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EnergiewendePhotovoltaik

Größte Agri-PV-Anlage Oberösterreichs geht in Betrieb

Agri PV

Lesedauer 3 min
Oberösterreichs aktuell größte Agri-PV-Anlage liefert Sonnenstrom und schützt gleichzeitig die Landwirtschaft. Ein Projekt der Energie AG, das Klimaschutz und regionale Wertschöpfung verbindet.

Sonnenstrom vom Feld

In Pischelsdorf wurde Mitte Mai 2025 ein neues Leuchtturmprojekt für nachhaltige Energie feierlich eröffnet: Die größte Agri-PV-Anlage für Grün- und Ackerland in Oberösterreich. In Kooperation mit der EWS Consulting GmbH und der Energie AG Oberösterreich wurde nach nur einem halben Jahr Bauzeit das sogenannte „EWS Sonnenfeld Pischelsdorf“ in Betrieb genommen.

Klimaschutz und Landwirtschaft gemeinsam auf einem Feld

Das Besondere an dieser Photovoltaikanlage: Sie kombiniert erneuerbare Stromerzeugung mit landwirtschaftlicher Nutzung. 80 Prozent der Fläche bleiben weiterhin für die Landwirtschaft nutzbar, auf den restlichen 20 Prozent wird sauberer Sonnenstrom erzeugt – genug, um mehr als 1.680 Haushalte jährlich mit Energie zu versorgen.

Für Energie AG-CEO Leonhard Schitter ist das Projekt ein wichtiger Meilenstein: „Mit der Inbetriebnahme der aktuell größten Agri-PV-Anlage Oberösterreichs setzen wir ein klares Zeichen für die regionale und nachhaltige Energiezukunft.“

Ein starkes Zeichen für die Energiewende

Auch Energie AG-Aufsichtsratsvorsitzender Markus Achleitner betont die Bedeutung: „Oberösterreich ist Spitzenreiter bei der Umsetzung der Energiewende. Die Agri-PV-Anlage in Pischelsdorf ist ein Musterbeispiel dafür, wie Sonnenstromerzeugung und Landwirtschaft Hand in Hand gehen können.“ Die Anlage ist Teil des Plans, den Sonnenstrom-Anteil in Oberösterreich bis 2030 zu verzehnfachen. Mit dem Projekt zeigt sich einmal mehr, wie die Energiewende auch auf regionaler Ebene erfolgreich umgesetzt werden kann – durch Innovation, Kooperation und das Einbinden der Bevölkerung.

Mehr als Strom: Schutz, Nachhaltigkeit und Beteiligung

Neben der Stromproduktion bietet das Sonnenfeld auch Vorteile für die Landwirtschaft: Die PV-Module sorgen für Schutz vor Frost, Hagel oder Dürre. Es wird kein Boden versiegelt, und nach rund 30 Jahren können die Komponenten rückstandslos entfernt oder erneuert werden.

Bürgermeister Gerhard Höflmaier zeigt sich stolz: „Mit dieser Anlage erzeugen wir sauberen Strom direkt vor Ort – und mit dem Crowdinvesting konnten sich auch unsere Bürger:innen am Projekt beteiligen und davon profitieren.“

Das große Interesse aus der Bevölkerung zeigt, wie stark das Thema erneuerbare Energie mittlerweile in den Gemeinden verankert ist – nicht nur als Klimamaßnahme, sondern auch als wirtschaftliche Chance.

Technik trifft regionale Wertschöpfung

Die Anlage umfasst 7.514 Module mit einer Gesamtleistung von 4,58 MWp. Sie erzeugt pro Jahr rund 5,9 Millionen Kilowattstunden Strom, das entspricht dem Verbrauch von über 1.680 Haushalten. Über 114.000 Tonnen CO₂ können so in den nächsten 25 Jahren eingespart werden.

Joachim Payr von EWS Consulting betont die Bedeutung für die Region: „Dieses Projekt steht für höchste Flächeneffizienz bei geringstem Bodenverbrauch – und es freut uns, dass so viele Menschen aus der Region beim Crowdinvesting mitgemacht haben.“

Auch für andere Gemeinden kann das Sonnenfeld Pischelsdorf als Vorbild dienen: für mutige Entscheidungen, gute Zusammenarbeit – und eine starke Verbindung von Energie und Landwirtschaft.

Noch viele Projekte geplant

Die Energie AG plant in den kommenden Jahren zahlreiche weitere Projekte im Bereich Photovoltaik. Insgesamt sollen bis 2035 rund 4 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investiert werden. Allein für den Ausbau der PV-Eigenerzeugung sind etwa 300 Millionen Euro eingeplant.

Peter Stöckler, Geschäftsführer der Energie AG Erzeugung: „Schon heuer wollen wir eine Gesamtleistung von über 25 MWp errichten. Damit versorgen wir jedes Jahr zusätzlich rund 10.000 Haushalte mit sauberem Sonnenstrom.“

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