12.01.2012: Energie AG setzt nachhaltige Akzente für die Zukunft
211 Millionen Euro im Investitionsprogramm 2012: Energie AG setzt nachhaltige Akzente für die Zukunft und die heimische Wirtschaft
Die Energie AG feiert 2012 ihr 120-jähriges Bestehen und ist sich aus der Unternehmensgeschichte der Verantwortung gegenüber dem Land und seinen Menschen bewusst, denn die erfolgreiche Entwicklung von Oberösterreich ist eng mit der Geschichte des Unternehmens verbunden. Die Energie AG bekennt sich zu nachhaltigen Investitionen und wird den erfolgreich eingeschlagenen Weg der wachstums- und wertorientierten Investitionsoffensive fortsetzen. Damit können nachhaltige Akzente für die Zukunft des Landes und wichtige Impulse für die lokale Wirtschaft und den heimischen Arbeitsmarkt gesetzt werden. Im Geschäftsjahr 2011/2012 wird ein Gesamtvolumen von 211,6 Millionen Euro investiert. Der überwiegende Teil dieser Summe wird im Segment Energie und in Oberösterreich investiert.
"Die Energie AG bekennt sich seit jeher zur Fortführung des Generationenvertrages für unser Land. Auch im 120. Bestandsjahr unseres Unternehmens denken wir an morgen und setzen auf nachhaltiges Handeln", sagt Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner. Vor mehr als 100 Jahren wurden bereits visionäre Entscheidungen getroffen und Projekte umgesetzt, von denen Oberösterreich heute noch profitiert. Windtner: "Wir sind unseren Kindern und den zukünftigen Generationen verpflichtet - deshalb dürfen wir unsere Investitionen nicht kurzfristig betrachten, sondern sind gefordert, die Planungen auf Jahre und Jahrzehnte hinaus abzusichern. Die Investitionen von heute sind die Basis für eine gesicherte Zukunft und ein Fundament für zukünftige Entwicklungen."
Beginnend mit den Planungen zur ersten öffentlichen Stromversorgung in St. Wolfgang im Jahr 1892 haben sich die Energie AG und ihre Vorgängerunternehmen stets zum Maßstab genommen, langfristig, zukunftsorientiert, aber auch wegweisend und innovativ zu handeln. Jahr für Jahr wurden neue Kraftwerksprojekte in Angriff genommen, um den steigenden Bedarf an elektrischer Energie stillen zu können. 1924 setzte die Energie AG mit der Errichtung des Speicherkraftwerkes Partenstein einen Meilenstein in der Stromversorgung Österreichs: Der Strom aus dem leistungsstärksten Kraftwerk seiner Zeit wurde über eine eigens dafür errichtete 110 kV-Leitung bis in die Hauptstadt Wien transportiert. Ein Jahr später geht das Kohlekraftwerk Timelkam in Betrieb und läutet die thermische Energieerzeugung im Energie AG-Konzern ein.
Tradition und Innovation sind seit jeher Grundlage der Aktivitäten der Energie AG
Gerade für den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg waren erhebliche Investitionen notwendig. An der Traun und im Bundesland Salzburg wurde der Ausbau der Wasserkraft massiv vorangetrieben, moderne thermische Kraftwerke sowie leistungsfähige Stromleitungen sicherten die Stromversorgung in Oberösterreich nachhaltig ab.
Immer wieder setzt die damals als OKA firmierende Energie AG Akzente und vereint Tradition und Innovation zu beispielgebenden und wegweisenden Projekten. So positionierte sich die Energie AG mit dem Bekenntnis zur nachhaltigen und effizienten Energieerzeugung schon damals als Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien wie Photovoltaik, Biomassenutzung, Geothermie und Windenergie. Mit dem größten Photovoltaik-Forschungskraftwerk Österreichs in Eberstalzell, dem SolarCampus, hat die Energie AG erst kürzlich wieder ein Leuchtturmprojekt in Betrieb genommen und einen Meilenstein im Bereich Nachhaltigkeit gesetzt.
1989 stieg die Energie AG mit der Beteiligung an der Welser Abfallverwertung in den Entsorgungsmarkt ein und hat dieses Engagement mittlerweile erfolgreich ausgebaut. In Österreich ist die Entsorgungsgruppe AVE Marktführer sowie in den mittel- und osteuropäischen Staaten erfolgreich am Markt tätig. Ebenfalls nachhaltig und erfolgreich ist das Engagement im Bereich der Abwasserent- und Wasserversorgung. In Österreich und den angrenzenden Ländern werden mittlerweile mehr als 1.000 Gemeinden mit mehr als 1 Million Menschen versorgt.
Energie AG setzt im Jubiläumsjahr neue Impulse für die Zukunft
Mit den Investitionen des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 in Höhe von 211,6 Millionen Euro setzt die Energie AG in all ihren Geschäftsbereichen nachhaltige Impulse. Insgesamt 203,1 Millionen Euro werden in Sachanlagen investiert, 8,5 Millionen Euro sind Finanzinvestitionen.
