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Fitnesscheck für die Wallbox: So bleibt die Ladeausrüstung lange in Form

Fitnesscheck für die Wallbox: So bleibt die Ladeausrüstung lange in Form


Lesedauer 3 min
Moderne Wallboxen brauchen wenig Pflege, aber ein paar Handgriffe pro Monat machen den Unterschied zwischen langer Freude und frühem Ausfall. Was Nutzerinnen und Nutzer regelmäßig beachten sollten.

Daheim das E-Auto laden ist praktisch, und in Kombination mit einer PV-Anlage auch finanziell attraktiv. Damit die Ladeausrüstung möglichst lange zuverlässig funktioniert, braucht es keine großen Eingriffe, sondern vor allem Aufmerksamkeit bei der monatlichen Sichtkontrolle.

Wallbox: Gehäuse, Buchse und Feuchtigkeit im Blick
Einmal im Monat lohnt sich ein kurzer Check: Gehäuse auf Beschädigungen, Risse oder Verfärbungen prüfen, ebenso die Kabelverschraubungen und etwaige Anzeichen von Feuchtigkeit oder Rost. Besonders bei Außeninstallationen können UV-Strahlung, Frost, Hagel und Temperaturschwankungen die Materialien beanspruchen.

Auch die Ladebuchse verdient regelmäßig Aufmerksamkeit. Staub, Blätter, Insekten oder Feuchtigkeit können die Steckverbindung beeinträchtigen. Zum Reinigen reicht meist ein trockenes Mikrofasertuch. Hochdruckreiniger und aggressive Reinigungsmittel sind tabu. Sie beschädigen empfindliche Bauteile.

Software-Updates nicht vergessen
Viele Wallboxen sind mit WLAN oder Mobilfunkanbindung ausgestattet. Regelmäßige Updates bringen Sicherheitsverbesserungen, Fehlerbehebungen und zusätzliche Funktionen. Gelegentlich in die Hersteller-App oder auf das Online-Portal schauen und verfügbare Updates durchführen. Das hält die Software aktuell. Wer die Wallbox intensiv nutzt oder sie bereits mehrere Jahre in Betrieb hat, sollte zudem eine fachmännische Überprüfung einplanen. Fehlerstromschutzschalter und andere Sicherheitseinrichtungen profitieren davon.

Das Ladekabel: beansprucht und pflegebedürftig
Neben der Wallbox ist das Ladekabel die am stärksten belastete Komponente. Beim Aufrollen, Transport und bei wechselnden Wetterbedingungen entstehen Beanspruchungen, die auf Dauer Schäden verursachen können. Scharfe Knicke und starke Zugbelastungen sollten vermieden werden. Das Kabel darf keinesfalls in Autotüren, Haustüren oder Garagentore eingeklemmt werden, und auch das Überfahren mit Fahrzeugen kann die Isolierung beschädigen und ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Stecker: Kontakte schützen, Kappen dran lassen
Bei den Steckern gilt: Kontakte nicht mit bloßen Fingern berühren und vor jedem Ladevorgang auf Verschmutzungen prüfen. Vorhandene Schutzkappen sollten stets montiert bleiben, denn sie schützen die empfindlichen Steckverbindungen vor Schmutz und Feuchtigkeit. Selbst kleine Steinchen oder metallische Fremdkörper können die Kontaktqualität beeinträchtigen. Nach starkem Regen oder Schneefall empfiehlt es sich, das Kabel vor dem Verstauen abzutrocknen. Zur Lagerung eignen sich trockene, saubere und möglichst schattige Orte. Direktes Sonnenlicht lässt Kunststoffummantelungen auf Dauer altern.

Mobile Ladegeräte: besondere Vorsicht
Wer zusätzlich mobile Ladegeräte oder Notladekabel für Haushaltssteckdosen nutzt, sollte besonders aufmerksam sein. Mehrfachsteckdosen sind zum Laden ungeeignet. Kabeltrommeln müssen vor dem Ladevorgang vollständig abgewickelt werden, da sie sonst überhitzen können. Erwärmte Steckdosen oder verfärbte Kontakte sind Warnzeichen, bei denen eine Fachkraft die Steckdose überprüfen sollte.

Adapter, mobile Ladeeinheiten und Transporttaschen regelmäßig kontrollieren: fester Sitz, intaktes Gehäuse, keine ungewöhnliche Erwärmung. Transporttaschen sollten zudem sauber gehalten werden, da sich dort Feuchtigkeit, Schmutz oder Streusalz ansammeln können.

Schon wenige Minuten Pflege pro Monat reichen aus, um die Ladeausrüstung in gutem Zustand zu halten. Das erhöht die Sicherheit, verlängert die Lebensdauer und sorgt für zuverlässiges Laden - Tag für Tag.

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