Mercedes EQB: Anders als die Anderen

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In der Welt von Mercedes und in der Welt der elektrischen SUV´s ist der EQB so etwas Ähnliches wie ein Eigenbrötler. Und das ist gut so.
Von einem Mercedes, oder besser gesagt von jedem Mercedes, hat man gewisse Erwartungen. Da geht es um so Basics wie Technik auf neuestem Stand, feine Materialien, perfekte Verarbeitung, moderne Motoren und halbwegs umfangreiche Serienausstattung für einen halbwegs erschwingbaren Preis. Der EQB erfüllt all das in gewohnt souveräner Manier. Doch wo versteckt sich dann der Eigenbrötler in ihm?
Von verstecken kann dabei keine Rede sein. Der Benz zeigt Mut zur Kante, sein steil abfallendes Heck ist so ganz anders als der gängige SUV-Mainstream. Das mag einen optisch nicht vor Begeisterung aufschreien lassen, bietet im Gegenzug dafür einige handfeste Vorteile. Viel Platz, ja klar, das war nicht schwer zu erraten. Aber auch, als Alleinstellungsmerkmal unter seinesgleichen, bis zu sieben Sitze.
Bei einer Länge von rund 4,7 Metern darf man sich zwar keine Wunder erwarten, und tatsächlich können die beiden Sitzplätze in der dritten Reihe nur von Personen bis zu 1,65 Meter Körpergröße genutzt werden. Allein die Tatsache, dass Kindersitze montiert werden können, ist aber schon super. Zudem lässt sich die zweite Sitzreihe in der Länge verschieben, sind deren Lehnen in der Neigung verstellbar. Ein Traum von Variabilität, an dessen anderem Ende ein maximales Ladevolumen von 1.710 Litern steht.
Weniger traumhaft ist es um die maximale Ladeleistung bestellt. 100 kW sind eher bescheiden, quasi auch ein Alleinstellungsmerkmal im Revier der Premium-SUVs. Auch reißt einen die WLTP-Reichweite von 444 Kilometer bei unserem getesteten 300 4Matic nicht vom Hocker. Allerdings relativiert der Blick auf das große Ganze diese Zahlen gleich wieder. Die 100 kW reichen, um den 66,5 kWh großen Akku in 32 Minuten von 10 auf 80% zu laden. Und noch eminenter, die praktische ist von der theoretischen Reichweite nicht weit entfernt.
Das liegt an einer ganzen Summe von Maßnahmen und Ideen, begonnen bei einem wohl durchdachten Thermomanagement samt serienmäßiger Wärmepumpe. Im Zuge des aktuellen Facelifts wurde zudem die Aerodynamik optimiert und effizientere Reifen montiert. Den Rest hat der Fahrer bzw. die Fahrerin in der Hand oder besser gesagt im Fuß. Die maximale Rekuperation ermöglicht One-Pedal-Drive, das Navi zeigt sämtliche auf der Strecke liegenden Ladestopps samt Ladezeiten und Ladestand am Ziel an.
Am einfachsten ist es aber, nicht sämtliche 228 PS und 390 Newtonmeter des EQB 300 abzurufen, nicht ständig in 8 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu sprinten oder fortlaufend dem famosen Durchzug zu frönen. Ist angesichts der Leistung auch kein Problem, im Alltag freut man sich über in der Sekunde abrufbare Reserven.
Noch mehr wird man seine Freude am digitalen und feudalen Interieur haben. Die Bedienung ist dabei dank der famosen Sprachsteuerung rasch erlernt, das kristallklare Head-up Display garantiert, dass man nie den Überblick verliert. Für die Preisliste können wir das nicht versprechen. Viele Extras warten in diversen Paketen, beim EQB 300 4Matic Austria Edition startet die Einkaufstour bei 57.209,00 EUR.
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Daten Merceds EQB 300 4Matic Austria Edition So gibt es ihn auch: So sieht die Konkurrenz aus: |
Bildcredits: energieabergut.at




