26.04.2010: Nachhaltiges Kunstengagement der Energie AG setzt Impulse in der oberösterreichischen Kulturszene
Die Verbindung zur Kunst hat in der Energie AG eine lange
Tradition. Anfänglich wurden einzelne Künstler unterstützt,
heute hat sich das Kunst- und Kulturengagement des Unternehmens
grundlegend geändert: Die Energie AG zählt zu den bedeutendsten
Unterstützern und Förderern von Kunst und Kultur in
Oberösterreich.
Die Energie AG kann die spannende Brücke von der Technik zur
Kunst schlagen und lebt diese einmalige Verbindung im
Unternehmen seit Jahrzehnten vor. Das Engagement im Bereich
Kunst und Kultur ist gelebter Teil der Firmenphilosophie und
spiegelt sich in vielen Teilen des Unternehmens wieder. "Wir
wollen das Engagement der Energie AG bei Kunst und Kultur ganz
bewusst auch in unserer Unternehmenskultur verankern",
betont Generaldirektor Leo Windtner.
Nachhaltiges Engagement über Jahrzehnte hinweg
Dass das Thema Kunst und Kultur in Oberösterreichs führendem
Infrastrukturkonzern tatsächlich gelebt wird, zeigt auch die
Tatsache, dass mit Franz Prieler, Geschäftsführer der Energie
AG Oberösterreich Customer Services GmbH, ein zentraler
Ansprechpartner installiert worden ist, der für diesen Bereich
alle Aufgaben und Vorhaben koordiniert.
In Hinblick auf ein künstlerisches Gesamtkonzept wurden vom
Vorstand Fachexperten in ein Kunstkuratorium berufen. Die
offene Haltung des Unternehmens garantiert autonome,
ausschließlich kunsthistorisch motivierte Entscheidungen. Die
derzeitigen Kuratoriumsmitglieder sind neben Prieler, der
Leiter der Landesgalerie Oberösterreich Martin Hochleitner und
den Chef des "Offenen Kulturhauses Linz", Martin Sturm.
Anfänglich wurden einzelne Künstler unterstützt, immer
wieder Kunstwerke für die Sammlung der Energie AG angekauft. Um
das Kunst- und Kulturengagement des Unternehmens nachhaltig
weiterführen zu können, wurde die Ausrichtung des Engagements
aber bereits frühzeitig überdacht und grundlegend geändert.
Kunstaktion wurde zum interantion anerkannten
Stahlsymposium
Der mit Abstand bedeutendste Beitrag ist die Aktion "Kunst
im Kraftwerk",die vor mehr als 20 Jahren gemeinsam mit dem
Kunstpädagogen Karlheinz Schönswetter am Kraftwerksstandort
Riedersbach ins Leben gerufen wurde. Begonnen wurde 1989 mit
Stahl-Symposien für internationale bildende Künstler. Die
Energie AG stellt dafür die Materialien sowie die Infrastruktur
zur Verfügung. Die dort entstandenen Kunstwerke stehen im
Nahbereich des Kraftwerkes auf öffentlichen Plätzen und in
Freizeitanlagen. Mehr als 150 Künstler und Künstlerinnen waren
seit 1988 schon in Riedersbach zu Gast. Neben dieser Aktion,
die sich mittlerweile zum international anerkannten
Stahl-Symposium entwickelt hat, wurde als Ergänzung die "
Galerie im Kraftwerk" installiert.
Mit der Errichtung der neuen Konzernzentrale im Linzer
Bahnhofsviertel, die bisher vor allem architektonisch und als
erstes Bürohochhaus der Welt mit Passivhauscharakter vor allem
energietechnisch Aufsehen erregt hat, wurde auch das Projekt "
Kunst im Power Tower" ins Leben gerufen. 2008 hat die Energie
AG die neue Zentrale bezogen und einen weiteren Meilenstein im
Bereich des künstlerischen Engagements gesetzt: für die
künstlerische Fassadengestaltung wurde ein internationaler
Wettbewerb ausgeschrieben, den Lotte Schreiber und Norbert
Pfaffenbichler gewonnen haben. Mit fast 700 in die Fassade
integrierten LED-Elementen wurden mehr als 30 verschiedenen "
Lichtkompositionen" geschaffen, die für das einzigartige
Erscheinungsbild des Energieturms sorgen. Mit der
Gestaltung der öffentlich zugänglichen Räume wurden von einem
Kuratorium oberösterreichische Künstler und Künstlerinnen
beauftragt, um entsprechend dem Kunstverständnis des
Unternehmens, die Kreativität heimischer Kunstschaffender zu
fördern und zu unterstützen.
Im Jahr der Kulturhauptstadt etablierte sich die
Konzernzentrale der Energie AG auch als offenes Kunsthaus, das
für Ausstellungen und Vernissagen zur Verfügung steht.
Beginnend im Voyerbereich, der immer wieder für Ausstellungen
wie die "Biennale Cuvee" des Offenen Kulturhauses Linz genutzt
werden kann, zieht sich die künstlerische Gestaltung durch alle
17 Obergeschosse des Power Towers. Dabei wird nicht nur die
Unternehmensgeschichte aufgearbeitet, sondern auch zahlreiche
zeitgenössische, oberösterreichische Künstlern Raum eingeräumt,
mit verschiedenen Installationen die so konträren Themen
Energie und Kunst zu bearbeiten.
