(geb. 1975 in Ungarn) studierte Textil, Kunst & Design an der Kunstuniversität Linz. Neben ihrer freien künstlerischen Praxis war sie viele Jahre als Bühnen- und Kostümbildnerin tätig.
2024 hat sie das Ateliersstipendium der Energie AG erhalten und teilt sich das Atelier mit Katja Vassilieva.
Slow Moving (2026)
Für die Ausstellung in der Energie AG entwickelt Ilona Ágnes Tömő eine ortsspezifische Arbeit, die sich unmittelbar auf die Architektur und den Raum des Foyers bezieht. Die organisch wirkende Arbeit schlingt sich um eine Säule und breitet sich fließend im Raum aus. Zwischen Leichtigkeit und beinahe körperhafter Präsenz entsteht eine beeindruckende Installation.
Geprägt durch ihr Studium im Bereich Textil.Kunst.Design an der Kunstuniversität Linz arbeitet Tömő seit vielen Jahren mit Materialien, die sie bewusst unkonventionell einsetzt. Im Zentrum ihres künstlerischen Interesses stehen dabei alltägliche Gebrauchs- und Wegwerfprodukte, die sie aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang löst und in neue räumliche Zusammenhänge überführt. Dabei geht es weniger um eine dekorative Wirkung als um die präzise konzeptuelle Transformation des Materials.
Die Installationen entstehen stets in Bezug auf den jeweiligen Ort und entwickeln sich im Arbeitsprozess gemeinsam mit dem Raum.
Indem scheinbar banale Genstände zu Kunstobjekten werden, eröffnet Tömő zugleich gesellschaftliche und ökologische Fragestellungen. Das Wegwerfprodukt wird zum Artefakt erhoben und erhält neue Bedeutungsebenen zwischen Materialität, Wertigkeit und Wahrnehmung.


