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Sonnenstrom und Schafbeweidung: Energie AG nimmt Agri-PV-Anlage in Altenmarkt in Betrieb

PV-Anlage Altenmarkt bei St. Gallen

Lesedauer 3 min
In Altenmarkt bei St. Gallen erzeugt eine neue Agri-PV-Anlage der Energie AG jährlich rund 2,8 GWh Strom für etwa 800 Haushalte. Gleichzeitig bleibt die Fläche weiterhin landwirtschaftlich nutzbar.

Flächen, die Strom erzeugen und gleichzeitig bewirtschaftet werden: Das ist das Prinzip der Agri-Photovoltaik. Nach knapp einem halben Jahr Bauzeit hat die Energie AG in Altenmarkt bei St. Gallen eine solche Anlage erfolgreich in Betrieb genommen. Das Projekt steht für einen Ansatz, bei dem Energiegewinnung und Landwirtschaft keine Konkurrenten sind, sondern Partner.

Doppelte Nutzung statt Flächenverbrauch

Die Anlage in Altenmarkt basiert auf 5.632 Modulen mit einer installierten Leistung von 2,6 MWp. Die Jahresstromproduktion beträgt 2,8 GWh, das entspricht dem Stromverbrauch von rund 800 Haushalten. Über eine Betriebsdauer von 30 Jahren werden damit 23.760 Tonnen CO₂ eingespart.

Die landwirtschaftliche Fläche bleibt vollständig nutzbar. Den Beweis liefern Schafe, die unter den Modulen grasen und dabei auf natürliche Weise die Grünflächen pflegen. Diese Form der Flächennutzung ist ökologisch sinnvoll und wirtschaftlich effizient: kein zusätzlicher Maschineneinsatz für die Pflege, keine Unterbrechung der Bewirtschaftung.

„Sonnenenergie vom Feld ist eine innovative Lösung, um bereits bewirtschaftete Acker- und Grünlandflächen doppelt zu nutzen", so Marco Wolfmayr, Abteilungsleiter Wind/PV der Energie AG Erzeugung.

Ein Projekt, das der Gemeinde mehrfach nützt

Für die Gemeinde Altenmarkt bei St. Gallen geht der Nutzen des Projekts über die Stromerzeugung hinaus. Bürgermeister Hannes Andrä hebt einen konkreten Nebeneffekt hervor: „Besonders freut es mich, dass durch die Bereitschaft der Energie AG, ihre Kabelkünette mitzunutzen, sogar die Erweiterung unserer Ortswasserleitung möglich wurde. Das ist ein Gewinn für die Energiezukunft und für die Gemeinde Altenmarkt zugleich."

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Energieversorger bewertet Andrä positiv: „Als Gemeinde stehen wir voll und ganz hinter der Energiewende und dieses Projekt zeigt, wie gut partnerschaftliche Lösungen funktionieren können."

Regionale Energieversorgung als Ziel

Wolfmayr betont den regionalen Ansatz des Projekts: „Mit dieser Agri-PV-Anlage setzen wir einen weiteren Schritt für die nachhaltige Energieversorgung über die Grenzen Oberösterreichs hinaus. Sie vereint Sonnenstrom und landwirtschaftliche Nutzung auf innovative Weise und steht beispielhaft für regionale Wertschöpfung."

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