17.01.2012: Bürgerbeteiligungsmodell zur Fortführung der Photovoltaik-Initiative
Mehr Solarenergie für OÖ: Bürgerbeteiligungsmodell zur Fortführung der Photovoltaik-Initiative.
Die Energie AG vereint seit 120 Jahren Tradition und Innovation und zählt seit Jahrzehnten zu den Vorreitern bei der Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung. Höhepunkt war die Errichtung von Österreichs größtem Photovoltaik-Forschungskraftwerk in Eberstalzell, im Jubiläumsjahr setzt die Energie AG diese Solarinitiative fort: Jetzt haben alle Kunden der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH die Möglichkeit, sich an neuen, dezentralen Sonnenkraftwerken zu beteiligen. Das eingesetzte Kapital wird 13 Jahre lang fix mit 3,3 Prozent verzinst.
Seit 120 Jahren ist die Energie AG das Bindeglied zwischen Tradition und Innovation und ist seit Jahrzehnten Vorreiter bei der Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung:
- Vor mehr als 20 Jahren wurde am Loser im Ausseer-Land das höchstgelegene Sonnenkraftwerk der Ostalpen in Betrieb genommen
- An der Südseite der Konzernzentrale befindet sich seit 2008 Österreichs größtes fassadenintegriertes Photovoltaik-Kraftwerk.
- Seit Sommer 2010 liefert das größte Photovoltaik-Forschungskraftwerk des Landes mehr als 1 Million Kilowattstunden Strom pro Jahr.
Im Jubiläumsjahr setzt die Energie AG diese Solarinitiative fort. Mit der Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" kann jeder Kunde im Gebiet der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH die Errichtung eines großen Photovoltaik-Kraftwerks mitfinanzieren und so in die Energieerzeugung kommender Generationen investieren, ohne selbst ein Investitionsrisiko durch bauliche Veränderungen am eigenen Haus einzugehen oder sich um die Anlagenwartung und Instandhaltung kümmern zu müssen.
Vorteile für Kunden, die in die Solaroffensive der Energie AG investieren:
- Ertrag ab dem ersten Jahr
- Photovoltaik ohne technisches Know-how, ohne eigene Wartung
- Keine Behördenwege, z.B. bei Förderanträgen
- Professionelle Betriebsführung durch die
Energie AG, daher kein eigenes Risiko - Vertragspartner ist die Energie AG Oberösterreich
- Errichtung von lokalen Photovoltaikanlagen
- Zukunftsweisende Investition in die Stromerzeugung der nächsten Generation
- Aktiver Beitrag zum Umweltschutz durch
CO 2-Einsparung
Drei verschiedene Beteiligungsmodelle stehen zur Auswahl
"Wir wissen, dass viele unserer Kunden daran interessiert sind, in die Energieerzeugung der Zukunft zu investieren", sagt Energie AG-Generaldirektor Leo Windtner. Allerdings hätten nicht alle die Möglichkeit, dies auch umzusetzen - Bewohner von Wohnungen oder jene, deren Haus nicht sonnenbegünstigt genug liegt, haben gar keine Möglichkeit, Energie aus der Kraft der Sonne zu erzeugen.
Aber auch jene, die sich nicht mit technischen Details von Errichtung und Betrieb einer Photovoltaik-Anlage beschäftigen wollen, sind bei der Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" richtig. "Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit, durch Abschluss eines Darlehens-Vertrages in die Sonnenenergie zu investieren. Die Gesamtlaufzeit beträgt 13 Jahre, die Verzinsung fix 3,3 Prozent", erklärt Windtner.
Jeder Kunde der Energie AG Oberösterreich Netz GmbH kann aus drei verschiedenen Angebotspaketen ein Wunschinvestment wählen, die Anzahl der Beteiligungspakete ist begrenzt:
| Paket | Leistung | Kosten |
| A | 1,0 kWp | 2.800 € |
| B | 0,5 kWp | 1.400 € |
| C | 0,25 kWp | 700 € |
Entscheidet sich ein Kunde für Paket A mit 1,0 kWp installierter Photovoltaikleistung (kWp = Kilowatt peak [1]), beträgt sein Investitionsbedarf 2.800 Euro. Er erhält über die Laufzeit von 13 Jahren für ein volles Jahr jährlich 268 Euro zurück. Dieser Betrag wird auf der Kundenkonto gutgeschrieben. Er setzt sich aus der Rückzahlung der 2.800 Euro und Zinsen (3,3 Prozent jährlich auf das aushaftende Kapital) zusammen. Beim Paket B beträgt die jährliche Gutschrift 139 Euro, beim Paket C 69,50 Euro.
Die Laufzeit und die Verzinsung sind bei allen Varianten mit 13 Jahren und 3,3 Prozent auf das aushaftende Kapital gleich. Die Verzinsung ist entsprechend den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes steuerpflichtig, nicht jedoch die Tilgung des eingesetzten Kapitals.
Vorerst bis zu 10 Sonnenkraftwerke mit 1200 kW Leistung in ganz Oberösterreich
Die Energie AG wird im Zuge dieser Solaroffensive in ganz Oberösterreich an geeigneten Standorten Photovoltaik-Anlagen errichten. Die Gesamtleistung aller Kraftwerke wird 1200 kWp betragen. Die installierte Gesamtleistung aller Anlagen zusammen ist somit größter als jene des "SolarCampus der Energie AG" in Eberstalzell. Errichtet werden die Anlagen auf geeigneten Gebäuden und Flächen in Oberösterreich.
