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Wärmepumpe verstehen. Zukunft spüren.

Dein kompletter Guide zur Wärmepumpe. Verständlich, modern und unabhängig.

Wärmepumpen sind für viele noch ein Rätsel, dabei sind sie eine der effizientesten und zukunftssichersten Heizlösungen. Auf dieser Seite lesen Sie alles, was Sie über Wärmepumpen wissen sollten: von der einfachen Funktionsweise über Kosten und Effizienz bis hin zu Mythen (vor allem deren Richtigstellung), Einbau‑Tipps und den Möglichkeiten zu CO₂‑Einsparungen. Alles ganz ohne Fachchinesisch. Sondern klar, verständlich und übersichtlich.

    Was ist eine Wärmepumpe und wie funktioniert sie?

    Eine Wärmepumpe ist ein Heizsystem, das die vorhandene Energie in der Luft, im Erdreich oder im Grundwasser nutzt. Statt Wärme zu erzeugen, verschiebt sie vorhandene Wärme von draußen nach drinnen – ähnlich wie ein Kühlschrank, nur umgekehrt.

     

    Das Prinzip dahinter:

    Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein „Wärme‑Lift“.
    Sie nimmt Wärme aus der Umgebung auf, auch Temparaturen weit unter dem Gefrierpunkt, hebt deren Temperaturniveau an und gibt sie im Haus wieder ab.
    Dafür braucht sie Strom – aber nur geringfügig, der Großteil der Energie ist vorhanden und kommt aus der Umwelt.
    Rund 75 % ist Energie aus der Umwelt, rund 25 % ist Strom.
    Kurz: eine Wärmepumpe heizt besonders effizient und klimafreundlich.

    waermepumpe-förderung.jpg

    Der Ablauf in 4 einfachen Schritten

    1

    Wärme aufnehmen

    Die Wärmepumpe entzieht der Umgebung Energie – auch bei Minusgraden.

    2

    Verdichten

    Ein Kompressor erhöht die Temperatur des Kältemittels.

    3

    Wärme abgeben

    Die Wärme wird an das Heizsystem im Haus übertragen.

    4

    Entspannen & wiederholen

    Das Kältemittel kühlt ab, entspannt sich. Der Kreislauf beginnt von Neuem.

    Effizienz, Kosten & wichtige Begriffe verständlich erklärt

    Wärmepumpen gelten als besonders effizient, aber was heißt das eigentlich genau? Und wieviel kosten sie wirklich? Hier erfahren Sie, wie man die Leistung einer Wärmepumpe bewertet, welche Begriffe welche Bedeutung haben und was das für Ihre Heizkosten bedeutet.

    Wichtige Begriffe einfach erklärt.

    COP – Coefficient of Performance

    Der COP zeigt, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer bestimmten Menge Strom erzeugt.
    Beispiel: Ein COP von 4 bedeutet: Aus 1 kWh Strom entstehen 4 kWh Wärme.

    JAZ – Jahresarbeitszahl

    Die JAZ ist realistischer als der COP. Sie zeigt, wie effizient die Wärmepumpe über ein ganzes Jahr arbeitet, unter Berücksichtigung von Wetter, Gebäude und Nutzerverhalten.

    Typische Werte:
    Neubau mit Fußbodenheizung: JAZ 4–5; Altbau mit Radiatoren: JAZ 2.5–3.5.

     

    SCOP – Seasonal COP

    Der SCOP ist ähnlich wie die JAZ, wird aber nach EU‑Normen berechnet. Er ist wichtig für Förderungen und Produktvergleiche.

    Was kostet eine Wärmepumpe wirklich?

    Investition:
    Die Anschaffungskosten hängen stark vom Typ ab:
    Luft‑Wasser‑WP: günstiger, weniger Erdarbeiten

    Typischer Bereich:
    ca. 10.000–25.000 € (inkl. Einbau)
    Förderungen können bis zu 50 % abdecken (je nach Bundesland)

    Betriebskosten:
    Wärmepumpen brauchen Strom, aber nur ca. ein viertel einer Stromheizung.

    Beispielrechnung:
    Einfamilienhaus mit 12.000 kWh Wärmebedarf
    JAZ 4 → Strombedarf: 3.000 kWh
    Stromkosten: ca. 900–1.200 € pro Jahr
    Vergleich: Öl/Gas meist 1.500–2.000 €

     

    Was beeinflusst die Effizienz?

    Vorlauftemperatur

    Je niedriger, desto besser

    Heizsystem

    Fußbodenheizung ideal, Radiatoren möglich

    Gebäudedämmung

    Gute Dämmung bedeutet bessere JAZ

    Dimensionierung

    Nicht zu groß, nicht zu klein

    Standortwahl

    Luft‑Wärmepumpe benötigt ausreichend Luftzufuhr

    Nutzerverhalten

    Konstante Temperaturen sind effizienter

    Welche Wärmepumpe passt zu mir?

    Luft-Wasser-Wärmepumpe

    • Nutzt die Außenluft als Energiequelle
    • Einfach zu installieren, kein Erdreich nötig
    • Ideal für sanierte Altbauten und Neubauten
    • Günstiger in der Anschaffung
    • Bei sehr niedrigen Temperaturen etwas weniger effizient

     

    Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)

    • Nutzt die Wärme aus dem Erdreich
    • Benötigt Erdsonden oder Flächenkollektoren
    • Sehr effizient und konstant, auch im Winter
    • Höhere Investitionskosten
    • Ideal für Neubauten mit Garten oder Grundstück

     

    Wasser‑Wasser‑Wärmepumpe (Grundwasser)

    • Nutzt die Wärme des Grundwassers
    • Höchste Effizienz
    • Aufwendige Genehmigung und Prüfung
    • Nur möglich, wenn Grundwasser verfügbar und nutzbar ist

     

    kermi_blog_wärmepumpe.jpg

    Mini-Entscheidungshilfe: 3 Fragen für deine Auswahl

    1. Hast du Platz für Erdarbeiten?

    • Ja: Sole‑Wasser Wärmepumpe möglich
    • Nein: Luft‑Wasser-Wärmepumpe ideal

     

    2. Wie gut ist dein Haus gedämmt?

    • Gut: Alle Wärmepumpen‑Typen möglich
    • Mittel: Luft‑Wasser-Wärmepumpe, Planung notwendig

     

    3. Willst du möglichst wenig Aufwand beim Einbau?

    • Ja: Luft‑Wasser-Wärmepumpe ideal
    • Nein: Sole‑ oder Wasser‑Wasser-Wärmepumpe ideal

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