21.05.2010: Energie AG nimmt Österreichs größtes Sonnenkraftwerk in Betrieb
In nur knapp achtwöchiger Bauzeit wurde in Eberstalzell
(Bezirk Wels-Land) unmittelbar neben der Westautobahn von der
Energie AG das größte Sonnenkraftwerk Österreichs errichtet.
Heute früh ging das Kraftwerk in Probebetrieb und hat bereits
die ersten Kilowattstunden Sonnenstrom in das Stromnetz
eingespeist. Offiziell wird das Sonnenkraftwerk im September
eröffnet.
Generaldirektor Leo Windtner: "Wir sind mit dem
Photovoltaik-Kraftwerk bundesweit Vorreiter! Die Energie AG ist
damit wieder Schrittmacher bei der Nutzung erneuerbarer,
sauberer Energien sind."
Ende März wurde auf dem rund 6 Hektar großen Grundstück
neben der Westautobahn in Eberstalzell mit dem Bau von
Österreichs größtem Sonnenkraftwerk begonnen. In nur acht
Wochen hat die Energie AG den Bau abgeschlossen und heute
Morgen das Kraftwerk in Betrieb genommen. Mit einer Leistung
von 1 Megawatt wird es im Jahr mehr als 1 Million
Kilowattstunden Strom erzeugen. "Wie auch schon beim Bau des
Biomassekraftwerkes in Timelkam setzt die Energie AG
Oberösterreich das Thema Solarenergie in Österreich zum ersten
Mal in großem Maßstab um und leitet damit eine neue Ära der
Sonnekraftwerke in Österreich ein", freut sich Energie
AG-Generaldirektor Leo Windtner.
Für die Montage der Solarpaneele, dem weithin sichtbaren
Herzstück des Kraftwerkes, benötigten die Montagetrupps im
April nicht einmal eine Woche: 4.638 Solarpaneele wurden auf
den dafür vorgesehenen Montagetischen befestigt. Insgesamt ist
im direkt neben der A1 gelegenen Sonnenkraftwerk der Energie AG
eine Gesamtkollektorfläche von rund 9.000 Quadratmetern
montiert.
Alle Planungs- und Vorbereitungsarbeiten für den Bau des
Sonnenkraftwerkes wurden ausschließlich im Energie AG-Konzern
durchgeführt. In den Bau mit eingebunden waren auch die
Lehrlinge der Energie AG: Sie zeichnen für die gesamte
Verkabelung des Kraftwerkes - immerhin mehr als 30 Kilomter
Kabel wurden verlegt - und den Zusammenschluss der Solarpaneele
verantwortlich. Die Abwicklung des 6,5 Millionen Euro teuren
Projektes lag bei der Fair Energy GmbH (eine 100%-Tochter der
Energie AG Oberösterreich), die künftige Betriebsführung und
Wartung liegen in den Händen der Kraftwerke GmbH.
Rot-weiß-rotes Kraftwerk liefert erneuerbare Energie aus
der Sonne
Besonderes Augenmerk wurde bei der Auswahl der Lieferanten
und eine maximale heimische Wertschöpfung gelegt: Alle
Solarmodule wurden von österreichischen Partnern geliefert,
vier der fünf Hersteller sind in der EU beheimatet, zwei direkt
in Österreich. Mit den anderen Auftragsvergaben an heimische
Firmen konnte bei dem Vorzeigeprojekt eine maximale
Wertschöpfung für österreichische Unternehmen gesichert werden.
Energie AG setzt Schwerpunkt im Bereich der
Anwendungsforschung
Neben der Stromerzeugung liegt im Sonnenkraftwerk der Energie AG ein weiterer Schwerpunkt im Bereich der Anlagenforschung. Neben den unterschiedlichen Paneeltypen kommen im Kraftwerk auch flexibel geführte Moduleinheiten zum Einsatz, die sich immer im optimalen Winkel zur Sonne positionieren. "Wir rechnen damit, dass mit dieser Technik ein zusätzlicher Erzeugungsgewinn von rund 40 Prozent im Vergleich zu starr montierten Solarmodulen zu erreichen ist", zeigt sich Windtner optimistisch. In Kombination mit den anderen Modulflächen im Sonnenkraftwerk besteht in der Anlage nun die einmalige Möglichkeit, praxisorientierte Langzeitstudien zur Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Anlagenkonzeption zu erlangen.
Neben Österreichs größtem Sonnenkraftwerk und der größten Solarforschungsanlage des Landes wird die Energie AG im Herbst auch das Innovations-, Effizienz- und Zukunftszentrum des Konzerns am Areal eröffnen. "Wir wollen in Eberstalzell die unterschiedlichsten Themen aus dem Energiebereich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen", sagt Windtner. Am Standort des Sonnenkraftwerkes sollen u.a. intelligente Stromzähler, mitdenkende Stromnetze sowie die Möglichkeiten und Formen der Elektromobilität erlebbar gemacht werden.
Wesentlicher Bestandteil im flexiblen Energiemix
Alternative, erneuerbare Energiequellen werden in Zukunft
deutlich an Bedeutung gewinnen - das neue Kraftwerk in
Eberstalzell ist ein erster großer Schritt bei der Nutzung der
Sonnenenergie. Unangefochtener Champion der erneuerbaren
Energien ist und bleibt aber die Wasserkraft. Österreich
verfügt über das Potenzial, das für die Versorgungssicherheit
und das Erreichen der Klimaschutzziele unbedingt genutzt und
noch weiter ausgebaut werden muss.
Kraftwerksprojekt ist Höhepunkt des Sonnenstrom-Engagement
der Energie AG
Die Energie AG positioniert sich seit Jahrzehnten als
Vorreiter im Bereich Photovoltaik: Seit den 1980er-Jahren
wurden mehrere Photovoltaik-Forschungsprojekte in kleinerem
Umfang sowie eine Versuchsanlage an der A1 bei Seewalchen
errichtet. Das Sonnenkraftwerk am Loser im Ausseer-Land ging
vor 20 Jahren in Betrieb und ist eine der größten
Photovoltaik-Anlage in den Alpen. Mit Österreichs größtem
fassadenintegrierten Sonnenkraftwerk am Power Tower, der
Konzernzentrale der Energie AG, hat das Unternehmen im Vorjahr
einen weiteren Photovoltaik-Meilenstein gesetzt.
96 Prozent der Oberösterreicher sehen Energie AG als
Effizienz-Vorreiter
Das Solarkraftwerk in Eberstalzell ist ein weiterer
innovativer Schritt der Energie AG, die Energieerzeugung
nachhaltig zu sichern und zu erforschen. Dieses Engagement
schätzt laut der aktuellen Imageanalyse durch Jaksch &
Partner auch die Bevölkerung: 87 Prozent der Befragten sehen
die Energie AG als Förderer und Unterstützer von neue Formen
der Stromerzeugung; 96 Prozent bescheinigen dem Unternehmen,
Vorreiter auf dem Gebiet der Energieeffizienz zu sein.
Michael Frostel
Pressesprecher
Leiter Konzernkommunikation
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