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In Ebensee geht richtig was weiter

Baufortschritt PSKW Pumpspeicherkraftwerk Ebensee Juli 2024 Dammbau Oberwasserspeicher Druckstollen grüne Batterie

Lesedauer 4 min
Mit dem Pumpspeicherkraftwerk Ebensee der Energie AG entsteht die „grüne Batterie Oberösterreichs“. Jetzt wurde das nächste große Etappenziel der Bauarbeiten erreicht: Der 460 Meter lange Zufahrtsstollen ist fertig.

Es geht Schlag auf Schlag beim Bau des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee am Fuße des großen Sonnsteins: Spatenstich im Oktober 2023, Tunnelanschlagsfeier im Februar 2024, nun die Fertigstellung des Zufahrtsstollens und damit das Erreichen der Kaverne im Berginneren. In der Kaverne befindet sich die gesamte Technik des Kraftwerks – wie die Pumpturbine, der Generator, der Transformator und der Energiestollen. Das Schönste daran: Weil das Herz des Kraftwerks unterirdisch schlägt, bleibt die umliegende Landschaft fast vollkommen erhalten.

Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität

Die Energie AG setzt viele starke Impulse für eine nachhaltige Energiezukunft und treibt die Energiewende aktiv voran. Allein für das Pumpspeicherkraftwerk Ebensee werden rund 450 Millionen Euro in die Hand genommen. Das ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Energie AG und ein Meilenstein auf dem Weg in Richtung Klimaneutralität.

Gemeinsam an einem Strang

Ein Großprojekt wie dieses gelingt aber nur, wenn viele kompetente Hände an einem Strang ziehen. Für den Bau des Zufahrtsstollens hat die Energie AG mit den ausführenden Unternehmen intensiv zusammengearbeitet. Gemeinsam mit den

Behörden, der Straßen- und Tunnelverwaltung, den Blaulichtorganisationen sowie den ÖBB wurde die Salzkammergut Bundesstraße B145 und der ÖBB-Tunnel unterquert. Und zwar so, dass die Verkehrsanhaltungen während der Unterquerung auf Zeiten außerhalb des Hauptverkehrs beschränkt werden konnten. „Ich darf mich im Namen des gesamten Projektteams bei den Mineuren und allen, die am Bau des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee beteiligt sind, bedanken. Ihre Arbeit trägt maßgeblich zum Gelingen bei. Ein besonderer Dank gilt auch den Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis“, so Norbert Rechberger, Geschäftsführer der Energie AG Erzeugung.

Wie punktgenau bei so einem Tunnelbau gearbeitet wird, zeigen diese Zahlen: Der Vortrieb erfolgte pro Abschlag mit etwa 130 Bohrlöchern, jeweils bestückt mit exakt dosierten Sprengladungen. Pro Tag fanden zwei bis drei Abschläge durch Sprengungen statt. „Durch das erforderliche Gefälle des Zufahrtsstollens zur Kraftwerkskaverne befinden wir uns nun 460 Meter im Berg und rund 40 Meter unter dem Wasserspiegel des Traunsees“, erläutert Klaus Höller, Projektleiter der Energie AG.

Und wie geht’s nun weiter? Im nächsten Schritt wird eine Durchfahrt durch die Kaverne errichtet. Anschließend wird der Ausbruch der Kaverne im Berginneren vorangetrieben. Mit einer Länge von rund 53 Meter, einer Breite von rund 26 Meter sowie einer Höhe von rund 41 Meter wird die Kraftwerkskaverne in etwa so groß wie die Kirche in Ebensee sein.

Auch oben beim Dammbau geht’s rasch voran

Für den Oberwasserspeicher des Kraftwerks wird gerade mit Hochtouren am Damm gebaut. Seit November 2023 wurden Materialerkundungen sowie Schütt- bzw. Verdichtungsversuche im großen Maßstab für den künftigen Dammaufbau durchgeführt. Zunächst wurde im Speicherbereich, an der Grundablassleitung und an der Materialgewinnung für den Dammbau gearbeitet.

Der Dammbau erfolgt im Massenausgleich. Warum? Weil so möglichst alles an vor Ort gewonnenem Material gleich wieder für den Dammbau verarbeitet werden kann. Zum Start des Dammaufbaus im Juli 2024 wird zuerst Lage für Lage Material eingebaut und verdichtet. Interne und externe Geologen prüfen und kontrollieren ständig die Arbeiten.

Ebenfalls schon weit fortgeschritten ist der Bau des Druckstollens mit 560 Meter Länge und einem Durchmesser von 4,4 Meter. Dieser Druckstollen wird in Zukunft das Wasser vom Oberwasserspeicher im Rumitzgraben zur Kaverne leiten. Dort wird das Wasser dann als klimafreundlich erzeugte Energie gespeichert. Damit wir, und auch kommende Generationen in Oberösterreich, mit erneuerbarer Energie gut und sicher versorgt sind.

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