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Die Geschichte der Energie AG

Seit mehr als 130 Jahren entwickeln wir Energie weiter. Aus regionalen Anfängen ist ein vielseitiger Infrastrukturanbieter geworden. Für Energie, Wasser, Entsorgung, Telekommunikation und digitale Services. Mit innovativen Technologien, einer leistungsfähigen Netzinfrastruktur und Verantwortung für kommende Generationen gestalten wir Versorgungssicherheit und Lebensqualität nachhaltig mit. 

Geschichte OKA Dampfzentrale St. Wolfgang 1894 OKA
1892-1928

Pionierzeit

1892: Die lange Geschichte der Energie AG beginn mit der planung des Dampfkraftwerks in St. Wolfgang durch die Firma Stern & Harfl. Dieses erste KRaftwerk legt den Grundstein für die öffentliche Stromversorung in Oberösterreich.

 

1894: Ab 1894 versorgt dieses erste Kraftwerk mit einer Leistung von 18kW das Schafberhotel, die neu erschlossenen Wetterlochhöhlen und den Markt in St. Wolfgang mit Licht. Im selben Jahr wurde noch ein weiteres Kraftwerk in Gmunden errichtet, dessen Strom zum Betrieb der elektrischen Lokalbahn herangezogen wurde.

 

1901: Der nächste große Meilen-stein: Das Drehstromkraftwerk Traunfall, das erste große Wasserkraftwerk Oberösterreichs, nimmt mit 1.800 kW Leistung Betrieb auf.

 

1908: Ein Paradebeispiel für die Nutzung der Wasserkraft im Einklang mit Natur und Umwelt ist das Jugendstil-Kraftwerk Steyrdurchbruch, welches 1908 nach Plänen von Mauriz Balzarrek ans Netz geht.

 

Bis 1914: Es entsteht ein kleines „Stromimperium" mit 7 Kraftwer-ken, 247 Trafostationen, 576,7 km Hochspannungsleitungen. So werden 2.580 Verbraucher:innen in Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark mit Strom beliefert.

 

1924: Das Kraftwerk Partenstein geht in Betrieb - mit 22.100 kW ist es Österreichs erstes Groß-wasserkraftwerk. Uber die neue 110-KV-Leitung wird Strom bis nach Wien geliefert. Im selben Jahr starten auch das Speicher-kraftwerk Ranna und das Kohlekraftwerk Timelkam, das den thermohydrau-lischen Verbund begründet. Fünf Jahre später verfügt die „Oster-reichische Kraftwerke AG" (ÖKA) über 12 Wasserkraftwerke, 2 Kohlekraftwerke, 85 MW Leistung und 3.250 km Stromleitungen.

Böhmerwaldstraße, Gebäude alt, OKA
1929-1947

Dynamik in schwierigen Zeiten

Nach der Weltwirtschaftskrise 1929 bringt der Anschluss an das Deutsche Reich große Veränderungen. Im Zuge der Aufrüstung werden große Betreibe gebaut, wie etwa die Stahlwerke in Linz oder das Aluminiumwerk Ranshofen. Diese Industrien brauchen viel Energie: Neue Kraftwerke entstehen am Inn und an der Enns.

 

Die Kraftwerke Oberdonau AG, ein Vorgänger der Energie AG plant die Kraftwerkskette Kaprun. 1943 überschreitet die Stromproduktion erstmals eine Milliarde kWh, fast die Hälfte aus Wasserkraft.

 

Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs 1945 sinkt der Energieverbrauch durch den Wegfall der Rüstungsindustrie während die privaten Haushalte mehr Strom nutzen. 1947 werden die Landesgesellschaften von der Verbundgesellschaft getrennt - der Grundstein für die heutige E-Wirtschaft ist gelegt. Aus der Landesgesellschaft entsteht die Oberösterreichische Kraftwerke AG (OKA).

