100 Jahre Kraftwerkspark Timelkam – Spatenstich für die Energiezukunft

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Seit 1925 wird am Standort Strom produziert, seit 1985 zusätzlich Fernwärme – damals noch aus Kohle, heute nachhaltig aus Biomasse und Erdgas. Damit ist Timelkam nicht nur einer der traditionsreichsten, sondern zugleich auch der modernste Standort der Energie AG für die thermische Stromerzeugung.
Das Fernwärmenetz Timelkam–Vöcklabruck–Lenzing–Regau, das vom Kraftwerkspark versorgt wird, ist mit einer Länge von 180 Kilometern eines der größten Fernwärmenetze Oberösterreichs. Ergänzt wird der Standort durch eine Altholz-Aufbereitungsanlage, eine von zwei stationären Aufbereitungs- und Recyclinganlagen für ausgediente Kühlgeräte in Österreich, eine PV-Anlage sowie einen Stützpunkt der Netz Oberösterreich. Darüber hinaus bietet die Energie AG mit der „Erlebniswelt Energie“ und dem Museum „Stromgeschichten“ ein einzigartiges Bildungs- und Freizeitangebot für Schulen, Vereine und interessierte Besucher:innen.
Mit dem Bau des Batteriespeichers setzt die Energie AG ein weiteres sichtbares Zeichen in Richtung Zukunft. Die Anlage wird mit einer Leistung von 5 Megawatt und einer nutzbaren Kapazität von 14,5 MWh errichtet – das entspricht rund 1.450 Haushaltsbatteriespeichern mit jeweils 10 kWh – und ist damit (bezogen auf die Kapazität) der derzeit größte Batteriespeicher Oberösterreichs.
Batteriespeicher leisten als kurz- und mittelfristige Speichertechnologie einen wichtigen Beitrag zu einem stabilen Energiesystem. Sie nehmen überschüssigen Strom – etwa zur Mittagszeit bei hoher Photovoltaik-Erzeugung – auf und speisen ihn in verbrauchsstärkeren Zeiten wieder ein. Dadurch wird die Integration erneuerbarer Energien erleichtert und die Versorgungssicherheit weiter gestärkt. Die Inbetriebnahme in Timelkam ist für Frühjahr 2026 geplant.
Ein Jubiläum zum Anschauen
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Kraftwerkspark Timelkam wurde eine Festschrift sowie ein kurzer Film gedreht. Darin schildern langjährige und aktuelle Mitarbeiter:innen – darunter Josef Pfusterer (Zentralbetriebsratsobmann), Reinhard Grünbacher (Betriebsleiter), Manuel Teufl (Werkstättenmeister) und Victoria Hager (Werksbetreuerin) – ihre persönlichen Eindrücke und Erinnerungen an den traditionsreichen Standort.