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Sonnenstrom und Landwirtschaft – AGRI-PV Anlage für Mauthausen

CTO Alexander Kirchner und Aufsichtsratsvorsitzender Markus Achleitner

Lesedauer 3 min
Agri-PV-Anlage Mauthausen verbindet Sonnenstrom mit Landwirtschaft – ohne Flächenversiegelung. Ein Projekt der Energie AG für 685 Haushalte und eine klimafreundliche Zukunft.

Sonnenkraft trifft Landwirtschaft – Agri-PV-Anlage in Mauthausen gestartet

Die Energie AG Oberösterreich treibt den Ausbau erneuerbarer Energie mit Nachdruck voran – und setzt dabei auch auf neue Lösungen wie Agri-Photovoltaik. Am 23. April 2025 erfolgte in Mauthausen der feierliche Spatenstich für ein neues Leuchtturmprojekt: eine Photovoltaikanlage, die gleichzeitig Strom produziert und landwirtschaftlich nutzbar bleibt.

Ein Projekt mit doppeltem Nutzen

Die neue Agri-PV-Anlage kombiniert zwei Dinge, die auf den ersten Blick kaum zusammenpassen: Sonnenstrom und Landwirtschaft. Doch genau das macht dieses Projekt so innovativ. Auf rund 80 Prozent der Fläche kann weiterhin gemäht und geerntet werden, während auf dem Rest Strom für etwa 685 Haushalte produziert wird – nachhaltig, regional und effizient.

CTO Alexander Kirchner bringt es auf den Punkt: „Diese Agri-PV-Anlage ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir die nachhaltige Energieversorgung in Oberösterreich vorantreiben und gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung erhalten können.“

Energie aus der Sonne – direkt vom Feld

Mit einer Leistung von 2,09 Megawattpeak (MWp) und einer Jahresproduktion von rund 2,4 Gigawattstunden (GWh) wird die Anlage ab Sommer 2025 sauberen Strom in das Netz einspeisen. Über die geplante Laufzeit von 30 Jahren werden rund 23.000 Tonnen CO₂ eingespart – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in der Region. Die installierten 3.448 Module werden so aufgestellt, dass sie optimale Sonneneinstrahlung nutzen und gleichzeitig ausreichend Platz für landwirtschaftliche Maschinen lassen

Die technischen Komponenten der Anlage sind auf eine lange Lebensdauer ausgelegt und können bei Bedarf rückstandslos rückgebaut werden. So bleibt die Fläche auch langfristig flexibel nutzbar – ein zentraler Aspekt im nachhaltigen Flächenmanagement.

Voller Einsatz für die Energiewende

Für Energie AG-Aufsichtsratsvorsitzenden Markus Achleitner steht die neue Anlage sinnbildlich für den Kurs des Bundeslands: „Oberösterreich ist Spitzenreiter bei der Umsetzung der Energiewende. Die Agri-PV-Anlage in Mauthausen steht für Klimaschutz mit Hausverstand und ist ein Musterbeispiel dafür, wie wir nachhaltigen Sonnenstrom erzeugen können, ohne wertvolle Flächen zu verlieren.“

Gute Energie, gutes Futter

Was die Anlage zusätzlich besonders macht: Das Mähgut der landwirtschaftlich genutzten Fläche wird weiterhin sinnvoll eingesetzt – zur Fütterung von Pferden und Rindern. So wird nicht nur Energie gewonnen, sondern auch ein Beitrag zur regionalen Tierhaltung geleistet.

Weitere Projekte in Planung

Die Agri-PV-Anlage in Mauthausen ist Teil einer breiten Ausbauoffensive der Energie AG. Bis 2035 will das Unternehmen insgesamt vier Milliarden Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Für Photovoltaik allein sind rund 300 Millionen Euro vorgesehen.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen mehr als 25 MWp an PV-Leistung errichtet werden – das entspricht Sonnenstrom für zusätzlich rund 10.000 Haushalte pro Jahr.

Damit zeigt sich: Die Energie AG übernimmt als Landesenergieversorger eine zentrale Rolle in der regionalen Energiewende – und schafft Projekte, von denen Umwelt, Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen profitieren.

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