Investitione:n Sachanlagen 203,1 Mio Euro
im Bereich
Energie:
152,6 Mio Euro
im Bereich
Entsorgung: 41,5 Mio
Euro
im Bereich
Wasser:
9,0 Mio Euro
Finanzinvestitionen:
8,5 Mio Euro
Summe: 211,6 Mio Euro
Das Investitionsprogramm des Geschäftsjahres 2011/2012, das
vom Wettbewerb der besten Projekte geprägt ist, versetzt die
Energie AG in die Lage, nicht nur energiepolitische Akzente,
sondern auch Impulse am heimischen Arbeitsmarkt zu setzen. "Es
ist unser Ziel, so viele Aufträge wie möglich zu rot-weiß-roten
Aufträgen zu machen", sagt Windtner.
Von den Investitionsprojekten befinden sich aktuell bereits
viele Projekte in Umsetzung, weitere werden 2012 begonnen. In
den kommenden Wochen und Monaten werden richtungsweisende
Entscheidungen erwartet, mit denen neue Projekte in Angriff
genommen werden können.
Wasser: Nutzung von vorhandenem Know-how zum Wohle der Kunden
Die Wassersparte ist in den 10 Jahren ihres Bestehens kontinuierlich gewachsen und ist heute ein stabiler Geschäftsbereich, der über 1 Million Menschen in 1.000 Städten und Gemeinden im In- und Ausland versorgt. Neben der weiteren Konsolidierung sollen 2012 die Chancen zur Marktverdichtung insbesondere in Tschechien und Österreich genutzt werden.
- In Österreich liegt der Schwerpunkt unverändert auf Serviceleistungen für Kommunen, Industrie und Gewerbe.
- Mit dem internationalen Know-how der Wasser-Gruppe liegt ein weiterer Fokus auf neuen Partnerschaftsmodellen mit Kommunen, damit Lösungen für die angespannte Finanzsituation der öffentlichen Hand gefunden werden können.
- Weiterer Ausbau von Innovation, Qualität und Sicherheit. Know-how aus dem Betrieb von 268 Wassergewinnungen, 12.400 Kilometer Leitungsnetz und 273 Kläranlagen wird noch stärker gebündelt und steht allen kommunalen Vertragspartnern zur Verfügung.
Entsorgung: Neue Chancen am Markt mit der Nutzung von Abfall als Rohstoff der Zukunft
Nach dem offensiven Wachstumskurs im Entsorgungsbereich und dem erfolgreichen Abschluss des Projektes "AVE-Turnaround" wird die erfolgreich eingeleitete Konsolidierung und Strukturoptimierung weiter fortgesetzt. Die Wertstoffpreise auf anhaltend gutem Niveau haben den Aufbau eines länderübergreifenden Rohstoffmanagements positiv beeinflusst und vorangetrieben. Über das "AVE Material Management"-Projekt können die Aktivitäten auf internationaler Ebene über alle acht Entsorgungsmärkte zur besseren Vermarktung von Wertstoffen zusammengeführt werden. Damit wird schon heute den künftigen EU-Zielen zur Müllvermeidung durch weitreichendes Recycling entsprochen. Zudem können aus den Abfallmengen wertvolle Rohstoffe gewonnen werden und wiederverwertet werden. Gleichzeitig kann durch die gesamtheitliche Bearbeitung der Abfallmengen die Anlagenauslastung optimiert werden.
Investitionen erfolgen im laufenden Geschäftsjahr vor allem in die weitere Struktur-und Ablaufoptimierung der Entsorgungs-Gruppe:
- Neuerungen und Instandhaltungen im Fuhrpark
- Ausbau des Bord-Computer-Systems für die automatische Mengenerfassung und Abrechnung auf den Sammelfahrzeugen
- Optimierung der Schlackeaufbereitung am Standort der WAV in Wels und den internationalen Deponiestandorten in Osteuropa
Erdgas: Wichtiger Rohstoff für künftige Energieversorgung Oberösterreichs
Im Geschäftsfeld Gas kommen - weil Erdgas als eines der wesentlichen Standbeine in die Energiezukunft anzusehen ist - zusätzliche Herausforderungen auf die Energieversorger zu. Deshalb wird für die steigende Nachfrage nach Erdgas und vor allem in Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit investiert.
- Beteiligung am Erdgasspeicher "7 fields", damit die Versorgungssicherheit gewährleistet und weiter ausgebaut werden kann
- Ausbauprojekte im Hochdruckleitungsnetz (aktuell: Versorgungsleitung HDL100 von Puchkirchen nach Reitsham) für die Anbindung von Erdgasspeichern und Erhöhung der Leitungskapazitäten für Oberösterreich
- Absicherung des künftigen Erdgas-Bedarfs durch Beteiligung an der Tauerngasleitung.
Ergebnisse des "Masterplanes Wind" entscheidend für weiteres Engagement
Mit dem Vorliegen des " Masterplanes Wind" werden in Oberösterreich auch die Rahmenbedingungen für die Nutzung von Windenergie neu gesetzt. Die Energie AG hat unabhängig davon ihre eigenen Standorterhebungen gemacht, aufbauend auf denen eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie auch in Oberösterreich möglich erscheint. Entsprechend der sich aus dem Masterplan ergebenden Möglichkeiten wird die Energie AG ihr Projekt weiterentwickeln und erste Schritte zur Messung der tatsächlichen Windpotenziale einleiten.
