Zum Hauptinhalt springen

Grenzüberschreitendes Leuchtturmprojekt für erneuerbare Wärmeversorgung

Blog EnergieAberGut.

Lesedauer 3 min
Das Biomasseheizwerk in Ramingdorf bei Steyr ist nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit feierlich in Betrieb genommen worden. Das neue Werk verfügt über eine thermische Leistung von 10 Megawatt und erhöht die bestehende Fernwärmekapazität für Steyr um rund 30 Prozent.

Das Heizwerk wurde auf Initiative und in Partnerschaft der beiden Landesenergieversorger Energie AG Oberösterreich und EVN AG im Rahmen ihres gemeinsamen Tochterunternehmens Bioenergie Steyr GmbH realisiert. Das Kraftwerksareal liegt an der Grenze der Bundesländer Oberösterreich und Niederösterreich und verbindet damit symbolisch wie praktisch die beiden Bundesländer, um gemeinsam einen nachhaltigen Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Diese Zusammenarbeit steht exemplarisch für das, was heute und in Zukunft notwendig ist: grenzübergreifendes Denken, nachhaltiges Handeln und Visionen zu verwirklichen, um gemeinsame Ziele zu erreichen.

Was bringt’s für Steyr?

Die Region Steyr profitiert gleich in mehrfacher Hinsicht von dieser über Bundesländergrenzen gebauten Energiebrücke:

Zum einen bedeutet es technologische Entwicklung: Denn das neue Biomasseheizwerk erbringt eine eindrucksvolle thermische Leistung von 10 Megawatt. Dies macht eine Steigerung der aktuellen Fernwärmekapazität um rund 30 % aus – ein bedeutender Fortschritt, der sowohl den steigenden Bedarf an erneuerbarer Wärme abdeckt als auch eine sichere und langfristig stabile Versorgung garantiert. Zum anderen bringt das Projekt bedeutende wirtschaftliche Vorteile mit sich. Denn um diese Wärmeleistung erzielen zu können werden jährlich knapp 300.000 Schüttraummeter Hackschnitzel für das Kraftwerk gebraucht. Diese werden selbstverständlich direkt aus der Region bezogen. Dadurch wird zusätzlich Wertschöpfung für lokale Betriebe geschaffen.

Durch die Verwendung regionaler Ressourcen wird auch die Umwelt geschont. Denn durch den Betrieb des Heizwerks kann mit lokalen Rohstoffen eine beträchtliche Summe von rund 50.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Daraus ergibt sich eine verlässliche, planbare und CO2-neutrale Wärmeversorgung für tausende Haushalte sowie die Betriebe in Steyr.

Für die Technikvorstände der Energie AG und EVN AG, Alexander Kirchner und Stefan Stallinger, ist der Einsatz heimischer Biomasse das Gebot der Stunde: „In Zeiten globaler Verunsicherung gewinnt die regionale Energieversorgung an strategischer Bedeutung. Mit dem neuen Biomasseheizwerk schaffen wir eine weitere verlässliche, planbare und CO2-neutrale Wärmeversorgung – insbesondere für unsere Industriebetriebe, die auf Versorgungssicherheit und langfristige Stabilität angewiesen sind. Die Erweiterung des Standorts ist ein klares Bekenntnis zur Transformation unseres Energiesystems – gemeinsam, über Grenzen hinweg.“

Alle Kategorien

Zur Übersicht