Kraftwerk Gmunden Historisches Bildmaterial
Hochwasser Überlauf 2003
1948-1998

Aufbruch

Mitte der 1950er-Jahre
Mit stabilen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen wächst der Wohlstand - und damit der Strom bedarf. Das Netz wird ausgebaut, neue Kraftwerke wie Riedersbach I entstehen, und bestehende Anlagen werden modernisiert.

 

1970er-Jahre
Die Ölkrise lässt die Preise explodieren und beendet den Traum vom grenzenlosen Wachstum. Kernkraft scheint zunächst eine Lösung, doch bei der Volksabstimmung zu Zwentendorf lehnt die Mehrheit der Österreicher:innen sie ab. Die Energie AG reagiert: Sie forciert den Ausbau der Wasserkraft, sucht intensiv nach alternativen Energiequellen und verankert die Nutzung erneuerbarer Energien sowie Energieeffizienz in ihren Unternehmensstatuten. Der Zukunft sauberer Energie sind keine Grenzen gesetzt: vom Elektroauto über das Sonnenkraftwerk am Loser bis zum breiten Einsatz von Wärmepumpen. 

 

Umwelt- und Kraftwerksbau
Die Energie AG beweist ihr Umweltbewusstsein nicht nur bei der Photovoltaik, Windkraft und Wärmepumpen. Auch im Kraftwerksbau setzt sie wichtige Zeichen: Das Traunkraftwerk Lambach wird zum Beispielprojekt für die demokratische Beteiligung und ökologische Standards - ein Vorbeild für viele Wasserkraftwerke der 70er- und 80er-Jahre. Diese Entwicklungen tragen dazu bei, dass Oberösterreich bis heute Wasserkraftbundesland Nr. 1 ist und ein Vorreiter der Energiewende bleibt.

 


1990er-Jahre
Mit dem Haus der Zukunft in Schmiedin zeigt die Energie AG, wie energieeffizientes Wohnen praktisch funktioniert. Gleichzeitig steigt das Unternehmen mit der Marke AVE in Abfallentsorgung und -verwertung ein.

Wärmekraftwerk Riedersbach
Luftaufnahme
Laresser
Luftbild
Revision 2004
Turbine
1999-heute

Von regional zu international

Am 1. Jänner 1999 wird aus dem Traditionsunternehmen OKA die Energie AG Oberösterreich. Mit dem Sprung ins neue Jahrtausend entwickelt sich das Unternehmen vom regionalen Stromversorger zu einem modernen, international aktiven Infrastrukturkonzern. Im Vordergrund stehen seither Beratung und Service. Das Service Team (Call Center) wird eingerichtet, das Rechnungswesen wird vereinfacht. Damit beginnt das Dienstleistungszeitalter bei der Energie AG.

 

Die Liberalisierung des Strommarkts bestätigt diesen Kurs. Trotz neuer Wechselmöglichkeiten bleibt der Großteil der Kundinnen und Kunden der Energie AG treu. 

Erweitete Geschäftsfelder

Die Energie AG erweitert ab 1999 ihre Geschäftsfelder und steigt in Österreich sowie den CEE-Staaten in die Entsorgung, Wasserversorgung, Telekommunikation und den Wohnbau ein. Heute versorgt die Wasser-Gruppe über 1.000 Gemeinden mit Trinkwasser. Die damalige AVE (heute Umwelt Service GmbH) ist Marktführer in Österreich und auch in Osteuropa stark vertreten.

Power Tower

2008 eröffnet der PowerTower in Linz – Konzernzentrale und erstes Bürohochhaus Österreichs im Passivhaus-Standard. Der 19-stöckige Turm ist ein Musterbeispiel für energieeffizientes Bauen.

2010 folgt der SolarCampus Eberstalzell, damals das größte Sonnenkraftwerk des Landes.

Intelligente Stromnetze

2011 legt Oberösterreich mit 100.000 digitalen Stromzählern den Grundstein für ein intelligentes Stromnetz.


5 Jahre später, 2016, öffnet die Energie AG ihr über 5.000 km langes Glasfasernetz auch für Privatkundinnen und -kunden. Im Rahmen der Breitbandoffensive wächst das Netz rasch.

