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38 Jahre Pionierarbeit: Energie AG und Fronius modernisieren Sonnenkraftwerk am Loser

Repowering PV Anlage Loser Photovoltaik Sonnenergie Ausseerland  Geschäftsführer Peter Stöckler Erzeugung, Marco Wolfmayr, Markus Raich (Bergrettung Ausseerland), Harald Langeder (CTO Fronius),  Sebastian Kempf (TS)

Lesedauer 3 min
Das Sonnenkraftwerk am Loser war 1988 das größte seiner Art in den Alpen. Gemeinsam mit Fronius hat die Energie AG die Anlage auf 1.550 Metern Seehöhe nun umfassend modernisiert und als alpine Forschungsstation neu ausgerichtet.

Es gibt Projekte, die Geschichte schreiben. Das Sonnenkraftwerk am Loser in der Gemeinde Altaussee gehört dazu: 1988 in Betrieb genommen, war es mit 600 Modulen und einer Spitzenleistung von 30 kWp das größte Sonnenkraftwerk der Alpen. Seither lieferte die Anlage nicht nur Strom, sondern vor allem Erkenntnisse darüber, wie Photovoltaik unter extremen alpinen Bedingungen funktioniert. Nach 38 Jahren war es Zeit für einen grundlegenden Neustart.

Neue Technik, bewährter Standort

Das Repowering ersetzt die bestehenden Module durch moderne Alpin-PV-Komponenten unterschiedlicher Fabrikate. Die Gesamtleistung steigt dabei von 30 auf rund 65 kWp. Zusätzlich wurde eine alpine Dach- und Fassadenanlage mit rund 16 kWp errichtet sowie ein Batteriespeicher auf dem neuen Stützpunkt der Bergrettung Altaussee installiert.

Die Wechselrichter des oberösterreichischen Herstellers Fronius, die seit Jahrzehnten zuverlässig ihren Dienst getan haben, wurden durch Geräte der neuesten Generation ersetzt. Harald Langeder, CTO von Fronius International: „Dank eines effizienten Repowerings konnten wir diesem bedeutenden PV-Forschungsprojekt der Energie AG – im Herzen Österreichs und Europas – rasch und unkompliziert zu neuer Stärke verhelfen."

Forschung unter Extrembedingungen

Der Standort auf 1.550 Metern Seehöhe ist keine leichte Umgebung für technische Anlagen: Schnee, Eis, starke Temperaturschwankungen und hohe UV-Strahlung setzen Materialien und Elektronik besonders stark zu. Genau deshalb ist der Loser als Forschungsstandort so wertvoll. Die verschiedenen Modultypen werden künftig systematisch auf ihr Verhalten und ihre Langzeitbeständigkeit in alpiner Umgebung untersucht.

Peter Stöckler, Geschäftsführer der Energie AG Erzeugung, betont die strategische Bedeutung: „Mit dem Repowering der PV-Anlage am Loser führen wir eine Erfolgsgeschichte konsequent weiter. Der Standort steht seit Jahrzehnten für Innovationskraft und Pioniergeist der Energie AG. Durch die Modernisierung und Erweiterung schaffen wir optimale Voraussetzungen, um Photovoltaik unter extremen Bedingungen weiter zu erforschen und für die Energiewende nutzbar zu machen."

Bergrettung als Partner

Ein besonderes Element des modernisierten Standorts ist der neue Batteriespeicher für den Stützpunkt der Bergrettung Altaussee. Die Zusammenarbeit zwischen den Projektpartnern beschreibt Markus Raich, Ortsstellenleiter der Bergrettung Ausseerland: „Diese war von Beginn an menschlich und von großem gegenseitigem Vertrauen geprägt."

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