Energie AG nimmt Agri-PV-Anlage in Schalchen in Betrieb

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Am 19. Oktober 2026 hat die Energie AG gemeinsam mit Landeshauptmann Thomas Stelzer, CEO Leonhard Schitter und Bürgermeister Andreas Stuhlberger die Agri-PV-Anlage in Schalchen im Innviertel offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage umfasst rund 9.350 Module und erzeugt jährlich 8,06 GWh Strom. Über ihre geplante Betriebsdauer von 30 Jahren spart sie damit insgesamt 58.000 Tonnen CO2 ein.
Doppelnutzung: Strom und Landwirtschaft auf einer Fläche
Agri-PV bezeichnet die gleichzeitige Nutzung einer Fläche für die Solarstromerzeugung und die Landwirtschaft. Die Modulreihen werden dabei so aufgeständert, dass darunter und dazwischen weiterhin Bewirtschaftung möglich bleibt. In Schalchen stehen mehr als 75 Prozent der Gesamtfläche weiterhin der Landwirtschaft zur Verfügung. Das auf der Fläche gewonnene Mähgut dient als Futtermittel für Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen.
Bürgerinnen und Bürger profitieren ab 2027 direkt
Ein besonderes Merkmal der Anlage in Schalchen ist die geplante Bürgerbeteiligung. Ab 2027 können Einwohnerinnen und Einwohner der Region über den Energie AG E-Fairteiler Strom direkt aus dieser Anlage beziehen. Der E-Fairteiler ist das Modell der Energie AG für gemeinschaftliche Erzeugungsanlagen, bei dem Teilnehmerinnen und Teilnehmer anteilig an der vor Ort produzierten Energie beteiligt werden. Damit ist die Anlage in Schalchen das erste Agri-PV-Projekt der Energie AG, bei dem die lokale Bevölkerung direkt an der vor Ort erzeugten Solarenergie teilhaben kann.
Schalchen als Teil eines größeren PV-Ausbauprogramms
Die Inbetriebnahme in Schalchen steht im Kontext einer konsequenten Ausbaustrategie der Energie AG. Im laufenden Geschäftsjahr sollen PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 25 MWp realisiert werden, was zusätzlich bis zu 8.000 Haushalte bilanziell mit Sonnenstrom versorgen soll. Bis 2035 investiert das Unternehmen insgesamt vier Milliarden Euro in erneuerbare Energien, davon rund 300 Millionen Euro für eigene PV-ErzeugungsanlagenWeitere Agri-PV-Projekte sind bereits in Planung und sollen in den kommenden Jahren in ganz Oberösterreich umgesetzt werden.
Die Anlage in Schalchen ist ein konkretes Beispiel dafür, wie die Energie AG erneuerbare Stromerzeugung, regionale Landwirtschaft und Bürgerbeteiligung in einem Projekt zusammenführt und damit den schrittweisen Übergang zu einer erneuerbaren Energieversorgung in Oberösterreich voranbringt.