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Energie AG ebnet den Weg für Wasserstoff- versorgung in Oberösterreich

Vorstand CTO Alexander Kirchner Portrait 2024
Technikvorstand Interview Interviewsituation

Lesedauer 3 min
Ein Meilenstein in die erneuerbare Energiezukunft. Die Energie AG plant ein Wasserstoff-Startnetz. Mehr dazu in diesem Artikel.

Die Energie AG Oberösterreich setzt mit der Planung eines Wasserstoff-Startnetzes einen wichtigen Meilenstein in der Transformation hin zu einer erneuerbaren Energiezukunft. Als einer der ersten Schritte wird ein Leitungsstrang des bestehenden Erdgasnetzes zwischen Linz und Sattledt für die Nutzung mit grünem Wasserstoff eingereicht. Dieses Projekt verdeutlicht die Vorreiterrolle der Energie AG bei der Umsetzung innovativer Technologien für die Energiewende.

Warum Wasserstoff der Schlüssel zur Energiewende ist

Grüner Wasserstoff gilt als vielseitiger Energieträger der Zukunft. Er ist nicht nur klimaneutral, sondern auch als saisonaler Speicher und für industrielle Anwendungen unverzichtbar. Zudem bietet er im Schwertransport die Möglichkeit, CO₂-Emissionen erheblich zu reduzieren. Die Fähigkeit, bestehende Erdgasleitungen für den Transport von Wasserstoff umzurüsten, eröffnet neue Wege zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen und trägt zur Dekarbonisierung bei.

„Grüner Wasserstoff ist für die Energie AG ein wesentlicher Bestandteil für eine erneuerbare Energiezukunft. Mit der Umwidmung der bestehenden Leitung zwischen Linz und Sattledt setzen wir einen ersten großen Schritt“, betont Alexander Kirchner, CTO der Energie AG. Dieser Schritt macht Oberösterreich zu einer der ersten Regionen in Österreich, die Wasserstoff aktiv in das Energienetz integriert.

Dual-Use-Leitungen: Methan und Wasserstoff auf einer Strecke

Ein besonderes Merkmal des geplanten Wasserstoffnetzes ist die geplante Doppelnutzung der Leitungen. Die Netz Oberösterreich GmbH plant eine Doppelstrangleitung zwischen Linz-Ebelsberg und Sattledt sowohl für Methan (Erdgas) als auch für Wasserstoff zu nutzen. Die zweite Röhre mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern wird speziell für den Wasserstofftransport ertüchtigt und kann pro Stunde bis zu 50.000 Kubikmeter befördern – eine Menge, die einer Leistung von 170 MW entspricht.

Diese innovative Lösung ermöglicht es, sowohl die bestehenden Bedürfnisse der Industrie nach Erdgas zu erfüllen als auch Wasserstoff als Energieträger der Zukunft bereitzustellen.

Technologische Anpassungen für die Wasserstoffnutzung

Das Leitungsnetz in Oberösterreich ist durch die industrielle Nachfrage traditionell gut ausgebaut. Für die Umstellung auf Wasserstoff sind Anpassungen an Armaturen und Verteileinrichtungen erforderlich. Diese Umbauten gewährleisten, dass die Leitungen den Anforderungen des neuen Mediums gerecht werden. Die Umrüstung stellt sicher, dass das Netz flexibel bleibt und sowohl Methan als auch Wasserstoff transportieren kann – ein wichtiger Vorteil für die Übergangsphase der Energiewende.

Genehmigungsprozess und wirtschaftlicher Rahmen

Für die Umstellung des Leitungsstrangs ist eine Änderung der Betriebsanlagengenehmigung erforderlich, die durch das Amt der Landesregierung geprüft wird. Der rechtliche Rahmen für die Umsetzung ist bereits geklärt, wodurch die wirtschaftliche Grundlage für das Projekt gesichert ist.

Ein entscheidender Schritt in die Zukunft

Mit dem Wasserstoff-Startnetz beweist die Energie AG erneut ihre Vorreiterrolle bei der Entwicklung nachhaltiger Technologien. Das Projekt verbindet Innovation, Ressourcenschonung und den Aufbau einer zukunftssicheren Energieinfrastruktur. Die Doppelnutzung bestehender Leitungen zeigt, wie durchdacht und effizient der Wandel hin zu erneuerbaren Energien gestaltet werden kann. Dieses Vorhaben unterstreicht, dass Oberösterreich eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Energiewende einnimmt und als Vorbild für andere Regionen dienen kann.

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