2017 errichtet die Energie AG gemeinsam mit der Schwarz-Gruppe am Standort Riedersbach Österreichs größtes Rechenzentrum; weitere Standorte sollen folgen.

Solar Campus
Eberstallzell
PV
Photovoltaik

Neuausrichtung und Markenstart

2019 werden Strom, Gas, Wärme und Telekom in einer gemeinsamen Vertriebsgesellschaft zusammengeführt. Die Kraftwerksanlagen, Power Solutions GmbH (PV und Wind) sowie die Wärmeproduktion werden in der Energie AG Erzeugung gebündelt.

Die Wärme- und Wasseraktivitäten in Tschechien fließen in der Energie AG Bohemia zusammen. 2020 folgen die Einführung der Zweitmarke sigi und der Start des Kundenklubs „Mein Bonus“.

Innovation für stabile Netze

Wichtigster Fokus der Energie AG ist auch in Zukunft die verlässliche, sichere Versorgung der Kundinnen und Kunden. Das gewährleistet eine starke Netzinfrastruktur, flexible Kraftwerksleistung (z.B. das Gas- und Dampfkraftwerk Timelkam) sowie eigene Gasspeicherrechte, die zusätzliche Stabilität bieten.

Gleichzeitig treibt die Energie AG neue Technologien und intelligente Systemlösungen voran, um erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik und Wind ebenso gut einzubinden wie Batteriespeicher, E-Mobilität oder Wärmespeicher.

Unser Ziel bleibt klar: Wir möchten unsere Kundinnen und Kunden auch künftig mit bester Servicequalität und fairen Preisen begleiten. Mit innovativen Angeboten, nachhaltigen Produkten und digitalen Services schaffen wir echten Mehrwert – und gestalten gemeinsam eine sichere, klimafreundliche Energiezukunft.

Windpark Trautmannsdorf
Windkraftwerk

Entwicklung zukunftsweisender digitaler Technologien

Die Energie AG richtet ihr Handeln weiterhin konsequent an den Bedürfnissen ihrer Kundinnen und Kunden aus. Dabei stehen Digitalisierung, Innovation, Regionalität und finanzielle Stabilität im Mittelpunkt.

Mit neuen digitalen Lösungen, etwa Tools für eine effizientere Energienutzung, oder dem stetigen Ausbau des Glasfasernetzes, verbessert die Energie AG Schritt für Schritt die Lebensqualität in ihrem unmittelbaren Umfeld.

KW Krafteerk Timelkam
Luftaufnahmen 2002-2010

Zukunftsenergie und qualifizierte Fachkräfte

Im Bereich der Stromaufbringung setzt die Energie AG mit 43 eigenen Wasserkraftwerken und entsprechenden Bezugsrechten auf Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen. Darüber hinaus betreibt der Konzern derzeit über 100 PV-Anlagen und ist an vier Windparks in Österreich beteiligt.

Wir wissen, dass unsere Unternehmensziele nur mithilfe motivierter und engagierter Mitarbeiter:innen zu erreichen sind. Durch strategisches Recruiting und Nachfolgemanagement gewinnt die Energie AG die besten Talente. Mit gezielter Lehrlingsausbildung sichert das Unternehmen langfristig Fachkräfte aus eigenem Haus und setzt mit Diversitätsmaßnahmen ein gesellschaftspolitisches Signal.

Solar Campus Luftaufnahme Stand. 11.01.23
Windpark Trautmannsdorf
Windkraftwerk
Beitrag KW Dürnau zek Hydro 5_21 V1.jpg
Neudorfer Roman, Lehrling, Elektronik, Kabel, Schaltung
Groiss Leonie, ablesen, Lehrling, Maschine, Kabel
Schaubild Zubau PowerTower

Unser Kundenservice – ausgezeichnet für Sie.

Unser Kundenservice, ausgezeichnet mit dem ÖGVS-Award, ist jederzeit gerne für Sie da. 

Siegel
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