Netzanlagen
Leitung: Dipl.-Ing. Gerhard Föger
Die Mitarbeiter der Abteilung Netanlagen sorgen dafür, dass die "Assets", also die Betriebsmittel des Stromnetzes optimal eingesetzt werden und eine bestmögliche Versorgungsqualität für unsere Kunden erreicht wird.
In der Netzentwicklung erfolgt die mittel- und langfristige Netzplanung. Außerdem werden regelmäßig Netzberechnungen im Mittel- und Hochspannungsnetz zur Prüfung der Einhaltung der Spannungs- und Leistungsgrenzen und zur Ermittlung der optimalen Netzstrukturen durchgeführt. Als wesentliches Kriterium steht die Zuverlässigkeit der Stromversorgung für die Kunden im Zentrum aller Planungen.
Im Rahmen des Netzanlagenmanagements werden Lebenszyklusanalysen für die einzelnen Betriebsmittel des Netzes durchgeführt und dem Asset Management die Informationen zum optimalen Finanzmitteleinsatz zur Verfügung gestellt. Die daraus abgeleiteten Investitions- und Instandhaltungsarbeiten werden durch die Netzanlagenmanager beauftragt und abgewickelt.
In der Netzanalyse werden das zentrale Netzdaten- und -auskunftssystem (GIS) sowie weitere Softwaresysteme entwickelt und betreut, die erforderlichen Netzstatistiken und -auswertungen erstellt und die regelmäßige Zustandsbeurteilung der vielen tausenden Holzmaste durchgeführt.
Basierend auf den Berechnungen und Trendanalysten der
Netzentwicklung arbeiten Mitarbeiter der Gruppe
Leitungen Projekte für den Neubau und die
Instandsetzung im Hochspannungsnetz aus. Dazu gehören auch die
Vereinbarungen mit Grundeigentümern und die Erledigung aller
Rechts- und Grundbuchsangelegenheiten, die mit der Errichtung
und dem Betrieb von Leitungsanlagen zusammenhängen, wenn die
Hochspannungsleitung über ein Privatgrundstück führt.
Ebenfalls zum Aufgabengebiet zählt die Standardisierung und
Normierung der im Netz eingesetzten Materialien sowie die
statische Dimensionierung aller Freileitungstragwerke.
Die Mitarbeiter der Projektplanung Schaltanlagen planen alle Umspannwerke und Schaltanlagen im Netz der Energie AG und überwachen die Errichtung der Anlagen durch die ausführenden Firmen.
Durch das öffentliche Stromnetz werden viele verschiedene Kundengruppen versorgt, z.B. Haushalte, Industriebetriebe oder auch Kraftwerke. Gemeinsam haben diese Netzkunden, dass sie durch ihren Verbrauch (bzw. ihre Kraftwerks-Erzeugung) die Eigenschaften der Spannung (Höhe der Spannung, Spannungsschwankungen und Oberschwingungen) beeinflussen. Gemeinsam haben diese Netzkunden aber auch, dass sie für den störungsfreien Betrieb ihrer elektrischen Geräte und Systeme ein gleichbleibend hohes Qualitätsniveau verlangen.
Die Rückwirkungen auf das Netz müssen daher begrenzt werden. Die Mitarbeiter der Gruppe Spannungsqualität beschäftigen sich mit Maßnahmen und Regelungen, die Netzrückwirkungen von Verbrauchern und Erzeugern begrenzen und die bei einem Netzanschluss besonders empfindlicher Anlagen erforderlich sind. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt dieser Gruppe ist die Personensicherheit der elektrischen Anlagen. Durch die Beteiligung an nationalen und internationalen Forschungsprojekten wird auch sichergestellt, dass die vielfach geforderten "intelligenten Netze der Zukunft" real umgesetzt werden können.
Die Mitarbeiter der Gruppe Kundenanlagentechnik betreuen komplexe Neuanschlüsse und Änderungen von Kundenanlagen (mit Wandlermessung), führen Messungen bezüglich Spannungsqualität bei Kundenbeschwerden oder Störungen durch und beraten Kunden sowie Elektroinstallateure zu Themen wie Schutzmaßnahmen, Blindstrom und Errichtungsbestimmungen.
Das Kompetenzzentrum für Kleineinspeiser wickelt alle Anfragen von dezentralen Einspeisern bezüglich Netzanschluss ab. Dabei werden vor allem die Voraussetzungen für einen Anschluss im Niederspannungsnetz definiert und die Netzverträglichkeit der geplanten Anlagen geprüft. Hier erfolgt auch die Datenpflege, die hausinterne Koordinierung bis zur Inbetriebnahme sowie die Korrespondenz mit den staatlichen Förderstellen und der Landesregierung als Elektrizitätsbehörde.
