07.10.2009 Unternehmen profitieren von marktkonformen Strompreisen

Unternehmen profitieren von marktkonformen Strompreisen VEÖ: Strompreise in fast allen Nachbarländern deutlich höher

Österreichs Unternehmen profitieren von einer hohen Versorgungssicherheit bei Strom und günstigen Strompreisen. "Mit einer Versorgungssicherheit von 99,9 Prozent liegen wir an der Spitze der EU", erklärte die Generalsekretärin des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ), Barbara Schmidt." Bei den Strompreisen für Industrie und Klein- und Mittelunternehmen liegt Österreich im EU-Vergleich auf Rang 14 von 27 Mitgliedsstaaten.

Durchschnittlich 9,05 Cent pro Kilowattstunde für Leistung und Netz kostet Strom für Industrieunternehmen in Österreich und ist damit günstiger als in den meisten westeuropäischen Industriestaaten. Schmidt: "Leider haben wir in Österreich aber mit 3,81 Cent die im Europavergleich dritthöchsten Steuern und Abgaben auf Strom, sodass wir beim Gesamtpreis nur Rang elf erreichen. Dass die österreichischen Preise wettbewerbsfähig sind, zeigt sich zudem daran, dass sich viele ausländische Anbieter wieder aus dem Markt zurückgezogen haben." Bei Klein- und Mittelbetrieben beträgt der Strompreis inklusive Netzgebühren im Schnitt 10,44 Cent, die Steuern und Abgaben liegen bei 3,96 Cent. Das bedeutet ebenfalls Rang 14 in der EU. Nur in Deutschland und Dänemark ist die Steuerbelastung noch höher als in Österreich, wobei die nichterstattungsfähigen Steuern (ohne Mehrwertsteuer) - die für Unternehmen besonders relevant sind - sogar die höchsten Europas sind. Trotz der hohen Steuerbelastung ist der Gesamtpreis in 10 Ländern Europas höher als in Österreich. Auch im Durchschnitt der EU-27 ist ein höherer Stromtarif für Industriekunden zu bezahlen als in Österreich. In allen Nachbarländern mit Ausnahme Sloweniens zahlen Industriekunden selbst inklusive der Steuern und Abgaben zwischen vier und 31 Prozent mehr für jede Kilowattstunde Strom. Die stabilen und wettbewerbsfähigen Strompreise im europäischen Vergleich stärken damit die Konkurrenzfähigkeit der österreichischen Unternehmen und des Industriestandortes Österreich ebenso wie die Kaufkraft der Haushalte.

Endkundenpreise werden maßgeblich durch die Strombörse bestimmt ´

Die Endkundenpreise werden im liberalisierten Strommarkt maßgeblich durch die Entwicklung an den Strombörsen bestimmt, wo es im vergangenen Jahr zu starken Preisschwankungen gekommen ist. Die Grundlast-Futures für das Jahr 2010 erreichten im Sommer 2008 einen Höchstwert von 90 € pro Megawattstunde und lagen damit um mehr als ein Drittel über den Preisen im Jänner desselben Jahres. Bis Februar 2009 sank der Preis auf unter 45 € pro Megawattstunde und liegt derzeit im Bereich von 50 € pro Megawattstunde. Mittel- bis langfristig erwarten Analysten aber erneut deutliche Anstiege der Großhandelspreise, vor allem wenn die Konjunkturerholung wieder einsetzt. Industriekunden kaufen ihren Strom über Produktportfolios auf Basis der aktuell gültigen Großhandelspreise, wodurch das niedrigere Großhandelspreisniveau der Industrie direkt zugute kommt. Allerdings wirken sich Preissprünge an den Börsen dann direkter auf die Beschaffung aus.

Wien, 07.10.2009

Rückfragenhinweis: Pressestelle des Verbands der Elektrizitätsunternehmen Österreichs (VEÖ) Ernst Brandstetter, Mobil: +43 (0) 676 845 019 260 E-Mail: presse@veoe.at

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