07.02.2010: Digitale Vermessungs-Revolution: Energie AG erfasst Stauraum mittels Laser vom Hubschrauber aus
Die Arbeiten an den Dammbaustellen machten Ende der Vorwoche einen Abstau der Traun im Stauraum der Kraftwerke Marchtrenk und Traun-Pucking notwendig. Die Energie AG nutzte diese Gelegenheit, um den gesamten Flussverlauf erstmals mittels modernster Laser-Technologie digital zu vermessen. Das Ergebnis sind exakte Vermessungsdaten und eine Bestandsaufnahme des gesamten Staubereiches in bisher unerreichter Qualität.
Energie AG-Technik-Vorstand Werner Steinecker: "Der Einsatz dieses hochmodernen Vermessungsverfahrens liefert zentimetergenaue Detailpläne, deren Qualität beim Bau des Kraftwerkes vor 30 Jahren unvorstellbar war."
Auf Grund der Sanierungsarbeiten im Stauraum der Kraftwerke Marchtrenk und Traun-Pucking bietet sich jetzt bei nahezu völlig geleerten Stauraum die Möglichkeit, die Topografie des gesamten Staubereichs hochpräzise und effizient zu vermessen. Das System des "airborne laser scan" (ALS; luftunterstützte Laser-Erfassung), das hier erstmals zum Einsatz kommt, ermöglicht vom Hubschrauber aus das berührungs- und gefahrlose Vermessen von normalerweise schwer bzw. völlig unzugänglichen Bereichen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses Vermessungsverfahrens ist die Geschwindigkeit und die Präzision, mit der vom Hubschrauber aus gemessen werden kann: Der komplette Flussverlauf oberhalb der beiden Kraftwerke kann in weniger als einer Stunde in höchster Präzision digital erfasst werden.
Die Ergebnisse der nun erstmals in dieser Qualität zur Verfügung stehenden Daten der ALS-Vermessung sind eine ideale Basis für künftige Planungen und Berechnungen. "Die Daten eröffnen uns völlig neue Möglichkeiten in der Pflege und Wartung des Stauraumes", hebt Werner Steinecker, technischer Vorstand der Energie AG, die hohe Qualität der zentimetergenauen Vermessung hervor. Die Daten werden elektronisch verarbeitet und fließen direkt in dreidimensionale Computermodelle ein. Veränderungen können basierend auf diesem Datenmaterial künftig noch wesentlich exakter beurteilt und nachfolgende Entscheidungen und Wartungsmaßnahmen wesentlich genauer als bisher vorbereitet werden.
Ziel ist die Erstellung eines volldigitalen und mit
entzerrten Flugaufnahmen (Orthofotos) ergänzten Geländemodells
in höchstmöglicher Auflösung. Die Gesamtfläche des zu
vermessenden Flussbettes beträgt rund 2 Quadratkilometer.
Wolfgang Denk
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