Kupfermuckn bargeldlos. Die Energie AG macht’s möglich.

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Wer öfters durch die Linzer Innenstadt flaniert, hat sie bestimmt schon mal gesehen – die Kupfermuckn und ihre Verkäufer:innen. Die beliebte Straßenzeitung gibt es seit 1996, ins Leben gerufen von der ARGE für Obdachlose. Sie bietet Menschen, die in Armut leben oder obdachlos sind, eine Möglichkeit, Geld zu verdienen – indem sie die Zeitung mitgestalten und verkaufen.
Mit einer Auflage von bis zu 50.000 Stück im Monat hat die Kupfermuckn eine beachtliche Reichweite und gibt den Verkäufer:innen eine Stimme, um ihre Perspektive auf wichtige soziale Themen zu teilen. Neben Linz gibt es die Kupfermuckn auch in Wels, Vöcklabruck und Steyr. Doch der digitale Wandel bringt Herausforderungen mit sich. Immer mehr Menschen nutzen digitale Zahlungsmethoden und der Verkauf von Straßenzeitungen ist in ganz Österreich um etwa 30 % zurückgegangen. Heute werden pro Ausgabe nur noch etwa 18.000 Zeitungen verkauft – die Hälfte dessen, was vor der Pandemie möglich war.
Für Sozial-Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer gehört die beliebte Straßenzeitung zum Linzer Stadtbild wie die Landstraße und der Pöstlingberg. „Die Kupfermuckn bieten für wohnungslose Menschen eine sinnvolle Tagesstruktur und eine Einkunftsmöglichkeit. Vermehrte bargeldlose Zahlungen werden allerdings für die Verkäufer:innen zum Problem. Gemeinsam mit der Energie AG unterstützen wir daher die Weiterentwicklung der Kupfermuckn um eine digitale Bezahlmöglichkeit und weiten damit unsere Kooperation im Sozialbereich weiter aus“, so Hattmannsdorfer.
Kupfermuckn digital bezahlen: Wie funktioniert's?
Käufer:innen können einen QR-Code auf dem Ausweis der Verkäufer:innen scannen, um die Zahlung abzuwickeln. So können auch Menschen, die kein Bargeld dabeihaben oder einfach lieber digital bezahlen, die Zeitung kaufen. Darüber hinaus wird es in Zukunft die Kupfermuckn auch als E-Paper geben. Die Verkäufer:innen bekommen dafür ein persönliches Konto, auf dem die Einnahmen gesammelt und später an sie ausgezahlt werden.
Durch die neuen Ausweise im Scheckkartenformat wird außerdem die Sicherheit erhöht. So wird es schwieriger für nicht autorisierte Personen, sich als Verkäufer:innen auszugeben. Auch für die ARGE für Obdachlose wird die Umstellung Vorteile bringen: Die Ausweise können schneller erstellt werden und sind deutlich fälschungssicherer. Das wird auch dazu beitragen, dass es weniger Beschwerden über nicht legitimierte Verkäufer:innen gibt.
Die Kosten für die Umstellung auf das neue System übernimmt das Sozialressort des Landes Oberösterreich gemeinsam mit der Energie AG.
*Aus Verantwortung sozial*
„Als Energie AG ist es uns ein großes Anliegen, Menschen in Not zu unterstützen. Wir nehmen unsere soziale Verantwortung als größter Energieversorger Oberösterreichs sehr ernst, daher weiten wir unsere soziale Kooperation zugunsten obdachloser Menschen aus“, so Dr. Leonhard Schitter, CEO Energie AG.
Die Umsetzung der bargeldlosen Bezahlung der Kupfermuckn ist eine Fortsetzung der Kooperation von Sozialressort und Energie AG im Bereich der Sozial- und Wohnungslosenpolitik. Gemeinsam mit der Kolpingsfamilie, der HTL 1 Bau & Design und dem Sozialverein B37 sind das Land und der Energieversorger seit letztem Jahr Partner des Projekts „Dach überm Kopf – DÜK“. Ein DÜK ist ein 2x2 Meter großer, modular aufgebauter und versperrbarer Witterungsschutz aus Holz, in dem Bewohner ihre Habseligkeiten unterbringen und die Nacht in Sicherheit verbringen können.
Die Energie AG bringt also nicht nur Strom ins Land, sondern auch Hoffnung in die Herzen – mit ihrem sozialen Engagement gibt sie Menschen in Not eine echte Chance auf einen Neuanfang.