17 Millionen kWh aus dem Sonnenfeld: Größte Agri-PV-Anlage Oberösterreichs in Mining in Betrieb

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Strom aus der Region, für die Region und das ohne nennenswerten Flächenverbrauch: Mit dem „EWS Sonnenfeld Mining" ist in Oberösterreich ein Leuchtturmprojekt entstanden, das zeigt, wie Energieerzeugung, Landwirtschaft und Naturschutz zusammenwirken können. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit wurde die Anlage gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer und Minings Bürgermeister Josef Zechmeister offiziell in Betrieb genommen.
Strom für mehr als 4.900 Haushalte auf minimalem Flächenverbrauch
Das Sonnenfeld Mining umfasst rund 21.500 Module. Die Jahresstromproduktion beträgt 17,2 Mio. kWh, das entspricht dem Haushaltsstrom für mehr als 4.900 Haushalte und einem CO₂-Einsparungspotenzial von 151.000 Tonnen über 30 Jahre. Bemerkenswert dabei: Diese Menge wird auf lediglich zwei Prozent der Gesamtfläche erzeugt. Die verbleibenden 80 Prozent stehen weiterhin für die landwirtschaftliche Nutzung zur Verfügung.
„Die intelligente Nutzung von Flächen durch Agri-PV vereint Technologie, Landwirtschaft und Klimaschutz auf besonders effiziente Weise. Wir setzen dabei auf modernste Technik, um nachhaltige Energie dort zu erzeugen, wo sie von unseren Kundinnen und Kunden gebraucht wird", so Alexander Kirchner, CTO der Energie AG.
Landwirtschaft bleibt im Vordergrund
Das Konzept sieht keine Bodenversiegelung vor. Die PV-Anlage bietet den bewirtschafteten Flächen sogar zusätzlichen Nutzen: Durch die Verschattung der Module sind die Pflanzen besser vor Frost- und Dürreschäden geschützt. Nach rund 30 Jahren können die Anlagen entweder erneuert oder vollständig rückstandslos zurückgebaut werden.
Bürgermeister Josef Zechmeister beschreibt den Rückhalt, den das Projekt in der Gemeinde hatte: „Das Agri-PV-Konzept überzeugte sowohl die beteiligten Grundstückseigentümer und landwirtschaftlichen Betriebe als auch den Gemeinderat von Beginn an. Letzterer untermauerte dies bei allen notwendigen Beschlüssen mit Einstimmigkeit."
Partnerschaft zwischen Energie AG und EWS
Hinter dem Projekt steht eine regionale Partnerschaft. Die EWS aus Munderfing brachte Planung und Konzept ein, die Energie AG die Umsetzungskraft eines etablierten Energieversorgers. Alina Mirwald, Miteigentümerin und Geschäftsführerin der EWS, formuliert das gemeinsame Ziel: „Unser Anspruch ist, durch Projekte für unsere Kundinnen und Kunden sowie Partner teure Stromimporte durch sichere, heimische und leistbare Energie zu ersetzen und damit langfristige Versorgungssicherheit sowie regionalen Wohlstand zu schaffen."
Energie AG-CEO Leonhard Schitter betont die strategische Bedeutung: „Mit der Inbetriebnahme des Sonnenfelds Mining leisten wir als Energie AG gemeinsam mit der EWS aus Munderfing einen wichtigen Beitrag in Richtung erneuerbare Energiezukunft."
Nächste Projekte bereits in Bau
Das Sonnenfeld Mining ist kein Einzelprojekt. Die Energie AG plant bis 2035 rund vier Milliarden Euro in die erneuerbare Energiezukunft zu investieren. Für PV-Eigenerzeugungsanlagen sind mehr als 300 Millionen Euro eingeplant. Ziel ist es, im laufenden Geschäftsjahr eine Gesamtleistung von mehr als 25 MWp an PV-Anlagen zu errichten, um damit rund 10.000 zusätzliche Haushalte bilanziell mit Sonnenstrom versorgen zu können. Bereits im Bau befinden sich die Agri-PV-Anlagen in Schalchen (6 MWp) und Neuhofen an der Krems (3 MWp), die im Herbst 2026 in Betrieb gehen sollen.
„Investitionen in Agri-PV-Anlagen wie hier in Mining sind ein klares Bekenntnis zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Derartige Projekte sind ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich nachhaltig und schaffen regionale Wertschöpfung", so Eva Schinkinger, CFO der Energie AG.