28.05.2010: Energie AG übertrifft zum Halbjahr erstmals Umsatzgrenze von einer Milliarde Euro
Der Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 2009/2010
bestätigt die stabile strategische Ausrichtung der Energie AG
Oberösterreich als integrierter Infrastrukturkonzern. In den
ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2009/2010
übertraf der Konzern erstmals im Halbjahr die Umsatzgrenze von
einer Milliarde Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) des ersten
Halbjahres konnte um 15,8 Prozent auf 72,6 Millionen Euro
gesteigert werden. Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/2010 wird
eine Fortsetzung des Aufwärtstrends und ein EBIT über dem
Vorjahreswert erwartet.
Die Energie AG Oberösterreich hat in der ersten Hälfte ihres
Geschäftsjahres erstmals die Umsatzgrenze von einer Milliarde
Euro überschritten. Von 1. Oktober 2009 bis 31. März 2010
betrug der Umsatz 1,02 Milliarden Euro. Gegenüber dem ersten
Halbjahr 2008/2009 bedeutet dies einen Zuwachs von 2,5 Prozent.
Das Segment Energie trug dazu mit 786,9 Millionen Euro
Halbjahresumsatz den größten Anteil bei (781,5 Millionen Euro
2008/2009). Der Umsatz des Segments Entsorgung erhöhte sich im
ersten Halbjahr 2009/2010 gegenüber dem Vergleichszeitraum des
vorigen Geschäftsjahres um 9,2 Prozent auf 172,6 Millionen Euro
(158 Millionen Euro 2008/2009). Auch das Segment Wasser
erzielte mit einem Plus von 8,6 Prozent eine beachtliche
Steigerungsrate und erreichte im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2009/2010 einen Umsatz von 58 Millionen Euro
nach 53,4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008/2009.
Operatives Ergebnis im ersten Halbjahr um 15,8 Prozent
gesteigert
Das erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2009/2010
zeigt eine leichte gesamtwirtschaftliche Entspannung, wobei die
optimistisch erwartete rasche Erholung ausbleibt. Der
vorliegende Halbjahresab-schluss für 2009/2010 unterstreicht,
dass schwierige Rahmenbedingungen auf die europäische
Infrastrukturbranche gewirkt haben, zeigt aber auch, dass die
Energie AG Oberösterreich mit erfolgreichen Investitionen in
den letzten Jahren und mit den insbesondere unter dem Eindruck
der Krise gesetzten Gegensteuerungsmaßnahmen einen durchaus
positiven Effekt erzielen konnte. Das operative Ergebnis (EBIT)
des Energie AG-Konzerns stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum
2008/2009 um 15,8 Prozent auf 72,6 Millionen Euro.
Rating "A" erneut bestätigt
Die Energie AG konnte auch in konjunkturell schwierigen
Zeiten ihre Zielbonität von "A" aufrecht erhalten. Damit gehört
der Konzern weiterhin zu den bonitätsstärksten Unternehmen
Österreichs. Die Energie AG sichert sich somit den Zugang zu
den internationalen Kredit- und Kapitalmärkten zu günstigen
Finanzierungskonditionen.
Mitarbeiterzahl stieg auf über 7000
Die Mitarbeiterzahl des Energie AG-Konzerns (FTE im
Jahresdurchschnitt) lag im ersten Halbjahr 2009/2010 bei 7.159.
Zum vorigen Geschäftsjahresende waren es noch 6.881. 2.174
Mitarbeiter sind im Segment Energie, 3.341 im Segment
Entsorgung und 1.644 im Segment Wasser tätig.
Trotz schwieriger Rahmenbedingungen deutliche Erholung im
Segment Energie
Das EBIT konnte mit 82,7 Mio. Euro gegenüber dem ersten
Halbjahr des Vorjahres (55,7 Mio. Euro) um 48,5% gesteigert
werden. Während der Vergleichszeitraum durch deutliche Verluste
aus der Wiedervermarktung nicht abgenommener Strommengen für
Industriekunden geprägt war, hat sich die Ergebnissituation des
Stromvertriebes durch Gegensteuerungsmaßnahmen in allen
Kundensegmenten wieder stabilisiert. Die Erzeugung in den
eigenen Kraftwerken stieg um 12,7 Prozent von 1.939 GWh auf
2.186 GWh. Ausschlaggebend dafür war die Aufnahme des
Vollbetriebs des 400 MW Gas-und-Dampf-Kraftwerkes in Timelkam.
Der Absatz im Stromvertrieb betrug im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2009/2010 3.212 GWh. Der Rückgang der
Abgabemengen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres
(3.400 GWh) ist in erster Linie auf die Minderabnahme von
Industriekunden zurückzuführen, die im Vorjahr erst mit Beginn
des Kalenderjahres 2009 eingesetzt hat. Bei äußerst volatilen
Marktbedingungen bestätigt sich damit die Stabilität der
Geschäftsmodelle in den Versorgungsnetzen und entlang der
gesamten Wertschöpfungskette Strom.
Im Bereich Gas wurden im ersten Halbjahr 2009/2010 mit
12.692 GWh Erdgas um 17,4 Prozent mehr durch das 5.100
Kilometer lange Leitungsnetz der OÖ. Ferngas AG transportiert
als im Vergleichszeitraum des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Diese Zunahme ist in erster Linie auf den Betrieb des neuen
Gas-und-Dampf-Kraftwerkes in Timelkam zurückzuführen.
