Fiat Grande Panda Electric: Herzenssache

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Emotionale Kleinwagen sind essenzieller Teil der Fiat-DNA. Warum nach dem Fiat 500 jetzt auch dem Panda eine elektrische Wiederauferstehung zu Teil wird.
„Fiat Grande Panda Electric“ heißt die neue Frohnatur mit vollem Namen. „Grande“ und „Electric“ als ergänzende Angaben waren notwendig, um sich vom weiterhin angebotenen Panda der sechsten Generation zu distanzieren. Und weil der Grande Panda auch als Hybrid Benziner angeboten wird. In den Sinn kommt das Einem nur beim Blick auf das bei E-Autos unübliche klassische Zündschloss, ansonsten steht dem Fiat der E-Antrieb quasi ins Gesicht geschrieben.
Technisch gesehen haben wir es mit einem Modell aus dem Stellantis-Konzern zu tun. Der Grande Panda steht auf der „Smart Car“-Plattform, ist damit eng verwandt mit dem Citroën e-C3. Sehen tut man davon nichts, genauso wenig wie von den recycelten Getränkekartons, welche für das Interieur genutzt wurden. Generell geraten technische Details und Feinheiten angesichts des so fröhlichen wie gewinnbringenden Designs schnell ins Hintertreffen.
Dem Grande Panda gelingt, was schon seinem seelenverwandten Fiat 500 gelang: Unverkrampft und wohl dosiert auf das Retro-Thema setzen und darum herum ein feines und modernes Automobil zu konstruieren. Sprich, man muss hinter der kantigen Statur nicht den Ur-Panda erkennen oder beim ovalen Armaturenbrett an die „Pista 500“-Teststrecke auf dem Dach der Fiat-Fabrik denken, um Freude am originellen Look zu haben. Schaden tut es freilich auch nicht.
Seine freundliche Ausstrahlung wirkt sich dabei positiv auf eh alle aus. Strahlendes „Limone“-Gelb und originelle Scheinwerfer im Pixel-Design verfehlen ihre Wirkung nicht, auch die ins Blech geformten „Panda“-Schriftzüge zogen viele Blicke auf sich. Das Interieur übernimmt diese positive Gesamtheit volley. Stets in Blau gehalten, mit kleinen Farbklecksen noch zusätzlich bespaßt und einem oberen Handschuhfach aus Bambus ist es in der Form einzigartig.
Was nur die Hälfte wert wäre, wenn sonst nichts aufgeboten wird. Wird aber eh. Das „Grande“ hat sich der neue Panda redlich verdient, besonders auf den Vordersitzen herrscht kein Gedanke an einen Kleinwagen. Der Kofferraum ist mit 364 bis 1.315 Litern Fassungsvermögen enorm groß. Toll gelöst hat man auch die Bedienung. Das übersichtliche Multimediasystem wird von analogen Tasten für die Klimasteuerung unterstützt, nerviges Assistenz-Gepiepse ist mit langem Tastendruck rasch stillgelegt.
Und ja, trotz überschaubarer 113 PS und 120 Newtonmeter hätte der Tempowarner schon einiges zu tun. Innerstädtisch reicht die Leistung locker für flottes von A nach B, und auch Blitzer auf Stadtautobahnen sind zu berücksichtigen. Kurzum, in der City geht einem nichts ab, nur auf der Autobahn, wo ein Grande Panda eh nicht zwingend sein will, geht es etwas zäher voran.
In Sachen Rekuperation offeriert der Italiener zwei Stufen, richtig streng ist keine davon. Die WLTP-Reichweite von 320 Kilometern bleibt trotzdem stets in Blickweite, nachgeladen wird mit maximal 100 kW. Apropos Laden – optional ist ein 4,5 Meter langes Spiralkabel, welches mit maximal 7 kW lädt, um danach in der Front des Fiat zu verschwinden. Preis? In der Top-Ausstattung „La Prima“ ab EUR 29.900,00.
Daten Fiat Grande Panda Electric „La Prima“
Motor: 44,0 kWh Lithium-Phosphat-Batterie (Netto)
Leistung: 113 PS
Max. Drehmoment: 120 Nm
Reichweite: ca. 280 km
Vmax: 132 km/h
0 auf 100 km/h: 11,5 Sek
Preis ab EUR 29.900,00
So gibt es ihn auch:
Fiat Grande Panda Elektric RED
113 PS, WLTP-Reichweite 320 km
Preis ab EUR 26.900,00
So sieht die Konkurrenz aus:
Citroën ë-C3 YOU, Preis ab EUR 24.900,00
Renault 5, Preis ab EUR 27.390,00




