Energie sparen beim Backen. Aber richtig.

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Ob Pizza, Kuchen oder andere Lieblingsspeisen aus dem Ofen: Das Backrohr verschlingt richtig viel Energie. Doch mit ein paar Tricks lässt sich auch beim Backen der Stromhunger deutlich verringern.
Gleich vorweg zur Qual der Wahl: Mikrowelle oder Backofen? Die Frage ist leicht beantwortet. Die Mikrowelle ist perfekt zum Wärmen von Fertiggerichten oder kleinen Speisen bis 400 g, aber nicht zum Auftauen von Gefrorenem. Das geht weit sparsamer, wenn man es langsam im Kühlschrank auftauen lässt.
Auch beim Befüllen der Mikrowelle liegt Sparpotential: Speisen gart oder erwärmt man am besten im Serviergeschirr, damit keine Wärme beim Umfüllen verloren geht. Schneller warm werden Speisen, wenn man sie flach auf dem Teller verteilt und zwischendurch mal umrührt. Ein mikrowellentauglicher Deckel hilft ebenfalls beim Speichern der Wärme.
Strom sparen kriegt man leicht gebacken.
Das Backrohr frisst grundsätzlich viel Strom. Trotzdem kann man beim Braten und Backen einiges sparen. Es beginnt schon beim Vorheizen, das bei den meisten Gerichten gar nicht nötig ist. Einzige Ausnahmen: Brandteig, Blätterteig und geformtes Germgebäck. Auch die Nachwärme sollte man unbedingt nutzen. Beträgt die Backzeit 40 Minuten oder mehr, kann man den Backofen schon 10 Minuten früher abschalten, weil der Ofen ja die Wärme länger speichert. So spart man bis zu 20 Prozent Energie.
Umluft statt Ober- und Unterhitze.
Das ist der nächste Schritt zur Stromsparmeisterschaft. Weil Umluft eine um etwa 20-30 °C niedrigere Temperatur braucht, spart man sich gleich zwischen 25 bis 30 Prozent an Heizenergie. Im Sinne des Energiesparens also keineswegs heiße Luft! Weiterer Vorteil: Die gleichmäßige Wärmeverteilung macht Garen und Backen auf verschiedenen Ebenen möglich.
Mehr, gleichzeitig, günstiger.
Wer das Backrohr voll ausnützt und gleichzeitig mehrere Speisen gart oder backt, spart ebenfalls Zeit und Energie. Es kommt eben auf die Menge an. Bei Fleisch etwa zahlt es sich erst ab ca. 2 kg aus, das Backrohr anzuheizen. Kleinere Portionen lassen sich problemlos – und sparsamer – im Braten- oder Schnellkochtopf zubereiten.
Übrigens: Das Backrohr hat’s gern finster. Dunkle Metallformen verkürzen nämlich die Brat- und Backdauer, Keramikformen verlängern sie. Und was beim Kochtopfdeckel gilt, trifft auch auf die Backofentür zu: Bitte nicht unnötig öffnen, denn dann entweicht bis zu 20 Prozent an Wärme. Also lieber durchs Fenster schauen und die Vorfreude aufs Essen genießen.