Polestar 3: Neue Größe

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Polestar hat sich mit sportlichen Limousinen im SlimLine-Format einen Namen gemacht. Zeit, um sich etwas weiter geschnittenen Modellen zu widmen.
Als Premiumanbieter und ernstzunehmender Rivale der etablierten Konkurrenten kamen dabei halbe Sachen nie in Betracht. Und genauso sieht der Polestar 3 auch aus: Der große Schwede aus chinesischem Eigentum ist nicht nur eine wahre Augenweide. Er verfügt auch über ein vereinnahmendes Wesen und strahlt ein Selbstbewusstsein und eine Präsenz aus, dass es nur so kracht.
Es mag wohl auch an dem unverbrauchten Design des Neulings liegen, aber an gefühlt jeder Ladestation ist man der Star. Nur zu gern lässt man sich dabei auf Smalltalk und ein paar Wertevergleiche ein. Wie gesagt, halbe Sachen gibt es beim Polestar 3 nicht. Von dem her sind ein 111 kWh großer Akku, bis zu 250 kW Schnelladen, 636 Kilometer Reichweite, 489 PS und 840 Newtonmeter maximales Drehmoment ziemlich genau das, was wir erwartet haben.
Zumindest wenn man das elektrische Oberklassen-SUV als „Long Range Dual Motor“-Modell fährt. Es gibt den Polestar 3 auch als „Single Motor“, der mit 299 PS und 706 Kilometern Reichweite ebenfalls beeindruckende Zahlen liefert. Und wenn wir schon dabei sind: Die Preise starten bei 79.800,00 EUR, der „Long Range“ ist ab 89.900,00 EUR zu haben. Typisch Premium ist die Ausstattung eh super, Matrix-LED, Head-up-Display oder Bowers & Wilkins-Soundsystem kosten aber extra.
Serienmäßig erhält man dafür ein wirklich erhabenes Fahrerlebnis. Von Leistung, starken Sprintwerten und fulminanten Durchzug reden wir da gar nicht, 489 PS sprechen eh für sich selbst. Die Kunst des Polestar 3 ist es, die Urkräfte nicht brachial über einen einbrechen zu lassen. So entspannt, fast möchte man sagen, so elegant sind wir noch nie ansatzlos in 5,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h gesprintet.
Die absolute Lautlosigkeit, das Luftfahrwerk und die variable Rekuperation arbeiten hier gekonnt Hand in Hand, schenken dem 3er ein sportliches Talent, statt es, wie viele andere Hersteller es machen, ihm aufzuzwingen. Freilich bringt das mit sich, dass ein Auge immer auf den Verbrauch schielt. Je größer das SUV, desto größer die Spreizung. Dank einer ausgeklügelten Aerodynamik bleibt der Polestar 3 aber bescheiden, niedrige Dachlinie, schlanke Linienführung, „Aero Wing“ und „Aero Blades“ sind ja schließlich nicht zum Spaß hier.
Spaßbefreit ist auch das Interieur. Polestar sieht sich einerseits Technik auf höchstem Level und andererseits zu Nachhaltigkeit verpflichtet. Sitzbezüge aus recyceltem Polyestertextil und Aluminiumeinlagen aus industriellen Abfällen treffen hier auf einen komplett überwachten Innenraum, ein 14,5 Zoll großes Display mit neuestem Android-Betriebssystem und Over-the-Air Updates. Ebenfalls top sind sowohl Qualität als auch Quantität der Assistenzsysteme.
Der puristische, leicht unterkühlte Look passt ganz wunderbar zum Polestar 3. Wenig überraschend sind echte Tasten Mangelware, selbst die Spiegelverstellung erfolgt über den Hochkant-Screen. Daran hat man sich aber schnell gewöhnt, Google und Android sind sowieso selbsterklärend. Jetzt gilt es nur noch einen Polestar-Store zu finden. Kleiner Tipp – einer der aktuell drei vorhandenen Stores steht in Linz.
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Daten Polestar 3 Long Range Dual Motor Motor: 111,0 kWh Lithium-Ionen-Batterie So gibt es ihn auch: So sieht die Konkurrenz aus:
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