Kraftwerke: Ausbau der Wasserkraft und wichtige Weichenstellungen
Im Bereich der Stromerzeugung wird der Ausbau der Wasserkraft (Investitionsvolumen mehr als 18 Millionen Euro, im Jahr 2012/2013 wird sich diese Summe entsprechend dem Bauverlauf voraussichtlich verdoppeln) konsequent fortgesetzt:
- Kraftwerk Kleinarl (Kleinarl-Tal, Salzburg; 1,8 MW, ca. 9 GWh = 7.500 Einwohner) in Bau
- Ersatzneubau der aus dem Jahr 1916 stammenden Anlage an der Traun in Stadl-Paura (4,55 MW, ca. 19,5 GWh = 16.500 Einwohner) in Bau
Im laufenden Geschäftsjahr stehen weitere wesentliche Weichenstellungen für die Zukunft auf dem Programm:
Ersatzneubau des Traunkraftwerkes Bad Goisern: Genehmigung liegt vor.
- Im Jänner wird der positive Bescheid der Umweltverträglichkeitsprüfung für ein neues Gas-und-Dampf-Kraftwerk der 400 MW-Klasse in Riedersbach erwartet.
- Projekt Pumpspeicherkraftwerk Ebensee wird für die Umweltverträglichkeitsprüfung im Herbst 2012 vorbereitet.
Netz: Sichere Versorgung und Entwicklung des Netzes zum "Smart Grid"
Bereits seit Jahren investiert die Energie AG Oberösterreich Netz GmbH konsequent in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes. Jahr für Jahr fließen rund 60 Millionen Euro in die Verbesserung der Versorgungssicherheit, die Optimierung der Netzanlagen und die Steigerung der Effizienz, um Leitungsverluste so gering wie möglich zu halten.
Investitionsschwerpunkte 2012:
- Warten auf Genehmigungsbescheid für das Projekt Stromversorgung Almtal-Kremstal
- Fortführung des Sonderprogrammes zur Verkabelung störungsanfälliger Mittelspannungsleitungen
- Umbau des Stromnetzes zum modernen, mitdenkenden, intelligenten Stromnetz der Zukunft
- Fortführung des Flächen-Roll-Outs der intelligenten Stromzähler ("smart meters") mit rund 50.000 weiteren Geräten in den Regionen Steyr, Traun, St. Florian und im inneren Salzkammergut (Bad Ischl / Strobl)
- Pilotprojekt zur Integration von dezentralen Photovoltaikanlagen im bestehenden Verteilnetz Eberstalzell gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Technologie und Innovation sowie dem Land Oberösterreich
Wärme: Sauberer Versorgung mit Komfort und Nachhaltigkeit gehört die Zukunft
Angesichts der strengen Vorgaben zum Klimaschutz und des Umweltschutzes bei der Versorgung von Raumwärme rückt vor allem in Ballungszentren die Nutzung von erneuerbaren Energiequellen für die Fernwärmeversorgung immer mehr in den Mittelpunkt.
- Für Österreichs größtes Geothermieprojekt im Innviertel wurde ein Heißwasserstrom erschlossen, im heurigen Jahr werden die Versorgungsleitungen errichtet, im Herbst sollen in einem ersten Ausbauschritt 250 Kunden im Stadtgebiet Ried im Innkreis mit rund 55 GWh umweltfreundlicher Fernwärme versorgt werden.
- Ein Fernwärme-Vorzeigeprojekt basierend auf Biomasse setzt die Energie AG gemeinsam mit der EVN in Oberösterreichs drittgrößter Stadt Steyr um.
- Der Ersatzneubau des Heizkraftwerks Kirchdorf nimmt bereits konkrete Formen an. Künftig werden drei moderne Gasmotoren den elektrischen Wirkungsgrad beinahe verdoppeln und die Bezirkshauptstadt Kirchdorf mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgen.
Finanzstrategie: Nachhaltige Investitionen steigern den Wert des Unternehmens
Aus finanzwirtschaftlicher Sicht stehen die Erhaltung sowie die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswertes im Vordergrund. Die Erfahrungen und vor allem die Erfahrungswerte aus der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 haben den Konzern gut für ein in Bewegung befindliches Markt- und Wirtschaftsumfeld gerüstet.
Aktives Finanzmanagement, stabile Finanzierungsstrukturen, sowie das Know-how, zum Vorteil des Konzerns auf dem Kapitalmarkt zu agieren, sichern der Energie AG den Spielraum für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Wirtschaften.
Die Bestätigung des Ratings dokumentiert, dass die Energie AG ein verlässlicher Partner für Eigen- und Fremdkapitalgeber ist. Das Rating des Unternehmens wurde im Jänner 2011 wieder mit der sehr guten Bonitätsnote "A" bestätigt. Gleichzeitig wurde der Rating-Outlook von "Negative" wieder auf "Stable" angehoben.
Michael Frostel
Pressesprecher
Leiter Konzernkommunikation
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