Energie sparen beim Kochen und Spülen. Aber richtig.

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Wo wird daheim die meiste Energie verbraucht? Im Normalfall in der Küche. Wenn einen also die Stromabrechnung zur Verzweiflung bringt, kann man mit ein paar Spartipps beim Kochen und Geschirrspülen was dagegen tun.
Gleich nach den Kühl- und Gefriergeräten zählen Herd, Mikrowelle und Backofen mit rund 12 Prozent Verbrauch zu den größten Stromfressern im Haushalt. Aber wie spart man in der Küche Energie, ohne auf den gewohnten Komfort zu verzichten? Werfen wir mal einen Blick aufs Kochen und Geschirrspülen.
Beim Kochen den Stromhunger klein halten.
Beginnen wir bei den Kochtöpfen und Pfannen. Von Zeit zu Zeit ist es ratsam, zu schauen, ob die Böden des Kochgeschirrs noch eben sind. Ist das nicht der Fall, wird die Wärme nicht richtig übertragen. Das verschwendet Energie und verlängert die Kochzeit um bis zu 40 Prozent.
Gleich und gleich gesellt sich gern.
Wenn der Durchmesser von Topf und Herdplatte gleich groß ist, macht man alles richtig. Ist der Topf um nur 3 cm kleiner, gehen gleich ganze 30 Prozent an Energie verloren. Ist er zu groß, dauert der Kochvorgang länger. Und weil zu jedem Topf auch ein Deckel passt, sollte der beim Kochen auch immer drauf sein – in der richtigen Größe, sonst geht Wärme verloren. Selbst wenn‘s verlockend ist, einen Vorgeschmack auf das leckere Gericht zu bekommen: Den Deckel bitte so selten wie möglich öffnen.
Eine Frage des Materials.
Beim Material der Küchen- und Kochgeräte schneiden Edelstahl- und Aluminiumtöpfe besser ab als Emailtöpfe, die beim Garen mehr Energie verbrauchen. Bei den Herden hat der Induktionsherd die Nase vorn. Rund 20 Prozent Energie spart man sich im Vergleich zu einem Glaskeramikherd. Für alle, die auf einen Gasherd schwören, gilt die Faustregel: Je dünner der Topfboden, desto energiesparender. Und die Topfgröße sollte möglichst zur Flamme passen.
Auf die richtige Betriebstemperatur kommen.
Den Herd immer gleich voll aufzudrehen ist nicht wirklich sinnvoll. Besser beim Ankochen einen höheren Wärmegrad wählen und dann auf Dauertemperatur zurückschalten. Und ganz wichtig: Restwärme nutzen! Sie reicht meistens aus, um Speisen bei abgeschaltetem Herd fertig zu kochen.
Alle kochen mit Wasser. Aber auch richtig?
Ganz gleich, ob Nudeln, Knödel oder Reis – der Topf muss nicht randvoll mit Wasser sein. Wer so wenig wie möglich verwendet, spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie. Reis, Bohnen und Getreide zu kochen, gelingt auch wunderbar, wenn man sie vorquellen lässt.
Noch ein Spartipp zum Thema Wasser: Gemüse wäscht man besser in einer Schüssel oder im Waschbecken als unter fließendem Wasser.
Will man beispielsweise Wasser für Tee oder Kaffee erhitzen, macht man das am besten mit einem Wasserkocher. Die Zahlen zeigen es: Für einen Liter braucht ein Wasserkocher nur 0,1 kWh. Auf dem Herd sind es zwei- bis dreimal so viel. Bei einer üblichen Menge von 2,5 Liter am Tag spart man sich aufs Jahr gerechnet ca. 135 kWh!
Übrigens verbrauchen nicht nur Wasserkocher, sondern auch andere Spezialgeräte, wie Eierkocher oder Toaster, vor allem bei kleinen Mengen viel weniger Energie als bei der Zubereitung im Kochtopf oder im Backrohr.
Und klar: Geräte, die man gerade nicht braucht, ausschalten oder direkt den Stecker ziehen.
So spült man noch mehr Geld in die Haushaltskassa.
Nach einem feinen Mahl das Geschirr abzuwaschen, wen freut das schon? Die gute Nachricht: Der Wasserverbrauch beim Geschirrspüler ist in der Regel geringer als beim Abwasch per Hand. Aus Energiesparsicht spricht also mehr fürs Spülgerät – ein paar Punkte gibt’s allerdings schon zu beachten.
Beim Kauf sollte man eher auf Geräte mit einer Standardbreite von 60 cm setzen. Sie verbrauchen im Durchschnitt weniger Wasser und Energie als schmale Geräte mit 45 cm Breite.
Ist das Geschirr stark verschmutzt, reinigt man es zuerst mit kaltem Wasser, bevor es in den Spüler kommt. Bei der Qual der Programmwahl gibt’s dann nur eine richtige Antwort: Eco! Das Eco-Programm läuft zwar länger, verbraucht aber deutlich weniger als das Automatik- oder gar das Intensiv-Programm.
Zum Schluss der wichtigste Spartipp beim Spülgerät: Nur volle Beladung bringt volle Energieersparnis. Wer häufig, aber nur halbvoll beladen spült, verschenkt viel Energie – und damit wertvolle Euro für die Haushaltskassa.