR 1.124,6 Mio; EUR +254,4
Mio).
Positiv zu verzeichnen war die Stromproduktion der eigenen
Wasserkraftwerke und die Aufbringung aus Bezugsrechten: Dank
der sehr guten Wasserführung im Sommerhalbjahr lag die
Eigenaufbringung zwei Prozent über dem langjährigen Mittelwert
und erreichte 2.504 GWh. Die Stromerzeugung in Wärmekraftwerken
erreichte mit 1.712 GWh einen neuen Höchstwert. Der Anstieg ist
im Wesentlichen auf die Inbetriebnahme des 400 MW Gas-
und Dampfturbinenkraftwerkes in Timelkam im Dezember 2008
zurückzuführen.
Cross-Border-Leasing für Stromnetz beendet
Die im Geschäftsjahr 2000/01 für das Stromübertragungs- und
Verteilnetz abgeschlossene Cross-Border-Leasing-Transaktion
(CBL) wurde im März erfolgreich beendet. Die vorzeitige
Auflösung der Netz-Transaktion erfolgte einvernehmlich mit dem
US-Investor. Die wirtschaftlich erfolgreiche Beendigung des CBL
führte zu einem Barwertvorteil über die gesamte Laufzeit von in
Summe EUR 58 Mio., alleine im abgeschlossenen Geschäftsjahr
macht der Ertragsanstieg im Finanzergebnis EUR 9,8 Mio. aus.
Die CBL-Transaktion für einen Teil des Kraftwerksparks der
Energie AG Oberösterreich wurde im Zuge der Finanzmarktkrise
abgesichert. An einer weiteren Optimierung der
Transaktionsstruktur wird in Abstimmung mit dem Investor
weiterhin gearbeitet.
Segment Entsorgung: all-time-low der Wertstoff- und
Gewerbemüllpreise überlagert Erfolge in Ostländern
Im Segment Entsorgung wurde bei einem Gesamtumsatz von EUR
343,1 Mio. ein um Einmaleffekte bereinigtes EBIT von EUR 9,3
Mio. erwirtschaftet. Der konsolidierte Jahresabschluss umfasst
die Länder Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei und Bayern;
die Steigerung des Umsatzes um EUR 7,5 Mio. oder 2,2 % im
Vergleich zum Vorjahr (EUR 335,6 Mio.) ist in erster Linie auf
Akquisitionen in Tschechien aus dem vorigen Geschäftsjahr und
die erstmalige volle Einbeziehung der Landesorganisationen
Slowakei und Bayern zurückzuführen.
Wie geplant konnte die positive Ergebnisentwicklung in den
CEE-Ländern erreicht werden. Diese Zuwächse konnten die
massiven Rückgänge auf den Märkten Österreich und Deutschland
aber nur teilweise ausgleichen.
Segment Wasser: Stabiles Wachstum auch in Krisenzeiten
Im Segment Wasser hat sich unter den kritischen Bedingungen
der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise und den
volatilen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen der letzten
Monate die Stabilität und langfristige Ausrichtung des
Geschäftsmodelles bewährt. Das operative Gesamtergebnis von EUR
108,7 Mio (2007/08: EUR 81,0 Mio; EUR +27,7 Mio) ist zudem von
der Ausweitung des Dienstleistungsgeschäftes und der
Integration der im Vorjahr neuerworbenen südböhmischen
Gesellschaft 1. JVS in Budweis geprägt.
Den steigenden Anforderungen an Versorgungssicherheit und
Qualität wird über eine umfassende ISO-Zertifizierung Rechnung
getragen. Vier Gesellschaften des Segments Wasser sind in
Qualität (ISO 9000), Umwelt (ISO 14000) und Sicherheit (ISO
18000) zertifiziert. Weitere Unternehmen des Konzerns sind in
Teilbereichen zertifiziert.
Michael Frostel
Pressesprecher
Leiter Konzernkommunikation
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