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Ab in den Urlaub – aber elektrisch.

Blog EnergieAberGut.

Lesedauer 4 min
Immer mehr Österreicherinnen und Österreicher fahren mit dem Elektroauto in den Urlaub. 2026 ist das entspannter denn je: rund 38.000 öffentliche Ladepunkte stehen bereit. Mit ein bisschen Planung klappt die E-Urlaubsfahrt reibungslos. Egal ob beim ersten Mal oder als erfahrene E-Auto-Fahrende.

Die öffentliche Ladeinfrastruktur in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren stark entwickelt. Wer heute mit dem Elektroauto in den Urlaub fährt, hat mehr Optionen, bessere Planungswerkzeuge und schnellere Lader als je zuvor. Dennoch lohnt sich etwas Vorbereitung, besonders in der Ferienzeit. Diese acht Tipps helfen.

1. Voll geladen starten
Kurz vor der Abfahrt auf 100 Prozent laden: Das gibt Spielraum für die erste Etappe und spart oft einen frühen Ladestopp. Laden zuhause an der Wallbox ist in der Regel günstiger als unterwegs. Auf der Langstrecke ist es effizienter, an Schnellladern nur bis etwa 70 bis 80 Prozent zu laden und dann weiterzufahren, weil die Ladeleistung bei hohem Akkustand deutlich abfällt.

2. Routenplanung: Apps und Bordnavigation
Für längere Strecken lohnt es sich, Ladestopps vorab einzuplanen. Moderne Planungs-Apps zeigen Ladepunkte nach Leistung, Steckertyp und oft auch in Echtzeit an. Noch komfortabler ist die fahrzeugeigene Navigation: Sie berücksichtigt den aktuellen Ladestand und den Verbrauch und kann den Akku vor einem Schnelllader vorkonditionieren, was die Ladezeit spürbar verkürzt. Immer eine erreichbare Ausweichstation im Hinterkopf behalten.

3. Ladeparks nutzen, Ladeleistung realistisch einordnen
Entlang der Hauptachsen entstehen immer mehr Ladeparks mit mehreren Ladepunkten, das erhöht die Chance auf einen freien Platz, gerade in der Ferienzeit. High Power Charging (HPC) mit 150 bis 400 kW verkürzt Ladezeiten deutlich, wenn Fahrzeug, Akkutemperatur und Ladestand mitspielen. Energie AG-Beispiele entlang beliebter Urlaubsrouten: Schnellladepark Liezen (direkt bei der ENI-Tankstelle), 200-kW-Ladestation Vorchdorf (neben der A1-Abfahrt), Schnellladepunkte Wels-Nord (neben der A25) und die Ladestation Roßleithen bei der Pyhrnautobahnabfahrt Windischgarsten mit 300 kW.

4. Wartezeit einkalkulieren, Plan B bereithalten
An Reisesamstagen und auf viel befahrenen Urlaubsachsen kann es an Schnellladern voller werden. Route und Ladestopps vorbereiten, Ladeparks mit mehreren Ladepunkten bevorzugen und eine Alternative bereithalten, das macht die Reise entspannter, besonders mit Familie oder bei engem Zeitplan.

5. Laden und Pause kombinieren
Ein Ladestopp lässt sich ideal mit einer Mittagspause, einem Kaffee oder einem kurzen Spaziergang verbinden. Außerdem lohnt ein Blick auf die Tariflogik: Ad-hoc-Laden ohne Vertrag ist bequem, aber oft teurer als Laden mit einem passenden Tarif. Viele Netze bieten Modelle für Gelegenheitsfahrende und Vielfahrende an, mit oder ohne Grundgebühr. Wer Langstrecke fährt, kann damit spürbar sparen.

6. Vorklimatisieren spart Reichweite
Im Sommer lohnt es sich, den Innenraum während des Ladevorgangs vorzukühlen. Das schont den Akku für die Fahrstrecke, weil die Klimaanlage die Energie direkt aus dem Netz bezieht statt aus der Batterie.

7. Bezahlen: mehr Transparenz durch AFIR
Seit April 2024 gilt EU-weit die AFIR-Regelung. Sie bringt mehr Transparenz bei Preisbestandteilen und eine zuverlässigere Möglichkeit zur Ad-hoc-Zahlung. Für neu errichtete öffentliche Schnellladepunkte ab 50 kW ist Ad-hoc-Bezahlung verpflichtend. Das reduziert das Risiko, an einer Säule ohne Zahlungsoption zu stehen, dennoch ist es sinnvoll, mindestens eine Lade-App oder -karte als Backup dabei zu haben.

8. Laden im Ausland: regional unterschiedlich
Das Laden in Europa ist deutlich einfacher geworden, regional aber nach wie vor verschieden. In Mitteleuropa und vielen Ferienregionen ist die Planung meist unkompliziert; abseits der Hauptrouten oder in ländlichen Gebieten kann das Netz dünner werden. Vorab informieren: Ladepunkte rund um Unterkunft und Zielregion prüfen, idealerweise mit Lademöglichkeit direkt am Hotel oder Apartment. Auf Bezahlmöglichkeiten und mögliche Zusatzkosten wie Roaming-Aufschläge oder Blockiergebühren achten.

Mit einem guten Ausgangs-Ladestand, solider Routenplanung, sinnvoll gesetzten Ladepausen und einem Blick auf Tarife und Bezahloptionen ist die Urlaubsfahrt mit dem Elektroauto heute wirklich alltagstauglich. Und das Ladenetz entlang wichtiger Reiserouten wird laufend dichter.

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