PV-Anlagen arbeiten auch in der kalten Jahreszeit effizient

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Kälte als Vorteil
Entgegen einer weitverbreiteten Annahme arbeiten Photovoltaikmodule bei niedrigen Temperaturen besonders effizient. Während hohe Temperaturen im Sommer die Leistung leicht mindern können, profitieren PV-Anlagen im Winter von kalter, klarer Luft. An sonnigen Wintertagen sind daher durchaus beachtliche Erträge möglich, auch bei kürzeren Tagen und geringerer Einstrahlung.
PV-Strom im Winter gezielt nutzen
Im Vergleich zum Sommer liegt die Stromproduktion im Winter zwar meist nur bei rund 10 bis 30 Prozent, doch diese Energie steht dennoch für den Eigenverbrauch oder zur Einspeisung zur Verfügung. Gerade in Kombination mit einem Batteriespeicher kann der tagsüber erzeugte Strom gezielt in den Abendstunden genutzt werden.
Schnee, Schneelast und Reinigung
Schnee kann die Stromproduktion kurzfristig beeinträchtigen, wenn die Module vollständig bedeckt sind. In der Praxis zeigt sich jedoch: Leichte Schneemengen rutschen bei ausreichend geneigten PV-Anlagen oft von selbst ab. Moderne PV-Module und Montagesysteme sind zudem für die in Österreich üblichen Schneelasten ausgelegt. In schneereichen Regionen empfiehlt sich eine statische Prüfung bereits in der Planungsphase.
Eine manuelle Reinigung der Module ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll. Entscheidend ist vielmehr eine Dachneigung von mindestens 10 Grad, die einen natürlichen Selbstreinigungseffekt begünstigt.
Der richtige Standort zählt – besonders im Winter
Der niedrige Sonnenstand in den Wintermonaten bringt ein Thema stärker in den Fokus: Verschattung. Bäume, Nachbargebäude oder andere Hindernisse können im Winter deutlich längere Schatten werfen als im Sommer. Deshalb ist eine sorgfältige Standortanalyse essenziell.
Ein steilerer Neigungswinkel von etwa 40 bis 60 Grad kann den Winterertrag zusätzlich verbessern, da die Module die flach stehende Sonne besser einfangen.
Warum sich Photovoltaik langfristig rechnet
Ob sich eine Photovoltaikanlage lohnt, entscheidet nicht der Winter allein, sondern die Gesamtjahresbilanz. Der deutlich höhere Ertrag in den Sommermonaten gleicht die geringere Winterproduktion mehr als aus. Über das Jahr hinweg wird ausreichend Strom erzeugt, um langfristig Kosten zu senken und unabhängiger vom Energiemarkt zu werden.