Pumpspeicherkraftwerk Ebensee: Montage der ersten Großkomponenten

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Mit einem Investitionsvolumen von fast einer halben Milliarde Euro ist das Pumpspeicherkraftwerk Ebensee das bislang größte Einzelvorhaben in der Geschichte der Energie AG. Der geplante Inbetriebnahmetermin Ende 2028 rückt näher, und die Baustelle zeigt, was es dafür braucht: Arbeiten unter Tage, im Wasser und beim Oberwasserspeicher.
Eine Kaverne so groß wie eine Kirche
Im Herz des Projekts liegt die unterirdische Kraftwerkskaverne: 53 Meter lang, 26 Meter breit und 41 Meter hoch. Das entspricht in etwa den Dimensionen der Kirche in Ebensee. Hier wird künftig die zentrale elektromechanische Ausrüstung untergebracht. Im Inneren ist bereits eine Betonbrücke zwischen Zufahrtsstollen und Energieableitungsstollen errichtet worden, die als Basis für Transport- und Hebearbeiten dient.
Seit Ende August arbeitet Andritz Hydro, Hauptauftragnehmer für die elektro- und maschinentechnische Kraftwerksausrüstung, an der Montage der ersten Großkomponenten. Dazu zählt unter anderem die Einbringung und Positionierung des Saugrohrs, ein erster sichtbarer Schritt hin zum fertigen Maschinenhaus.



Unter Wasser: Felskeil weicht der Einlauftrompete
Am Traunsee ist ebenfalls Bewegung. Vor dem Ein- und Auslaufbauwerk liegt noch ein Felskeil, der unter Wasser abgetragen werden muss. Dafür kommt ein Ponton zum Einsatz, ein schwimmender Lastenträger, von dem aus ein Bagger die Arbeiten ausführt. Im Spätherbst wird die mehr als 200 Tonnen schwere Stahl-Einlauftrompete eingeschwommen und von Tauchern in rund neun Metern Tiefe an das Ein- und Auslaufbauwerk angedockt.
Oberwasserspeicher: Damm zu 90 Prozent fertig
Beim Oberwasserspeicher ist der Damm bereits zu rund 90 Prozent fertiggestellt. Das ausgebrochene Material wird schichtweise eingebaut, verdichtet und qualitätsgesichert. Die endgültige Dammkrone ist bereits gut erkennbar. Die Besonderheit: Vorhandene und zwischenzeitlich gelagerte Wurzelstöcke wurden gezielt im sichtbaren Dammprofil und in der Speichervorschüttung eingebaut, damit sich der Bereich langfristig wieder natürlich in die Umgebung einfügt. Erste Messhütten zur Dammüberwachung sind auf der Böschung bereits sichtbar.