03.01.2012: Rot-weiß-rote Meisterleistung: Rekordbohrung für Hochspannungskabel der Energie AG in Kleinreifling
Rot-weiß-rote Meisterleistung: Rekordbohrung für Hochspannungskabel der Energie AG in Kleinreifling Seit über drei Jahren läuft das Mittelspannungsverkabelungsprojekt der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH, bei dem durch Wald führende Mittelspannungsfreileitungen durch Erdkabel ersetzt werden. Ziel ist es, die Störanfälligkeit durch Witterungseinflüsse wie Sturm oder Schneedruck zu minimieren. Alleine 2011 werden für diese Projekte über 10 Mio. Euro investiert. Im Zuge der Verkabelung ist es in Kleinreifling erstmals gelungen, eine gelenkte Bohrung über 240 Meter Länge und eine Höhendifferenz von 40 Metern zu setzen - eine Leistung, die in Österreich bisher einzigartig ist.
Unvorhersehbare Überraschungen unter der Erdoberfläche (Gestein, Felsen und Einbauten) und enorme Anforderungen durch die Auswahl von unwegsamen Trassen (Steilhänge, Abgründe, Fluss- und Talquerungen) stellen alle Beteiligten bei der Verkablung der störungsanfälligen Waldleitungen vor besondere technische Herausforderungen. Dort, wo die Bautrupps mit konventionellen Grabungsgeräten an ihre die Grenzen stoßen, beginnt für die Rohrbau-Spezialisten der Fa. RBS der Alltag. Eines dieser Rohrbauprojekte im Gemeindegebiet von Kleinreifling wurde jetzt aufgrund der technischen Herausforderungen zum rot-weiß-roten Vorzeige- und Rekordprojekt.
Im Zuge der Arbeiten ist es erstmals gelungen, eine sogenannte Lenkbohrung mit einer Länge von 240 und einer Höhendifferenz von über 40 Meter zu realisieren. Die größte Schwierigkeit stellte die Querung des Schifflendbaches dar, der parallel zur Bundesstraße B115 verläuft, sich aber ca. 35 Meter tief in den Berg eingeschnitten hat. Nach Abschluss der umfangreichen Vorplanungen und aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse konnte nach sechs Arbeitstagen im dritten Versuch die Pilotbohrung erfolgreich gesetzt und im Anschluss für den Kabelzug erfolgreich aufgeweitet werden. Um die geplante Kabeltrasse errichten zu können war es notwendig, insgesamt sechs Teilbohrungen mit einer Gesamtlänge von 750 Metern herzustellen.
Die Kosten für das Verkabelungsprojekt für eine sichere und ausfallfreie Stromversorgung in der Region belaufen sich auf rund 310.000 Euro.
Michael Frostel
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