Im Bereich der Fernwärme wurden in den Netzen in
Oberösterreich und Tschechien in den ersten sechs Monaten des
Geschäftsjahres 2009/2010 an die Kunden 387,3 GWh Wärme
abgegeben, was annähernd der Menge des Vorjahres entspricht.
Stabilisierend auf die Absatzentwicklung wirkt dabei die solide
Kundenstruktur mit einem hohen Anteil an Privatkunden.
Langfristige Risikooptimierung durch Beteiligung an
Gasspeicher "7-Fields"
Ende November 2009 wurde ein Übereinkommen über eine
Beteiligung am Gasspeicher "7-Fields" in Oberösterreich
erzielt. Mit dieser Kooperationsvereinbarung setzte die Energie
AG einen deutlichen Schritt in Richtung Diversifikation und
Flexibilisierung der Energiebeschaffung sowie des Ausbaus der
Gashandelstätigkeit. Der Anteilshöhe von 5 Prozent entspricht
ein Speichervolumen von 100 Mio. m³ Gas.
Solarengagement mit Inbetriebnahme des größten
Sonnenkraftwerkes Österreichs gekrönt
In Eberstalzell (Bezirk Wels-Land) krönte die Energie AG ihr
langjähriges Engagement im Bereich der Solarenergie. Nach nur
zweimonatiger Montage ging das österreichweit größte
Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Kollektorfläche von fast 9000
m2 und einer Leistung von 1 MW in Betrieb. Das Betriebsgebäude
wird das Kompetenz- und Innovationszentrum für Energieeffizienz
und Erneuerbare Energien des Konzerns und unterstreicht den
Forschungscharakter der Anlage.
Belastung der operativen Entwicklung im Segment Entsorgung
durch Einmaleffekte
Das Marktumfeld der Entsorgungsbranche in Europa ist nach
wie vor erheblich von den Folgen der globalen Wirtschaftskrise
betroffen. Im letzten Geschäftsjahr haben sich die auf
historische Tiefststände gefallenen Wertstoffpreise
schrittweise wieder erholt. Geringere Abfallaufkommen und vor
allem Überkapazitäten im Bereich der thermischen Verwertung
üben weiter massiven Druck auf die Entsorgungspreise aus.
Das operative Geschäft zeigte im ersten Halbjahr einen
positiven Verlauf. Es war geprägt von Preissteigerungen bei
Wertstoffen, spürbaren Auswirkungen der eingeleiteten
Kosteneffizienzprogramme und den stabilen Wertbeiträgen des
kommunalen Geschäfts in CEE. Das EBIT in Höhe von -12,5 Mio.
Euro ist allerdings wesentlich von zwei negativen
Sondereffekten geprägt, die die operative Entwicklung
überlagern. In diesem Zusammenhang wurde auf Basis zukünftiger
Markteinschätzungen im vorliegenden Halbjahresabschluss
bilanzielle Vorsorge getroffen.
Während in den Märkten Österreich, Deutschland und Südtirol
anhaltend schwierige Rahmenbedingungen in der
Entsorgungsbranche vorherrschen, konnten die Tochterfirmen der
AVE in den CEE-Ländern ihre positive Entwicklung fortsetzen.
Aufgrund der kommunalen Ausrichtung sind die Geschäftsmodelle
hier deutlich krisenresistenter.
Stabiles Wachstum im Segment Wasser: EBIT-Plus von 20
Prozent
Im Segment Wasser stieg die fakturierte Trinkwassermenge von
23,9 auf 25,8 Millionen Kubikmeter (plus 7,9 Prozent), die
Abwassermenge von 20,5 auf 21,1 Millionen Kubikmeter (plus 2,9
Prozent). Der Gesamtumsatz stieg im ersten Halbjahr 2009/2010
um 8,6 Prozent auf 58 Millionen Euro. Das operative Ergebnis
(EBIT) stieg auf 2,4 Millionen Euro.
Diese Zunahmen resultieren vor allem aus dem Erwerb der VHOS
a.s. in Mähren, wo die Energie AG damit einen weiteren
Wachstumsschritt setzte und die dritte Position am
tschechischen Wassermarkt damit deutlich absichern konnte. Nach
der Fusion der südböhmischen Gesellschaften zum 1. Mai 2010
nimmt die neue Gesellschaft CEVAK a.s. de führende Rolle auf
dem südböhmischen Markt ein. Die Energie AG versorgt bereits
über eine Million Menschen mit Trinkwasser und kümmert sich um
die Abwasser-Entsorgung von fast 660.000 Einwohnern.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/2010
Auch im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres wird auch
weiterhin großes Augenmerk auf Gegensteuerungsmaßnahmen zur
Beherrschung der aktuell ungünstigen äußeren Rahmenbedingungen
liegen. Konsequente Kosteneffizienz und eine zielgerichtete
Investitionsstrategie sollen die bestehende solide finanzielle
Position festigen und den wertorientierten Wachstumskurs sicher
stellen.
Mit einem erwarteten EBIT des Geschäftsjahres 2009/2010 über
dem Vorjahreswert wird der Energie AG-Konzern die Zeit nach der
Wirtschaftskrise einleiten.
Michael Frostel
Pressesprecher
Leiter Konzernkommunikation
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