E-LKW im Alltagseinsatz: 30 Tonnen CO₂ eingespart

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In einem Jahr 33-mal von Redlham nach Wörth und retour – elektrisch
Vor genau einem Jahr hat die Energie AG Umwelt Service ihren ersten elektrischen LKW in Betrieb genommen und kann nun auf eine eindrucksvolle Bilanz verweisen: Der vollelektrische Mercedes eActros mit Ladebordwand hat am Standort Redlham bereits rund 33.000 Kilometer zurückgelegt. Das entspricht in etwa der Strecke von 33 Fahrten zwischen Redlham und dem Produktionsstandort des Fahrzeugs in Wörth am Rhein bei Karlsruhe – allerdings kommt der eActros für deutlich regionalere Aufgaben zum Einsatz.
Alltagseinsatz im Stückgut-Bereich
Der knapp zehn Meter lange und rund 13,5 Tonnen schwere e-LKW wird vor allem in den Bezirken Vöcklabruck, Gmunden und Ried im Innkreis eingesetzt – etwa zur Sammlung von Stückgut wie Altöl in Fässern, Altbatterien oder medizinischen Abfällen. Gegenüber einem herkömmlichen Diesel-LKW wurden damit rund 30 Tonnen CO₂ eingespart.
Fahrer Johann Maringer, der das Fahrzeug seit dem ersten Tag steuert, berichtet: „Ja, natürlich sind wir darauf angesprochen worden, dass wir da jetzt elektrisch unterwegs sind. Die Leute waren da ein wenig erstaunt, aber zumeist positiv überrascht.“ Auch das Fahrgefühl unterscheide sich spürbar vom klassischen Diesel: „Er ist wunderbar leise und fährt sich angenehm und komfortabel.“
Positive Bilanz auch intern – E-Mobilität als Alltagsthema
Auch intern hat der eActros für mehr Aufmerksamkeit rund um das Thema E-Mobilität gesorgt. Fahrer Johann Maringer wurde nicht nur von der Bevölkerung angesprochen – auch Kolleg:innen aus anderen Regionen zeigten Interesse an den Erfahrungen aus Redlham. „Am Anfang war natürlich eine gewisse Skepsis da, gerade wenn’s um Reichweite und Ladezeiten geht. Aber inzwischen hat sich gezeigt, dass der E-LKW dem Diesel in vielen Punkten ebenbürtig ist und in manchen ist er sogar überlegen.“ Der komfortable, leise Fahrstil, das direkte Ansprechverhalten und die einfache Handhabung würden im Alltag für Entlastung sorgen. Zudem betont die Energie AG Umwelt Service, dass die Fahrten gut planbar seien – auch bei anspruchsvolleren Routen. Für das Team in Redlham ist klar: Elektromobilität ist kein Zukunftsthema mehr. Sie ist vielmehr ein praktikabler Teil der Gegenwart, der mit wachsender Infrastruktur weiter an Bedeutung gewinnen wird.
Zwei neue Pressfahrzeuge im Einsatz
Die erfolgreiche Erfahrung mit dem ersten eActros hat zur Erweiterung der elektrischen Fahrzeugflotte geführt: Seit Mai 2025 sind zwei weitere eActros-Fahrzeuge mit Pressaufbau im Einsatz – spezialisiert auf die Altpapiersammlung im Bezirk Vöcklabruck. Das gesammelte Altpapier wird am Standort Redlham aufbereitet und anschließend der Papierindustrie zur Wiederverwertung zugeführt.
Mit einer Reichweite von rund 150 Kilometern pro Tag und einer Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h sind die Fahrzeuge optimal auf den regionalen Einsatz abgestimmt. Die Aufladung erfolgt über Nacht an leistungsstarken 300-kW-Ladestationen, gespeist aus einer firmeneigenen Photovoltaikanlage mit 200 kWp Leistung sowie Strom aus dem Netz. So steht die volle Reichweite jeden Morgen zur Verfügung.
Unterstützung durch Förderprogramm ENIN
Die Anschaffung der Fahrzeuge wurde durch das Förderprogramm ENIN (Emissionsfreie Nutzfahrzeuge und Infrastruktur) unterstützt. Dieses ermöglicht Unternehmen den Einstieg in eine emissionsfreie Fahrzeugflotte und fördert gleichzeitig die notwendige Ladeinfrastruktur.