Nachhaltige Wärme für Freistadt: Energie AG erweitert Biomasseheizwerk

Lesedauer 4 min
Nachhaltige Wärme für Freistadt: Energie AG erweitert Biomasseheizwerk
Mit der Erweiterung des Biomasseheizwerks in Freistadt setzt die Energie AG einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung erneuerbare Wärmeversorgung. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit wurde das modernisierte Heizwerk am 21. Oktober 2025 feierlich in Betrieb genommen – gemeinsam mit Energie AG-CEO Leonhard Schitter, CTO Alexander Kirchner, Aufsichtsratsvorsitzendem Markus Achleitner und Bürgermeister Christian Gratzl.
Mehr Wärme für mehr Haushalte und Betriebe
Durch den Ausbau können künftig mehr als doppelt so viele Kund:innen mit regional erzeugter Wärme versorgt werden. Konkret wurden die Fernwärmeleitungen erweitert und eine neue 2.500 kW Biomassekesselanlage installiert. Die jährliche Wärmemenge steigt dadurch auf rund 9.000 MWh – genug, um circa 750 Haushalte zu versorgen.
„Wir nutzen heimische Ressourcen und schaffen damit regionale Wertschöpfung in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde“, erklärt CEO Leonhard Schitter. „Damit legen wir den Grundstein, um die Energie- und Wärmewende verantwortungsvoll umzusetzen.“
Ein starker Beitrag zur Dekarbonisierung
Für CTO Alexander Kirchner ist klar: „Mit der gezielten Verdichtung des Fernwärmenetzes schaffen wir die Grundlage, um noch mehr Haushalte und Betriebe klimafreundlich zu versorgen. So leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung der Stadt Freistadt.“
Auch Aufsichtsratsvorsitzender Markus Achleitner betont die Rolle des Projekts im landesweiten Kontext: „Oberösterreich ist das Land der erneuerbaren Raumwärme – bereits 68 Prozent stammen aus nachhaltigen Quellen. Die Energie AG zeigt mit diesem Projekt einmal mehr, dass sie ein verlässlicher Partner für die Energiewende ist.“
Technik am neuesten Stand
Modernste Anlagentechnik sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme nicht nur nachhaltig, sondern auch effizient und emissionsarm genutzt wird. Das bedeutet: weniger Energieverluste, hohe Versorgungssicherheit und geringe Umweltbelastung – auch für die nächsten Jahrzehnte.
Zugleich bleiben die Betriebskosten stabil, weil auf regionale Biomasse gesetzt wird. Die zusätzlich benötigten rund 1.700 Tonnen Hackgut pro Jahr werden aus den umliegenden Wäldern bezogen, was zusätzlich die regionale Wirtschaft stärkt. Die modulare Bauweise der Anlage ermöglicht zudem zukünftige Erweiterungen, falls sich der Bedarf in der Region weiter erhöht.
Freistadt als Vorzeigemodell
Das Biomasseheizwerk ist seit 13 Jahren in Betrieb und seither stetig gewachsen. Heute werden neben Wohnhäusern auch öffentliche Einrichtungen wie das Bezirksgericht, das Finanzamt im Schloss Freistadt, Kindergärten und die Lebenshilfe versorgt. Bürgermeister Christian Gratzl bringt es auf den Punkt:
„Freistadt zeigt vor, wie lokale Energieversorgung funktioniert: nachhaltig, zuverlässig und aus der Region für die Region.“
Ein Projekt mit Weitblick
Die Erweiterung zeigt auch, dass Klimaschutz und wirtschaftliche Vernunft kein Widerspruch sind. Durch langfristig kalkulierbare Energiepreise und die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern gewinnt die Region nicht nur an ökologischer, sondern auch an wirtschaftlicher Stabilität. Gerade in Zeiten steigender Energiepreise ist eine verlässliche, lokale Versorgung mit erneuerbarer Wärme ein entscheidender Standortvorteil – für Gemeinden, Betriebe und private Haushalte.
Auch das Know-how regionaler Betriebe wurde beim Bau eingebunden – von der Planung über die Montage bis zur Inbetriebnahme. So bleibt nicht nur die Energie, sondern auch die Wertschöpfung in der Region.
Gemeinsam für die Wärmewende
Das Projektvolumen beträgt 5,9 Millionen Euro und wurde durch Fördermittel von Bund, Land Oberösterreich sowie der Europäischen Union unterstützt. Die Energie AG verfolgt mit dem Ausbau konsequent ihre LOOP-Strategie, die bis 2035 vollständige Klimaneutralität anstrebt – mit einem klaren Fokus auf Erneuerbare, Regionalität und Versorgungssicherheit.