Kraftwerk Traunfall: Tag der offenen Baustelle

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Der Neubau ersetzt drei in die Jahre gekommene Anlagen, deren Geschichte bis ins Jahr 1888 zurückreicht, und wird ab 2028 als drittgrößtes Kraftwerk der Energie AG an der Traun in Betrieb gehen.
Rückbau abgeschlossen, ökologische Maßnahmen zur Hälfte umgesetzt
Der Rückbau des ehemaligen Kraftwerks Siebenbrunn und der Wehranlage Gschröff ist abgeschlossen. Damit wurde der Platz geschaffen, den die neue Wehranlage und die ökologischen Gestaltungsmaßnahmen im Stauraum benötigen. Rund die Hälfte dieser Maßnahmen ist bereits umgesetzt. Während der Sommermonate konzentrierten sich die Arbeiten bewusst auf Bereiche außerhalb der Traun, um die ökologisch sensible Laichperiode der Fische nicht zu belasten. Mit September wurden die Arbeiten im Wasser wieder aufgenommen.
Wehranlage und Stollen: Fortschritt auf allen Baufronten
Im Bereich der Wehranlage ist die Baugrabenumschließung fertiggestellt, Aushub und Betonarbeiten verlaufen im Plan. Ab November wird das erste von drei Wehrsegmenten montiert, jedes davon rund 53 Tonnen schwer.
Parallel dazu ist der Oberwasserstollen mit etwa 330 Metern bereits zu rund 90 Prozent vorgetrieben. Nach dem Vortrieb folgten Abdichtungsarbeiten und die Herstellung der Betoninnenschale. Zudem wurde der rund 100 Meter lange Unterwasserstollen vorgetrieben. Der Durchschlag erfolgt erst mit dem Abbruch des bestehenden Kraftwerks Traunfall.
Krafthaus: 26 Meter Tiefe, der Bau wächst nun nach oben
Im Bereich des Krafthauses ist die Baugrubensicherung abgeschlossen und der tiefste Punkt der rund 26 Meter tiefen Baugrube erreicht. Damit beginnt die nächste Phase, in der das Bauwerk vom Fundament aus Gestalt annimmt. Besonders anspruchsvoll ist dabei das Saugrohr der Turbine: Dieses Bauteil verbindet die Kaplan-Turbine mit dem Unterwasser und sorgt dafür, dass die im Wasser enthaltene Energie so vollständig wie möglich genutzt werden kann. Der natürliche Traunfall bleibt von all diesen Eingriffen unberührt.
Region als Partner, nicht als Zuschauer
Der Tag der offenen Baustelle war mehr als eine Informationsveranstaltung. Er machte sichtbar, dass ein Infrastrukturprojekt dieser Größenordnung Vertrauen braucht und nicht nur Genehmigungen. „Mit dem Neubau des Kraftwerk Traunfall realisieren wir eines der bedeutendsten Wasserkraftprojekte Oberösterreichs der letzten Jahrzehnte. Die bisherigen Baufortschritte sind beeindruckend und machen den Projekterfolg bereits heute sichtbar. Das große Interesse der Bevölkerung unterstreicht die hohe Bedeutung des Projekts für die Region und seine Rolle als zentrale Infrastrukturinvestition für die künftige Energieversorgung", betonte Alexander Kirchner, CTO der Energie AG. Das Projekt steht damit exemplarisch für den Anspruch der Energie AG, erneuerbare Energie mit regionaler Verantwortung zu verbinden.
Mit der geplanten Inbetriebnahme 2028 wird das Kraftwerk Traunfall jährlich sauberen Strom für rund 35.000 Haushalte liefern und einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung aus heimischen Quellen leisten.