Großübung am Wasserkraftwerk Traun-Pucking: 78 Einsatzkräfte im Einsatz

Lesedauer 3 min
Ein Wasserkraftwerk ist kein gewöhnliches Industriegebäude. Schleusenkammern, Wehranlagen, fließendes Wasser und enge Zugänge machen es zu einem anspruchsvollen Einsatzort für Rettungskräfte. Genau deshalb ist regelmäßiges gemeinsames Üben so wichtig. Eine davon fand am Kraftwerk Traun-Pucking statt.
Oberösterreichs größtes Laufkraftwerk als Übungsgelände
Das Wasserkraftwerk Traun-Pucking ist das größte Laufkraftwerk der Energie AG. Mit einer Jahresstromerzeugung von rund 215.000 Megawattstunden versorgt es den Strombedarf von etwa 61.000 Haushalten. Als Infrastruktur der Grundversorgung steht Sicherheit hier an erster Stelle. Nicht nur im regulären Betrieb, sondern auch für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes passiert.
„Als Energie AG legen wir besonderen Wert auf die gute Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften und unterstützen sie gerne bei der Übung. Mit dem Kraftwerk Traun-Pucking haben wir für die einsatztaktische und die rettungstechnische Durchführung eine herausfordernde Umgebung zur Verfügung gestellt", sagt Peter Stöckler, Geschäftsführer der Energie AG Erzeugung.
Drei Organisationen, 78 Einsatzkräfte, ein Ziel
An der Übung waren insgesamt 78 Einsatzkräfte beteiligt, darunter die Freiwillige Feuerwehr Traun, das Rote Kreuz Traun sowie die Wasserrettung Traun. Geübt wurden unterschiedliche Notfallszenarien, etwa die Rettung einer vermissten Person während einer Schleusenwartung.
„Bei der Übung stand insbesondere die Koordination unter den Einsatzkräften im Fokus. Das rasche zu Wasser bringen der Boote über die neu errichtete Einsatzrampe hilft uns im Ernstfall, rasch vor Ort zu sein", erklärt Oskar Reitberger, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Traun.
Kommunikation und Abläufe: das eigentliche Training
Neben der technischen Rettungsübung stand vor allem die Zusammenarbeit der Organisationen im Mittelpunkt. Denn im Ernstfall sind neben schneller Hilfe vor allem klare Kommunikation und eingespielte Abläufe entscheidend.
„Für uns ist wichtig, für den Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Dazu gehört auch, die Kommunikation und Abläufe bestmöglich zu üben", betont Daniel Happacher vom Roten Kreuz Traun. Auch Verena Resch von der Wasserrettung Traun hebt die Bedeutung gemeinsamer Übungen hervor, um die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu stärken.
Getestet wurde dabei nicht nur das Zusammenspiel der externen Einsatzkräfte, sondern auch die interne Meldekette der Energie AG. So konnte das koordinierte Zusammenwirken zwischen Mitarbeitenden und Rettungsorganisationen realitätsnah geübt werden.
Übungen wie jene am Kraftwerk Traun-Pucking tragen wesentlich zur Sicherheit der Infrastruktur der Energie AG bei und sind daher von großer Bedeutung.