Neues schaffen, altes bewahren
Die Energie AG engagiert sich neben dem Bereich der
bildenden und gestaltenden Künste aber auch im Bereich der
Denkmalpflege: Das Unternehmen erhält seit Jahrzehnten
das im Jugendstil errichtete Kraftwerk Steyrdurchbruch in
seiner ursprünglichen Form und wurde 2008 für das Engagement
auch mit dem Denkmalpflegepreis des Landes Oberösterreich
ausgezeichnet. "Steyrdurchbruch ist viel mehr als nur ein
Kraftwerk", ist Windtner stolz, "es ist ein lebendes Stück
Industriegeschichte und ein Kulturjuwel." Steyrdurchbruch
ist für Windtner aber auch der lebende Beweis dafür, dass
Technik und Kultur kein Widerspruch sein müssen.
Experten geraten bei Besuchen des Kraftwerkes angesichts der
detailgetreuen Renovierungsarbeiten und dem sorgsamen Umgang
mit dem Kulturerbe Steyrdurchbruch immer wieder ins Schwärmen:
" Dieses Kraftwerk ist eine Sternstunde der österreichischen
Architektur und es ist wunderbar, dass es immer noch in dieser
ursprünglichen Form erhalten ist", lobt beispielsweise
Univ.-Prof. Arch. Dr. Friedrich Achleitner das Engagement der
Energie AG. Um welch großartige Ingenieurleistung es sich
bei dem Kraftwerk handelt zeigt, dass das Kraftwerk noch immer
mit der maschinellen Ausrüstung aus den Gründungsjahren
arbeitet: Die drei Francis-Turbinen aus den Jahren 1908 und
1925 sind noch heute in Betrieb; die Schalttafel ist in ihrer
ursprünglichen Form genau so erhalten geblieben wie die
Generatoren mit den sichtbar angebrachten Wicklungen des
Läufers. Die Energie AG hat zugunsten der Einmaligkeit dieses
Industriejuwels auf Modernisierungen und Umbaumaßnahmen
verzichtet.
Dr. Martin Hochleitner
Leiter Landesgalerie Oberösterreich
Die Energie AG hat die Errichtung der neuen Konzernzentrale
in Linz auch zum Anlass für eine neue Ausrichtung ihrer
Aktivitäten im Bereich der Gegenwartskunst gemacht. Das Konzept
für die Realisierung von architekturbezogenen Kunstprojekten im
"Power Tower" formuliert dabei wesentliche Strategien des neuen
Kunstprogramms. Die künstlerische Gestaltung wird erstens als
ein Work in progress mit spezieller Ausrichtung auf den
Ortsbezug verstanden. Unter Einbeziehung des Offenen Kulturhaus
des Landes Oberösterreich und der Landesgalerie Linz wurden
KünstlerInnen eingeladen, werkorientierte Projekte teilweise
auch mit MitarbeiterInnen der Energie AG. zu realisieren. Aus
einem guten Mix aus arrivierten und jungen Positionen wurden
künstlerische Arbeiten in einem Spektrum von repräsentativen
und experimentellen Charakter ausgewählt. Dieser Prozess dauert
bis heute an.
Der zweite Baustein bestand in einer Neusichtung des
historisch gewachsenen Sammlungsbestandes. Bewusst wurde
versucht, diesen nach thematischen und ikonografischen
Gesichtspunkten in die künstlerische Gestaltung des Power
Towers zu integrieren, um damit auch einen signifikanten
Verweis auf die Identität des Konzerns zu geben.
Das dritte Element stellt ein Engagement im
Ausstellungsbereich dar. Durch die architektonische Lösung des
Foyer-Bereichs besteht die Möglichkeit, Ausstellungsprojekte
auf internationalem Niveau zu präsentieren. Kooperationen im
Rahmen der Ausstellungsserie "Biennale Cuvee" des O.K.'s bzw.
auch im Zuge des "Kunstflows" (einem Projekt von Linz 09 -
Kulturhauptstadt Europas), konnten den Power Tower
zwischenzeitlich als einen wichtigen Präsentationsort für
Gegenwartskunst etablieren.
Insgesamt manifestiert sich im Kunstprogramm der Energie AG.
ein hohes Qualitätsbewusstsein, das eine spezielle Funktion der
Kunstförderung, Vermittlung und Präsentation wahrnimmt und sich
ortsbezogen manifestiert.
Mag. Martin Sturm
Direktor OK - Offenes Kulturhaus
Das "vierte Element" ist der Versuch, die Kunst nicht nur
als einen Ort des Schönen sondern als ein Spielfeld der
Auseinandersetzung zu begreifen. Gerade die Gegenwartskunst hat
ein starkes kommunikatives Interesse, das auf Vermittlung und
aktive Einbeziehung des "Publikums" ausgerichtet ist.
So werden die Ausstellungen in der Energie AG nicht nur
durch intensive Kunstgespräche für die Mitarbeiter und
MitarbeiterInnen begleitet, in denen intensiv, kontroversiell,
erhellend und einsickernd emotionell zum Beispiel die Frage
diskutiert wird, ob ein altes kubanisches Ringelspiel, das
derzeit in der Eingangshalle steht, Kunst ist oder nicht. Die
engagierten Portiere der Energie AG werden auf diese Weise
nebenbei auch zu Kunstvermittlern ausgebildet. Darüber
hinaus werden die MitarbeiterInnen und Kunden des Konzerns auch
direkt bei Kunstprojekten aktiv beteiligt - etwa in der
Fotoserie von Otto Hainzl, der ausgewählte Kunden in Ihrer
Heimstatt portraitiert, oder bei der Aktionsmalerei von Johann
Jascha, der die Linienführung mit den Mitarbeitern "seines"
Stockwerkes festgelegt hat.
Wolfgang Denk
Konzernkommunikation
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