Erste Projekte sind zum Beispiel das Dach der AVE-Kompostierhalle in Wels und - als Freifläche - am Gelände des Wärmekraftwerks Timelkam geplant:
- Die PV "Kraftwerk Timelkam" wird über eine Leistung von ca. 400 kWp verfügen, ca. 400.000 Kilowattstunden erzeugen und damit den jährlichen Strombedarf von über 100 Haushalten decken
- Bei der PV "AVE Wels" beträgt die Leistung ca. 150 kWp, die Erzeugung liegt bei ca. 150.000 Kilowattstunden (entspricht rund dem Jahresstrombedarf von ca. 45 Haushalten)
Die Energie AG ist gerade im Bereich netzgekoppelter Anlagen, wie sie bei der Aktion "Solarenergie für Oberösterreich" zum Einsatz kommen, österreichweit Vorreiter. Die Kompetenz, die die Energie AG über Jahre hinweg aufgebaut und beim Bau des "Solarcampus der Energie AG" in Eberstalzell wieder unter Beweis gestellt hat, kommt beim Projekt " Solarenergie für Oberösterreich" zum Tragen:
- Neueste Forschungsergebnisse über verschiedene Typen von Photovoltaik-Modulen, Montage und Netzanschluss werden praktisch umgesetzt.
- Die große Erfahrung stellt höchste Energieerträge sicher.
- Die Erkenntnisse aus Eberstalzell sorgen für eine lange Lebensdauer und eine professionelle Betreuung der Anlagen.
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer: Oberösterreich ist Vorreiter bei der Nutzung der Sonnenenergie
Energie ist das Zukunftsthema Nummer Eins und hat durch die Ereignisse von Fukushima eine traurige Aktualisierung erfahren. Der Anti-Atomkurs des Landes Oberösterreich hat sich damit mehr als richtig erwiesen - auch andere europäische Staaten folgen jetzt unserem Beispiel.
Wir setzen auf erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Dabei gilt es nicht nur die Potentiale in der Wasserkraft auszuschöpfen, die Erzeugung und Speicherung mittels Pumpspeicherkraftwerken voranzutreiben und die Biomasse auszubauen, sondern auch die Möglichkeiten für Windkraft und die Nutzung der Sonnenenergie - Photovoltaik zur Erzeugung von elektrischem Strom und Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung - umfassend zu nutzen.
Oberösterreich gehört schon heute zu den Vorreitern bei der Nutzung der Sonnenenergie. Mit dem größten Photovoltaik-Forschungskraftwerk, dem "SolarCampus" in Eberstalzell, hat die Energie AG ein Leuchtturmprojekt bereits erfolgreich umgesetzt und neue Maßstäbe gesetzt, bei der Sonnenkollektor-Fläche pro Kopf zur Warmwasserbereitung liegt Oberösterreich weltweit auf Rang drei. Bereits 2030 soll der Strom aus unserem Bundesland zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern kommen.
Mit der Photovoltaik-Initiative setzt die öffentliche Hand ein Zeichen. Es ist einzigartig - bereits bestehende, ungenützte Flächen-Ressourcen wie z.B. Dächer für die Gewinnung von erneuerbarer Energie heranzuziehen und damit den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, sich bei diesem Zukunftsprojekten zu beteiligen.
Der richtige Umgang mit allen uns zur Verfügung stehenden Ressourcen bringt uns in Oberösterreich nicht nur Energieautarkie, sondern eine noch bessere Lebensqualität.
Energielandesrat Rudi Anschober: In Oberösterreich geht die Sonne auf
Oberösterreich hat als erste Region Europas die Energiewende, die vollständige Umstellung der Energieerzeugung bei Raumwärme und Strom bis 2030 auf Erneuerbare Energieträger, beschlossen. In den allermeisten Bereichen wird dieses Ziel erfolgreich schrittweise umgesetzt. Schwächen gibt es noch bei der Verringerung des Stromverbrauches sowie bei der Erzeugung von Windstrom und Sonnenstrom.
Diese Mängel wollen wir im heurigen Jahr beseitigen: durch Stromsparkampagnen und ein neues Energieeffizienzgesetz, durch einen Windmasterplan, der der Landesregierung in wenigen Wochen vorgelegt wird, und durch eine Offensive für den Sonnenstrom, die dadurch möglich wird, dass es uns gelungen ist, das bisherige Ökostromverhinderungsgesetz zum Rückenwind für Ökostrom zu verändern.
In Oberösterreich soll die Sonne aufgehen - das gelingt uns schon sehr gut bei der Solarwärme und das wollen wir nun durch eine Ausbauoffensive auch bei Solarstrom verwirklichen.
Bis Ende 2010 wurden in OÖ 800 PV-Anlagen verwirklicht, im Jahr 2011 waren es rund 2.000, 2012 streben wir - sofern die Ökostromgesetznovelle 2012 vollinhaltlich in Kraft tritt - insgesamt 6.000 Anlagen an. Diese Ausbaumenge soll bis Ende 2015 beibehalten werden, dann werden wir Ende 2015 einen Quadratmeter PV pro Einwohner haben.
BürgerInnenkraftwerke sind dabei ein wesentliches Instrument für uns, für das ich mich seit Monaten besonders einsetze: damit können auch BürgerInnen, die kein geeignete Hausdach besitzen, zum Produzenten von Solarstrom werden.
